Topfit zur Senioren-DM und den Titel gewonnen

Erstellt: 11. Februar 2019
Topfit zur Senioren-DM und den Titel gewonnen Sascha Wennagel hat sich bei den deutschen Meisterschaften im Männer-30-Tennis den Titel gesichert. Vorausgegangen waren allerdings teils harte und kräftezehrende Matches. Foto: Simecek

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute der Tennisspieler Sascha Wennagel.

Es kam völlig überraschend und etwas kurios, doch am Ende der deutschen Meisterschaften der Tennisspieler in der Altersklasse Männer 30 war Sascha Wennagel Deutscher Meister. Der Cheftrainer des TV Vaihingen hatte sich zwar einen Platz im Viertelfinale des Turniers in Eggenstein erhofft. Das war vor der Auslosung. „Dann habe ich gesehen, dass ich schon im Achtelfinale auf einen ehemaligen Profi stoße“, berichtet Wennagel. Und Daniel Müller vom TC Weinheim war für den Vaihinger absoluter Favorit. Er kannte ihn gut – Wennagel hatte Müller schon aus Jugendzeiten als kaum zu schlagenden Gegner in Erinnerung. Doch nicht nur diesen bezwang er bei den Seniorenmeisterschaften.

Dass die DM ein kräftezehrendes Turnier darstellen, war Wennagel noch aus früheren Erfahrungen gegenwärtig. „Letztes Mal hatte ich im Achtelfinale zu kämpfen und bin da auch rausgeflogen“, berichtet er. „Darum habe ich mich sechs, acht Wochen gezielt vorbereitet und viel für meine Fitness gemacht.“ Das hatte Erfolg. Wenn es auch mehrmals sehr eng zuging – doch jedes Mal mit dem Ergebnis, dass der Vaihinger in die nächste Runde einzog. So war es in der ersten Runde des 32er-Felds Philipp Born (Köln), der im zweiten Satz schon mit 5:3 führte, nachdem Wennagel den ersten mit 7:5 gewonnen hatte. „Das war sehr ausgeglichen“, erinnert sich der Vaihinger an das Match, in dem er schließlich auch den zweiten Durchgang mit 7:5 gewann. Müller, der Angstgegner aus der Jugendzeit, war bei der DM an Position zwei gesetzt, Wennagel spielte ungesetzt. Das Ergebnis von 6:1 und 6:3 für den späteren Deutschen Meister war dann aber doch überraschend. Im Viertelfinale räumte er Sascha Frank (Ludwigshafen) mit 6:4, 5:7 und 6:1 aus dem Weg, im Halbfinale traf er auf Nils Muschiol. „Das war der einzige Spieler bei dem Turnier, den ich richtig kannte“, sagt Wennagel. „Er ist Trainer beim TC Hirschlanden.“ Kurios: Mit ihm hätte der Vaihinger eigentlich auch in der Doppelkonkurrenz antreten wollen. Doch Muschiol war kurz vor der Senioren-DM krank gewesen. Darum wurde aus dem geplanten Doppelstart nichts. Im Halbfinale gewann Wennagel den ersten Satz mit 6:3, dann gab Muschiol auf. Das Finale entschied der TVV-Trainer mit 6:1 und 6:3 für sich. Das klingt nach einem sehr einseitigen Match gegen den topgesetzten Titelverteidiger Jens Janssen (Krefeld). Doch nach einem tatsächlich klaren ersten Satz hatte Wennagel bei 4:3-Führung im zweiten Durchgang schon Breakball gegen sich. Den wehrte er allerdings erfolgreich ab, und sein Kontrahent ärgerte sich über den 3:5-Rückstand statt 4:4-Ausgleich. Der Rest war schnell geklärt, der Vaihinger setzte sich die Meisterkrone auf.

Ob es aber so weit gekommen wäre, wenn der usprüngliche Plan aufgegangen wäre, mit Muschiol im Doppel zu spielen, wagt er immer noch zu bezweifeln. „Es war zwar schade, dass ich mit ihm nicht im Doppel antreten konnte“, sagt Wennagel. „Aber im Nachhinein war es vielleicht sogar gut so.“ Denn das ausgiebige Konditionstraining vor der DM hat ihm so bis ins Finale die nötige Fitness erhalten, die bei einer Doppelbelastung unter Umständen vorzeitig weg gewesen wäre. Ralph Küppers

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 23. Februar bis zum 16. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher vorgestellt sind: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die Volleyballer der VSG Gündelbach und die Hip-Hop-Tänzerin Janina Weiser.

Hier geht es zur Abstimmung.

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