Stebe feiert größten Erfolg seiner Karriere

Erstellt: 3. Februar 2020
Stebe feiert größten Erfolg seiner Karriere Selbst zwei Matches an einem Tag stoppen Cedrik-Marcel Stebe in Gstaad nicht. Foto: Küppers

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 19. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute: der Tennisspieler Cedrik-Marcel Stebe.

Die Swiss Open in Gstaad 2019 wird Cedrik-Marcel Stebe bestimmt nicht vergessen. Der Tennisprofi aus Enzweihingen gewann zunächst erstmals wieder seit zwei Jahren auf der ATP-Tour, also der höchsten Turnierserie im Tenniszirkus. „Ich komme wieder zu meiner Form – langsam, aber sicher“, schrieb der Enzweihinger nach seiner Drei-Satz-Niederlage gegen den Tschechen Jiri Vesely bei den Umag Kroatien Open. Wenige Tage später hat er Taten folgen lassen. In Gstaad setzte er sich in der ersten Hauptrunde gegen den Franzosen Corentin Moutet mit 6:4 und 6:4 durch. Es sollte der Beginn eines Sommermärchens für Stebe werden. Denn ein Sieg später – ihm gelang mit 7:6, 4:6 und 6:3 die Revanche gegen Vesely – stand der Enzweihinger, der schon seit Jahren seinen Lebensmittelpunkt in München hat, im Viertelfinale. Erstmals wieder seit 2017 war er in die Runde der besten acht eingezogen.

Doch damit nicht genug. Im Viertelfinale musste der Italiener Thomas Fabbiano mit 6:4, 2:6 und 6:4 und im Halbfinale der Portugiese Joao Sousa mit 3:6, 6:1 und 6:2 dran glauben. Erst im Endspiel wurde Stebes Siegeszug gestoppt. Er unterlag dem Spanier Albert Ramos-Viñolas mit 3:6 und 2:6. „Um ehrlich zu sein, es ist surreal. Ich bin hier eigentlich angetreten, um zu versuchen, ein Match zu gewinnen. Ich hätte niemals gedacht, dass ich so weit komme – vor allem nicht in der Höhenluft“, erklärt der 28-Jährige gegenüber „ATPTour.com“. Das Finale war aber auch das dritte Spiel innerhalb von 30 Stunden für den Enzweihinger. Denn seine Viertelfinalpartie gegen Fabbiano wurde aufgrund von Wetterkapriolen von Freitag auf Samstagvormittag verlegt. Gerade einmal rund zwei Stunden nach dem verwandelten Matchball gegen den Italiener stand Stebe dann im Halbfinale gegen Sousa schon wieder auf dem Platz.

Der Finalsieg für Stebe hätte der Woche des Enzweihingers in der Schweiz das i-Tüpfelchen aufgesetzt. Vor seinem Erfolg in der ersten Hauptrunde in Gstaad war der Enzweihinger, der vor zwei Jahren 62 Siege auf der ATP-Tour und bei Challenger-Turnieren eingefahren hatte, ausgebremst worden von drei Handgelenksoperationen und 20 Monate ohne Einzelsieg auf der Tour geblieben.

Seine gute Form hat sich der Enzweihinger bis in den Herbst bewahrt. Bei den Stockholm Open kämpfte er sich erst durch die Qualifikation ins Hauptfeld und dann bis ins Viertelfinale. In der ersten Runde des ATP-250-Turniers in der schwedischen Hauptstadt schlug er den Kanadier Brayden Schnur mit 6:2, 3:6 und 6:1 geschlagen. Im Achtelfinale beendete Stebe die Erfolgsserie von elf Siegen in Folge des Schwedens Mikael Ymer. Erst eine Woche zuvor hatte der Lokalmatador beim ATP-Challenger-Turnier in Mouilleron le Captif, bei dem Stebe im Achtelfinale ausgeschieden war, seinen zweiten Titel in Folge, den insgesamt vierten in diesem Jahr, geholt. In der Runde der besten acht wirkte Stebe in Stpckholm dann aber müde. Nach gerade einmal einer guten Dreiviertelstunde musste er sich dem Kanadier Denis Shapovalov mit 0:6 und 3:6 geschlagen geben. Michael Nachreiner

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 15. bis zum 29. Februar mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher sind vorgestellt: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Triathlet Thomas Fritsch, die Fußballer der SGM Roßwag/Mühlhausen und die Handballerin Ann Kynast.

Hier geht es zur Abstimmung.

Weiterlesen
Athleten dürfen sich auf Briefe freuen

Athleten dürfen sich auf Briefe freuen

Drucken Vaihingen (red). Eigentlich sollten der 18. und 19. März mit einem Fest-Doppelakt aufwarten: Am Donnerstag wollte die Stadt Vaihingen an der Enz 65 jugendliche Sportlerinnen und Sportler sowie neun Trainerinnen und Trainer ehren, am Freitag 63 Erwachsene... »