48 Kinder arbeiten an Tennisfähigkeiten

Wegen der Corona-Pandemie findet das Camp der beiden Vaihinger Vereine TV und TSC auf beiden Anlagen auf dem Wolfsberg und am Löbertsbrunnen statt. Erstmals werden die Nachwuchsspieler sowohl halbtags als auch ganztags betreut.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 5. August 2020
48 Kinder arbeiten an Tennisfähigkeiten Gestern wird beim Tenniscamp der beiden Vaihinger Vereine TV und TSC intensiv am Spiel am Netz mit Volleys und Stopps gearbeitet. Foto: Nachreiner

Vaihingen. Die Covid-19-Pandemie stellt die Sportvereine auch bei ihren außerordentlichen Aktivitäten vor besondere Herausforderungen. „Ich schreibe die Tenniscamps immer früh im Jahr aus. Doch der Ostern- und der Pfingsttermin sind jeweils wegen Corona ausgefallen“, berichtet Marc Brill der Cheftrainer der beiden Vaihinger Vereine TV und TSC. „Für die Sommerferien bin ich davon ausgegangen, dass was geht. Dennoch mussten wir schauen, wie wir es machen.“ Doch da kommt dem Cheftrainer des TV Vaihingen und des TSC Vaihingen die Sportart rund um die gelbe Filzkugel entgegen. „Die Abstände kann man sowohl auf dem Tennisplatz als auch außerhalb auf den beiden Anlagen auf dem Wolfsberg und am Löbertsbrunnen gut einhalten. Lediglich bei den jüngeren Teilnehmern ist es etwas schwieriger. Ihnen ist nicht immer bewusst, wie weit sie Abstand halten müssen“, erklärt Brill.

Außerdem hat der Übungsleiter die komfortable Situation, dass er auf beide Tennisanlagen in Vaihingen, die vom TV Vaihingen auf dem Wolfsberg und die vom TSC Vaihingen am Löbertsbrunnen, zurückgreifen kann. „Wir haben zwar kurz überlegt, ob wir die Teilnehmerzahl begrenzen sollen. Aber eigentlich sind unterm Kaltenstein doch genügend Plätze vorhanden. Deshalb war schnell klar, dass wir beide Anlagen benutzen werden, als immer mehr Anmeldungen kamen“, erzählt Brill.

Insgesamt kümmern sich Brill und seine neun Trainer um 48 Kinder – knapp 20 davon sind aber nur halbtags beim Camp. „Es ist das erste Mal, dass wir die beiden Varianten anbieten. Halbtags trainieren die Kinder von 10 bis 12.30 Uhr. Wenn sie ganztags am Camp teilnehmen, sind sie von 10 bis 15.30 Uhr auf der Anlage“, berichtet Brill. Dabei werden die Halbtagskinder vor allem auf dem Wolfsberg betreut, da dort das Vereinsheim noch nicht geöffnet ist und es somit keine Möglichkeit gibt, Mittagessen zu servieren. Dennoch ist es „eine logistische Herausforderung“, sagt der Übungsleiter. „Denn von den Ganztagskinder wird eine kleine Gruppe immer hin- und hergefahren. Das macht es insgesamt schwieriger als im vergangenen Jahr, als wir alle auf der gleichen Anlage waren.“

Das Trainingsprogramm ist für alle 48 Kinder im Alter von fünf bis 15 Jahren allerdings gleich. „Morgens werden mehr Spielformen gemacht“, berichtet Brill. „Und nachmittags absolvieren wir mehr Übungen.“ Aber auch die Übungen nach dem Mittagessen sind immer nahe an Spielformen angelegt. So ging es am gestrigen Dienstag beispielsweise hauptsächlich um das Spiel am Netz mit Volleys und Stopps. Am letzten Camptag findet dann noch ein Abschlussturnier statt – ob als Einzel- oder als Doppelwettbewerb steht allerdings noch nicht fest. „Es ist aber definitiv kein Leistungscamp, sondern geht mehr in Richtung Ferienprogramm. Der Spaß steht im Vordergrund“, erklärt der TVV- und TSC-Cheftrainer.

Da sich zum aktuellen Tenniscamp unterm Kaltenstein viele Nachwuchsspieler angemeldet haben, die bereits in einem Team spielen, haben es Brill und seine Trainer geschafft, homogene Gruppen einzuteilen, so dass man bei denjenigen, die schon etwas erfahrener sind, in die Detailarbeit gehen kann. Brill: „Das macht das Camp auch für die etwas Älteren interessant.“ Dabei kommen die Teilnehmer nicht nur aus Vaihingen und den umliegenden Ortsteilen und Gemeinden wie beispielsweise dem TSV Kleinglattbach oder dem TSV Hochdorf. Vier Mädchen werden sogar täglich von Leonberg, wo Brill beim TCL ebenfalls als Trainer aktiv ist, an die Enz zum Camp gefahren.

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