Bei Übungen wird auch mal gesungen

Tenniscamp der TFR Nussdorf verfolgt einen etwas anderen Ansatz – Viele Aktivitäten rund um die Jagd nach der gelben Filzkugel

Von Michael Nachreiner Erstellt: 30. Juli 2019
Bei Übungen wird auch mal gesungen Schafft es Lina (Mitte), den Ball vier Mal über das Netz zu spielen, ohne einen Fehler zu begehen, stimmt Trainer Valentin Karius (links) ein Lied an. Foto: Nachreiner

Einen etwas anderen Ansatz haben die Verantwortlichen der TFR Nussdorf bei ihrem Tenniscamp. Zwar steht der Sport mit der gelben Filzkugel im Mittelpunkt. „Aber wir möchten auch die Gemeinschaft fördern. Der Spaß soll nicht zu kurz kommen“, berichtet Organisatorin Petra Schurr.

Nussdorf. „Es ist schön, dass man mit anderen Kindern zusammen ist und Spaß hat“, berichtet Lina. Damit trifft die Neunjährige aus Nussdorf genau das Konzept des Tenniscamps der TFR Nussdorf. Natürlich wird der gelben Filzkugel hinterhergejagt. Aber es gibt für die 40 Kinder im Alter von acht bis 14 Jahren auch viele andere Aktivitäten. So führten die TFR-Verantwortlichen um Organisatorin Petra Schurr einen Film auf einer großen Leinwand vor. Und von Samstag auf Sonntag wurde auf der Anlage übernachtet. Davor boten Schurr und Co. für die jüngeren Teilnehmer noch ein Alternativprogramm an. In diesem Jahr wurde in den Ort gewandert – inklusive eines Cafe-Besuchs. Und die Kinder wissen das zu schätzen. „Das Camp macht richtig Spaß. Die Trainer sind auch ganz nett“, erklärt Lina. Und ihre Namensvetterin, ebenfalls neun Jahre alt und aus Nussdorf, ergänzt: „Dass zwischendurch immer wieder Pausen sind, in denen wir mit unseren Freundinnen spielen können, ist auch klasse.“

Tennis wurde auch gespielt. Wenn auch nicht immer mit dem allergrößten Ernst. Cheftrainer Valentin Karius stimmte bei einer Übung, bei der der König oder die Königin gesucht wurde – also der Spieler oder die Spielerin, die die wenigsten Fehler begangen hat –, bei einem Ballwechsel, der länger als vier Schläge dauerte, ein Kinderlied an. Ganz hoch im Kurs bei den jüngsten Teilnehmern stand auch die sogenannte Elchjagd. Die Kinder rannten dabei um das Tennisfeld herum. Die Trainer, die am Netz standen, versuchten sie dabei mit Tennisbällen abzuschießen. „Das ist richtig gut“, erklärt Lina.

Die Verantwortlichen haben dabei in diesem Jahr darauf geachtet, dass die Betreuung durch die Trainer optimal ausfällt. „Wir haben auf unserer Anlage fünf Plätze. Ein ordentliches Training ist aber nur möglich, wenn maximal fünf Nachwuchstennisspieler pro Platz eingeteilt sind. Ich möchte ja auch die Trainer und Betreuer nicht verheizen“, berichtet Organisatorin Schurr. „Deshalb haben wir bei insgesamt 40 angemeldeten Kindern in diesem Jahr einen Schlussstrich gezogen.“ Diese sind aber selten alle gleichzeitig auf der Anlage. Am ersten Tag wurde am Nachmittag Training für die jüngeren Teilnehmer angeboten. Die durften am zweiten Tag ausschlafen. Da waren vormittags die älteren dran. Erst am Nachmittag waren dann alle Teilnehmer auf der Anlage, wobei dann die jüngeren das Alternativprogramm mit der Wanderung absolvierten.

Dabei ist auch die Hitze – am ersten Tag trainierten die jüngsten Teilnehmer bei Temperaturen von an die 40 Grad Celsius im Schatten – nicht das große Problem. „Zum einen haben wir viele Pausen eingeplant. Zum anderen achten wir darauf, dass die Kinder immer etwas Abkühlung bekommen – zum Beispiel, indem sie ihre Mützen nass machen, indem sie sich an den aufgestellten Wassereimern eine kurze Erfrischung gönnen oder indem sie durch den laufenden Wassersprengler springen“, erklärt Schurr. „Wir sorgen aber auch dafür, dass die Trainer auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kindes und Jugendlichen eingehen können. Deshalb haben wir nur fünf Teilnehmer pro Trainer auf dem Platz.“

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