Ein Mann mit vielen Interessen

Georg Barbunopulos ist seit Jahren wichtiger Bestandteil der Tennis-Verbandsligamannschaft des TV Vaihingen. Wenn der 30-Jährige nicht auf dem gelben Filzball hinterherjagt, snowboardet er, surft, spielt Golf oder interessiert sich für Modellbau.

Erstellt: 11. Februar 2021
Ein Mann mit vielen Interessen Georg Barbunopulos hat ein großes Ziel mit der Verbandsligamannschaft des TV Vaihingen: die Rückkehr in die Oberliga. Foto: Leitner

Vaihingen (nac). Die Sportler aus der Region stehen im öffentlichen Fokus und werden meist nach ihren Leistungen beurteilt. Doch wie ticken sie wirklich? In einer Interviewserie stellt die VKZ-Sportredaktion den Menschen hinter dem Sportler vor. Teil 12: Georg Barbunopulos (30), Tennisspieler der Verbandsligamannschaft des TV Vaihingen, der in der vergangenen Saison als SPG TV/TSC Vaihingen an den Start gegangen ist.

Wie geht es Ihnen?

Gut, danke. Ich habe Glück, dass ich in meinem Job als Unternehmensberater im Homeoffice ausüben kann und auch nicht von Kurzarbeit betroffen bin.

Jetzt in der trainings- und spielfreien Phase: Wie halten Sie sich fit?

Ich wohne in der Nähe des Marienplatzes in Stuttgart. Dort bietet es sich an, regelmäßig an der alten Weinsteige Stäffelle laufen zu gehen. Des Weiteren trifft man mich auch regelmäßig am Südheimer Platz im Calisthenics Park.

Und wie vertreiben Sie sich Ihre mehr-gewonnene Freizeit?

Ich treibe genauso viel Sport wie vor dem Lockdown, nur eben in anderer Form und nicht auf dem Tennisplatz. Außerdem lese ich mehr als sonst und koche vor allem deutlich öfter.

Was fehlt Ihnen aktuell am meisten?

Die Familie und Freunde regelmäßig bei Speis, Trank und Party um mich zu haben.

Und auf was können Sie generell nicht verzichten?

Sport. Auch wenn das Tennisspielen aktuell nicht möglich ist, treibe ich jeden zweiten Tag Sport. Ohne diesen Ausgleich kann ich während der Arbeit im Homeoffice nicht still sitzen.

Blicken wir auf die bisher in dieser Saison absolvierten Wettkämpfe/auf die bisherige Saison zurück: Wie lief es?

Leider wurde die Tennissaison für den Winter komplett abgesagt, so dass wir abgesehen von ein paar Trainingsmatches uns gar nicht mit anderen Vereinen gemessen haben.

Was lief nicht so gut?

Die Uneinigkeiten zwischen dem Turnverein und der Tennisabteilung, worüber in den letzten Wochen in der VKZ auch berichtet wurde, tun dem Tennissport in Vaihingen definitiv nicht gut. Unabhängig davon, wer hier Recht hat und auf welcher Seite man sich positioniert. Es ist sehr schade, dass der Tennissport und die Sportler darunter leiden müssen, dass sich Urgesteine der Szene untereinander nicht ausstehen und einigen können.

Und mit was sind Sie zufrieden?

Mit dem Zusammenhalt unserer Mannschaft über die letzten Jahre hinweg. Wir sind auf und neben dem Platz ein starkes Team, dass sich trotz und oft auch wegen kleinerer Auseinandersetzungen zu Höchstleistungen antreibt.

Haben Sie noch die Hoffnung, dass die Saison zu Ende gespielt wird?

Wir sind guter Dinge, dass die Sommersaison 2021 wie geplant stattfinden kann. Hoffen wir mal, dass uns Corona keinen erneuten Strich durch die Rechnung macht.

Und wenn Sie Ihre bisherige Laufbahn Revue passieren lassen: Was war Ihr schönstes Sport-Erlebnis?

Ich habe ehrlich gesagt zwei Highlights, die nichts mit meiner persönlichen sportlichen Leistung zu tun haben. Zum einen waren das die Olympischen Sommerspiele in Athen 2004, bei denen ich mit meiner Familie die verschiedensten Sportarten im Stadion verfolgen durfte. Zum anderen die French Open 2012. Boris Bischoff und ich sind damals nach Paris gefahren, um unseren guten Kumpel Cedrik-Marcel Stebe bei seinem Zweitrundenmatch gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga anzufeuern. Wir waren nicht nur im Stadion, sondern durften auch in den Katakomben und mit Spielern wie Novak Djokovic oder Maria Scharapowa Mittagessen.

Und welches war das negative Highlight?

Definitiv, als wir 2013 gegen Heilbronn den Aufstieg von der Oberliga in die Württembergliga am letzten Spieltag verpassten. Wir haben damals mit 4:5 verloren, was sehr bitter war. Auch mein Einzel ging in die Hose.

Und welches ist Ihr sportliches Vorbild?

Früher war es Pete Sampras, da er auch griechische Wurzeln hat. Mittlerweile ist es jedoch Roger Federer, da er einfach auf und neben dem Platz ein Vorzeigeathlet ist.

Wenn Sie nicht die Sportart treiben würden, für die Sie sich entschieden haben, welchem Hobby würden Sie nachgehen?

Da fallen mir einige ein. Vielen gehe ich auch parallel nach, auch wenn es nicht so regelmäßig ist wie auf dem Tennisplatz zu stehen: Snowboarden, Windsurfen, Golfen, auch am Modellbau habe ich große Freude.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Meine Windsurfausrüstung, um jeden Tag auf dem Wasser Spaß zu haben. Meine Familie, meine Freundin und meine Kumpels, da man alleine keine Partys feiern kann.

Wie charakterisiert Sie Ihre Familie oder Freunde?

Lebensfroh, ehrgeizig, weltoffen – und sie würden definitiv hinzufügen, dass ich oft zu viel unterwegs bin und zu selten entspanne.

Und was ist Ihre größte Schwäche?

Dass mir zu viele Menschen zu wichtig sind, und ich es allen immer Recht machen möchte.

Wenn Sie eine Million Euro zur Verfügung hätten, was würden Sie damit machen?

Ist doch klar: auf die oben beschriebene Insel gehen.

Unabhängig von Geld: Welchen Wunsch würden Sie sich gerne einmal erfüllen?

Ich möchte mein eigenes Unternehmen gründen und selbständig sein. Es ist schon sehr lange mein Traum, eine eigene erfolgreiche Firma zu führen, Menschen Arbeit zu geben und mein eigener Chef zu sein.

Welche Schlagzeile würden Sie über sich gerne einmal in der VKZ lesen?

Die Vaihinger Tennismänner rund um Georg Barbunopulos sind verdient wieder zurück in der Oberliga.

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