Stebe trifft beim Neckar-Cup heute auf Kohlschreiber

Die Kontrahenten bringen ähnliche Voraussetzungen und Ziele mit.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 10. Mai 2021

Heilbronn/Enzweihingen. Cedrik-Marcel Stebe hat beim Neckar-Cup vielleicht den reizvollsten Gegner in der ersten Runde des Challenger-Turniers zugelost bekommen. Der Tennis-Weltranglisten-133. aus Enzweihingen trifft auf Philipp Kohlschreiber (ATP 119), einst der beste deutsche Tennisprofi – drei Erfolge und dazu noch drei Finalteilnahmen – und auf der Anlage des TC Heilbronn am Trappensee an Nummer acht gesetzt. Das Duell findet am heutigen Montag gegen 14.30/15 Uhr statt – es ist die dritte Partie auf dem Centercourt nach 11.30 Uhr.

Die Vorzeichen bei beiden Kontrahenten sind ähnlich. Rhythmus und Gefühl litten in der Corona-Pandemie. Der 37-jährige Routinier Kohlschreiber nutzte das letzte Viertel des Jahres 2020, „um meinem Körper eine Auszeit zu geben, ihm eine Pause zu gönnen“, wie er der „Heilbronner Stimme“ sagte, und sich im neu gebauten Haus einzurichten. Stebe wurde im ersten Drittel dieser Saison wieder durch ein paar kleinere Verletzungen zurückgeworfen. „Es waren lauter Kleinigkeiten, die verhindert haben, dass ich mir Selbstvertrauen hole“, berichtete Stebe. Zuletzt musste der 30-Jährige in der Qualifikation zum ATP-Turnier im italienischen Caglari Anfang April aufgeben, weil er sich eine Bauchmuskelzerrung zugezogen hatte.

Und auch die Zielsetzung der beiden für den Neckar-Cup sind gleich. Es geht darum, Selbstvertrauen zu tanken für die French Open. Kohlschreiber darf im Hauptfeld ran, weil er ein sogenanntes Protected Ranking hat. Stebe muss sich dagegen voraussichtlich erst in Qualifikation versuchen. Dennoch: „Der Neckar-Cup ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg nach Paris. Es geht darum, Spielpraxis zu sammeln.“

Zum alten Eisen zählt sich Kohlschreiber aber noch nicht. „Mir macht es weiter unheimlich viel Spaß“, sagte er der „Heilbronner Stimme“. „Der Ehrgeiz, der Wunsch sind da, nochmal gutes Tennis zu spielen. Ich habe mir vorgenommen, alles zu geben in diesem Jahr. Und am Ende des Jahres wird abgerechnet: Bin ich noch gut genug oder nicht?“

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