Sprung zu Juniorinnen geschafft

Erstellt: 13. Februar 2019
Sprung zu Juniorinnen geschafft Die Latte kann für Tamara Schaßberger nicht hoch genug liegen. Foto: Archiv/Görlitz

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute die Stabhochspringerin Tamara Schaßberger.

Tamara Schaßberger (VfL Sindelfingen) hat sich im Wettkampfjahr 2018 rar gemacht. Die damals 19-Jährige sprang gerade einmal zwei Wettbewerbe. Doch die Saisonplanung war erfolgreich: Wettkampfhärte antesten beim internationalen Soundtrack-Meeting in Tübingen, dann schon der Höhepunkt des Jahres, die deutschen U-23-Meisterschaften in Heilbronn. Im Unterland gelang der Ensingerin endgültig der Schritt zu den Juniorinnen. Die gleichaltrige und jüngrere Konkurrenz hatte Schaßberger im Griff, zumal Stina Seidler (SV Werder Bremen), mehrmals in den vergangenen Jahren die schärfte Konkurrentin von Schaßberger, bereits bei ihrer Einstiegshöhe aufgab. Ziehen lassen musste die Ensingerin nur die jeweils zwei Jahre älteren Jacqueline Otchere (MTG Mannheim), die sich mit 4,45 Metern den Titel sicherte, sowie Ria Möllers (TSV Bayer Leverkusen) mit 4,25 Metern.

Schaßberger war bei Temperaturen über 30 Grad Celsius und windigen Verhältnissen wieder etwas konservativer als schon in der Vergangenheit bei 3,60 Metern eingestiegen. Mit den Umständen kam sie aber ganz gut zurecht. Sowohl die 3,60 Meter als auch ihre zweite Höhe von 3,80 Metern meisterte die 19-Jährige mit Bravour jeweils im ersten Versuch. Das gab Selbstvertrauen. Und da die anderen Konkurrentinnen bei 3,80 Metern schon mindestens einen Fehlversuch zu Buche stehen hatten, entschied sich die Ensingerin, die nächste Höhe von 3,90 Metern auszulassen. Es war keine schlechte Entscheidung. Denn auch die 4,00 Meter übersprang die 19-Jährige ohne Probleme. Zu diesem Zeitpunkt lag sie sogar in Führung. Die einzige andere Athletin, die ebenfalls 4,00 Meter übersprungen hatte, war Luzia Herzig (TV Engen). Schaßbergers Konkurrentin hatte aber bereits zwei Fehlversuche auf dem Konto – ein Mal bei der Einstiegshöhe von 3,60 Metern und ein Mal bei 3,90 Metern. Die 4,05 Meter waren an diesem Tag für Schaßberger eine Nummer zu hoch. Den ersten Sprung brach sie ab. In zweiten Versuch riss sie die Stange ganz knapp mit dem Oberkörper. Und beim dritten Mal lief sie durch, ohne den Stab in den Sprungkasten einzustechen. Herzig hatte mit 4,05 Meter aber sogar noch mehr Probleme.

Schon beim Saisondebüt nur zwei Wochen vor der DM meisterte Schaßberger 4,00 Meter, nachdem sie im Frühjahr wieder durch Verletzungen und Erkrankungen zurückgeworfen war. Mit jeweils im ersten Versuch übersprungenen 3,60 Metern, 3,80 Metern und 4,00 Metern führte sie zwischenzeitlich den gemischten Wettbewerb sogar an, da alle Konkurrenten mindestens einen Fehlversuch auf dem Konto hatten. Doch nachdem die Ensingerin die 4,10 Meter drei Mal gerissen hatte, zogen die Männer davon. sie wurde aber beste Frau im Feld hinter Luca Jakob (TSV Dagersheim), Ruben Fraidel (LG Staufen) und Heiko Hinneberg (SSV Ulm). Michael Nachreiner

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 23. Februar bis zum 16. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher vorgestellt sind: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die Volleyballer der VSG Gündelbach, die Hip-Hop-Tänzerin Janina Weiser, der Tennisspieler Sascha Wennagel und die U-18-Faustballer des TV Vaihingen.

Hier geht es zur Abstimmung.

Weiterlesen
Vaihinger Junioren gewinnen zwei Mal DM-Silber

Vaihinger Junioren gewinnen zwei Mal DM-Silber

Drucken Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute die U-18-Faustballer des TV Vaihingen. Als... »