VSG belohnt sich für Topleistung sofort

Erstellt: 8. Februar 2019
VSG belohnt sich für Topleistung sofort Moritz Haid (hinter dem Netz) steht mit der VSG Gündelbach nach dem Titelgewinn vor großen Herausforderungen. Foto: Leitner

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute die Volleyball-Mixed-Mannschaft der VSG Gündelbach.

Von 16 Spielen in der vergangenen Saison haben die Volleyballer der VSG Gündelbach 14 gewonnen. Dass mit dieser eindrucksvollen Bilanz die Meisterschaft in der Mixedstaffel 2/4 B 1 Nord verbunden war, liegt auf der Hand. Dass der Titel aber bereits im Februar gesichert war, als noch zwei Spiele ausstanden, unterstreicht die Dominanz der Mannschaft, die in der Wachtkopfhalle daheim ist.

Trotz des großen Vorsprungs in der Abschlusstabelle sagt der VSG-Vorsitzende Marcus Bischoff über den Rundenverlauf: „Es war kein Durchmarsch.“ Denn eigentlich habe in der B-Klasse jede Mannschaft jede andere schlagen können. Zwei Mal mussten die Gündelbacher diese Erfahrung selbst machen. Bei ihrer zweiten Niederlage waren sie allerdings bereits Meister. Und der ersten gewinnt Bischoff rückblickend fast nur Positives ab: „Da hatten wir schon im ersten Spiel des Tages nicht überzeugt und dann im zweiten gegen den Absteiger Poppenweiler verloren, der da aber auch einen Sahnetag hatte.“ Doch nach dieser Niederlage sei plötzlich die bis dato sehr maue Trainingsbeteiligung in die Höhe geschnellt. Was sonst wegen beruflicher und familiärer Verpflichtungen oft zu kurz kam – nach dem völlig unerwartet verlorenen Spiel war ein paar Wochen lang das Training sehr gut besucht. Und das hatte Erfolg. Es folgte eine Siegesserie, die erst am letzten Spieltag der Saison riss.

Als Vorteile für die Gündelbacher Volleyballer sieht Bischoff die jahrelange Spielpraxis der einen Spieler und die Verstärkung durch zwei gut spielende Pärchen schon rechtzeitig vor der Meistersaison. „In der Vorsaison standen wir nach der Hinrunde auf einem Abstiegsplatz“, berichtet er. „Dann haben sich uns die beiden Pärchen angeschlossen.“ Mit der Unterstützung von Aline und Paul Salewski sowie Mareike und Florian Neidhard ging kein Spiel mehr verloren – die VSG Gündelbach blieb in der B 1 und war ein Jahr später ihr Meister.

Die Truppe bei Laune zu halten, sah der Vorsitzende der VSG die ganze Runde über als eine seiner Aufgaben an. So verfügte er, dass an jedem Spieltag, an dem sein Team beide Partien gewann, gleich anschließend die Energiereserven wieder aufgefüllt wurden. Das gemeinsame Abendessen der Mannschaft galt gleichermaßen als Belohnung und Motivation. Ob es daran lag oder ob der Ehrgeiz so groß war, in die höchste Freizeitklasse aufzusteigen, in der auch die Gündelbacher noch nie zuvor gespielt hatten?

Nach dem Titelgewinn stand in der ersten Euphorie für alle fest, dass die VSG die Herausforderung Aufstieg annehmen will. Bischoff stellte das Thema aber nochmals eingehend zur Diskussion, weil die Spielweise in der A-Klasse voraussichtlich eine ganz andere sein würde. Wenn die Mannschaft nicht jedes Mal in Bestbesetzung antreten sollte, rechnete sich der Vorsitzende kaum Chancen aus. Doch Gündelbach nahm das Aufstiegsrecht wahr und hat in der neuen Runde immerhin schon vier seiner bislang zwölf Spiele gewonnen. Das Unternehmen Klassenerhalt – um nichts anderes geht es in diesem Jahr – könnte gelingen. Und ansonsten war der Ausflug der Gündelbacher in die oberste Freizeitliga ein Erlebnis, von dem alle anderen Volleyballteams im Raum Vaihingen aktuell nur träumen können. Ralph Küppers

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 23. Februar bis zum 16. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. BIsher vorgestellt sind: die Distanzreiterin Finnja Röhm und der Straßenradfahrer Alexander Krieger.

Hier geht es zur Abstimmung.

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