Für Dobusch bleibt nur der Holzplatz

Vierter Rang bei Team-DM mit Frauen 40 des TC Doggenburg – Nach 1:8 im Halbfinale gegen Bredeney 4:5 gegen Marktoberdorf

Von Michael Nachreiner Erstellt: 4. September 2018
Für Dobusch bleibt nur der Holzplatz Petra Dobusch hat auch den vierten Platz bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Frauen 40 mit ihrem Team gefeiert. Foto: Baumann

Für Petra Dobusch und die Frauen 40 des TC Doggenburg Stuttgart hat es bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft nur für den Holzplatz gereicht. „Natürlich hätten wir gerne den dritten Rang erreicht“, berichtet die Freudentalerin. „Aber traurig waren wir eigentlich nicht. Wir sind nach den Matches mit allen zusammengesessen und haben gemeinsam gefeiert.“

Stuttgart/Freudental. Es waren Kleinigkeiten, die letztlich gefehlt haben. „Marktoberdorf war im Spiel um Platz drei einen kleinen Tick besser“, berichtet Petra Dobusch. „Nach den Einzeln stand es 3:3. Auch nach den ersten beiden Doppeln war es bei 4:4 ausgeglichen. Doch das entscheidende Doppel ging im Match-Tiebreak verloren.“ So mussten sich die 52 Jahre alte Freudentalerin und ihre Mannschaftskameradinnen der Frauen 40 des TC Doggenburg Stuttgart im kleinen Finale dem TSV Marktoberdorf mit 4:5 geschlagen geben.

Es war ein Herzschlagfinale. Nach dem 3:3-Zwischenstand nach den Einzeln brachten Helena Günther/Petra Engel die Stuttgarterinnen durch ein 7:5 und 6:2 gegen Katerina Telser/Susanne Rogg in Führung. Doch Dobusch/Sandra Jachmann verloren gegen das Spitzendoppel der Bayerinnen, Bettina Bajsic-Chaussepied/Lucie Capkova, mit 4:6 und 1:6. „Wenn man gegen die Nummer eins und die Nummer zwei der Gegner spielt, müssen beide richtig gut spielen. Wenn eine einen kleinen Hänger hat, wird es nichts“, berichtet Dobusch. Und genau das ist der Freudentalerin und Jachmann passiert. Die 52-Jährige nimmt es aber sportlich: „Im Doppel gewinnt man zusammen, man verliert allerdings auch zusammen.“

Das dritte Doppel lief zu diesem Zeitpunkt noch. „Wir sind dann alle ganz gespannt an der Seite des Platzes gestanden, auf dem sich Claudia Hopp/Sibylle Elsland und Kirsten Schölzel/Sandra Grünwald gegenüberstanden und haben mitgefiebert“, berichtet Dobusch. Letztlich mussten sich die Stuttgarterinnen Hopp/Elsland im Match-Tiebreak mit 6:7, 6:4 und 6:10 geschlagen geben. Dobusch: „Das ist auch immer etwas Glückssache. Das sind ein, zwei, drei Punkte, bei denen der Gegner mal einen guten Ball spielt. Und schon ist das Ding entschieden.“

In den Einzeln gerieten die Stuttgarterinnen zunächst mit 1:2 in Rückstand. Hopp unterlag Capkova mit 1:6 und 1:6. „Claudia war aber schon angeschlagen in die Partie gegangen“, berichtet Dobusch. Elsland musste sich Schölzel mit 4:6 und 1:6 geschlagen geben. Dobusch: „Die musste gegen eine super Gegnerin ran.“ Doch Sabrina Henrich setzte sich gegen Susanne Rieß mit 6:3, 5:7 und 10:5 durch. Dobusch glich dann durch das 6:0 und 6:2 gegen Bajsic-Chaussepied aus. „Ich habe ein geniales Einzel gespielt“, berichtet die Freudentalerin. Und auch Günther triumphierte. Sie besiegte Grünwald mit 7:5 und 6:0. Jachmann unterlag jedoch Telser mit 1:6 und 1:6.

Den Sieg sicherte sich der TC Bredeney. Die Essenerinnen setzten sich im Finale gegen den SV Zehlendorfer Wespen, der den TSV Marktoberdorf mit 5:4 im Halbfinale geschlagen hatte, mit 6:0 durch. Nachdem der Meister der Regionalliga West schon alle Einzel in souveräner Manier gewonnen hatte, wurden die Doppel nicht mehr ausgespielt.

Schon im Halbfinale gegen den TC Doggenburg hatte sich der TC Bredeney als haushoch überlegen präsentiert. „Die Essenerinnen spielen in einer anderen Liga mit ihren Ausländerinnen und ihren Ex-Profis“, berichtet Dobusch. Zumindest die Rumänin Andrea Ahritt-Vanc an Position zwei und Florentina Curpene an Nummer vier spielten zeitweise auf der WTA-Tour.

Zu holen gab es für die Stuttgarterinnen zunächst nichts, auch wenn Dobusch mit ihrem Leistung bei der 4:6 und 3:6-Einzelniederlage gegen die Belgierin Daphne van de Zande zufrieden war. „Ich habe mich sogar etwas geärgert, weil mehr drin war“, berichtet die Freudentalerin. „Die Belgierin hat kaum eigene Fehler begangen. Deshalb musste ich mehr Risiko gehen, um sie zu Fehlern zu zwingen oder eigene Punkte zu machen. Denn beim Mitspielen ziehe ich den Kürzeren. Das kann sie besser als ich.“ Doch mehr Risiko bedeutet auch mehr Fehler. Letztlich zu viele Fehler, um Van de Zande zu bezwingen.

Da die Partie nach den Einzeln bereits verloren war, schonten sich Dobusch („Ich hatte mich gegen Van de Zande leicht verletzt.“) und die bereits angeschlagen ins Halbfinale gegangene Hopp in den Doppeln. Ersatzspielerin Kartin Berner aus Enzweihingen sorgte an der Seite von Henrich für den Ehrenpunkt für die Stuttgarterinnen. Dobusch: „Um diesen einen Punkt haben wir gekämpft. Um fair zu sein, muss man allerdings auch sagen, dass die Essenerinnen im dritten Doppel ebenfalls zwei Ersatzspielerinnen aufgestellt hatten.“ Das schmälert allerdings das 7:5 und 7:6 von Henrich/Berner gegen Luitgard Kilpper/Katja Burgsmüller nicht.

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