„Dass man Erfolge sieht, weckt Ehrgeiz“

Wennagel und sein Trainerteam bieten beim Tenniscamp des TV Vaihingen fünf Tage Intensivtraining für Kinder und Jugendliche

Von Michael Nachreiner Erstellt: 5. September 2018
„Dass man Erfolge sieht, weckt Ehrgeiz“ Den Volley nicht nur über das Netz, sondern in eine gekennzeichnete Zielzone zu bringen, ist gestern das Ziel einer der Übungen beim TVV-Tenniscamp. Foto: Nachreiner

Fünf Tage intensives Tennistraining – das bietet der TV Vaihingen in dieser Woche an. Zur Freude von Sascha Wennagel. „Bei zwei Einheiten pro Tag sieht man sofort Verbesserungen“, berichtet der TVV-Cheftrainer. „Da packt die Jugendlichen hoffentlich der Ehrgeiz, auch nach den Ferien mehr zu trainieren.“

Vaihingen. Mit 16 Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis 14 Jahren arbeitet Sascha Wennagel in dieser Woche intensiv an ihrem Spiel. Dabei ist das Tenniscamp des TV Vaihingen auf der Anlage auf dem Wolfsberg in drei Sektionen unterteilt. An den ersten Tagen wurde mit den Nachwuchs-Alexander-Zverevs und -Angelique-Kerbers Schlagtechnik und -rhythmus trainiert. Dann standen Beinarbeit und Schnelligkeit auf dem Programm. Und zum Ende der Woche geht es um Punkte. „Diese Hauptthemen werden für jedes Level heruntergebrochen. Man kann schließlich zu jedem Thema Übungen machen, die mehr oder weniger anstrengend sind. Das kann man ziemlich gut steuern entsprechend dem Alter oder dem Leistungsniveau der Spieler“, berichtet Wennagel.

Anfangen, so richtig Spaß zu machen, erklärt der TVV-Cheftrainer, macht es ab heute. „Dann fangen wir an, etwas anzuziehen. Die ersten beiden Tage waren gediegen“, erklärt Wennagel. „Wenn wir bis an die Belastungsgrenze der Kinder und Jugendlichen gehen, kann man sich mehr einbringen. Da ist man auch als Motivator gefragt. Bei den Technikeinheiten geht es vor allem ums Erklären.“

Bis dahin wurden aber vor allem Grundlagen erarbeitet – Vorhand und Rückhand oder Volleys, Aufschläge und Schmetterbälle. Während es bei den jüngeren Campteilnehmern vor allem darum ging, den Ball überhaupt sauber zu treffen und über das Netz ins Feld zu bekommen – „ihr müsst den Schlag von unten nach oben ausführen wie bei einem Scheibenwischer“, erklärt Trainer Matthias Mössner immer wieder –, geht es bei den älteren schon ans Eingemachte. Mit Aufschlägen, Volleys und Schmetterbällen bestimmte abgesteckte Bereiche auf dem Spielfeld zu treffen, ist dabei gar nicht so einfach.

„Die Einheiten sind aber länger. Außerhalb der Ferien sind es maximal 60 Minuten. Im Camp haben wir morgens 120- und nachmittags 90-Minuten-Einheiten. Da kann man intensiver arbeiten. Und damit sind die Chancen größer, dass man Erfolge sieht“, berichtet Wennagel. Und bei vielen sei nach den fünf Tagen Camp auch eine Weiterentwicklung zu sehen. „Damit kann ich im Vereinstraining nach den Ferien an ganz anderen Dingen arbeiten, kann auf das im Camp gelernte aufbauen“, erzählt der Übungsleiter. „Und das ist dann gut für die Motivation – vor allem, wenn der Spieler dann einen Mannschaftskameraden im Griff hat, gegen den er vorher nicht gut ausgesehen hat.“

Doch das TVV-Camp ist nicht nur für die eigenen Vereinsspieler. Wennagel: „Wir sprechen mit unserem Konzept zwar zuerst einmal alle Kinder und Jugendliche aller Alters- und Leistungsklassen im Verein an. Aber es sind einige dabei, die auch ihre Freunde mitgebracht haben. Darüber hinaus ist auch immer wieder der eine oder andere dabei, der bisher noch nicht Tennis gespielt hat. Da hoffen wir natürlich, dass ihm oder ihr die Sportart so gut gefallen hat, dass er oder sie hängen bleibt.“

Weiterlesen
Faeseler haut Gegnerinnnen Bälle um Ohren

Faeseler haut Gegnerinnnen Bälle um Ohren

Drucken Ein Vaihinger Finale hat es bei den Jüngstenmeisterschaften des Tennisbezirks A nicht gegeben. Aufgrund des Spielmodus’ war das Duell zwischen Leni Faeseler und Anouk Frantz (beide TSC Vaihingen) aber das entscheidende um den Turniersieg. Faeseler gewann und... »