Schnell, intelligent und stark

Erstellt: 14. Februar 2019
Schnell, intelligent und stark André Henschel (rechts) hat 2018 einen riesigen Schritt in seiner Entwicklung gemacht. Der Karateka aus Eberdingen sicherte sich den Kumite-Titel bei den Junioren bis 55 Kilogramm. Foto: privat

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute der Karateka André Henschel.

„André hat sich riesig entwickelt. Er ist so schnell, kämpft richtig intelligent und ist mental stark“, schwärmt Désirée Gode-Elchlepp, Trainerin beim Goju-Ryu-Karateverein Maulbronn. Ihr Schützling, André Henschel, sicherte sich gerade den deutschen Kumite-Meistertitel bei den Junioren (U 18) bis 55 Kilogramm. Es war der vorläufige Höhepunkt einer noch jungen Laufbahn. Im Jahr 2018 sicherte sich der Karateka aus Eberdingen auch den Titel bei den baden-württembergischen Meisterschaften, gewann den Krokoyama-Cup in Koblenz und wurde Dritter beim Champions-Cup in Österreich.

Besonders brisant ging es beim DM-Finale zu. Beide Kontrahenten, Henschel und Lukas Thomas (MTV Ludwigsburg), hatten mit dem jeweils anderen noch eine Rechnung offen. Einerseits hatte der Eberdinger den Ludwigsburger bei den baden-württembergischen Meisterschaften mit 8:0 von der Matte gefegt. Das wollte der Deutsche Meister von 2016 so nicht auf sich sitzen lassen. Andererseits war es Thomas gewesen, der Henschel bei seinem Titelgewinn 2016 um den Finaleinzug gebracht hatte. Der Eberdinger war vor zwei Jahren Dritter geworden. Dementsprechend gingen beide Karateka von Anfang an voll auf Angriff. Henschel gelang es dabei schnell, sich eine 3:0-Führung zu erarbeiten. Thomas gab aber nicht klein bei. Der Kampf wurde zunehmend härter. Es wurden mehrere Verwarnungen wegen übertriebener Härte ausgesprochen. Letztlich setzte sich Henschel knapp mit 6:5 durch.

Auf dem Weg ins Finale hatte sich der Eberdinger gegen Felice Alessio (Shotokan-Karate Saarwellingen) mit 4:0, gegen Noah Dudek (Buschido Waltershausen) mit 3:0 und gegen Michael Schille (Budokan Bochum) mit 2:0 durchgesetzt. Gegen Tim Graefe (Sport- und Karateschule Staßfurt) ging es dann bereits um den Einzug ins Finale. Keiner der beiden Kontrahenten wollte angreifen, was zur Folge hatte, dass beide mehrfach wegen Untätigkeit verwarnt wurden. Henschel änderte letztlich als Erster seine Taktik. Sein Angriff wurde gleich belohnt. Er setzte einen Treffer zum 1:0. Es sollte der einzige Punkt in diesem Duell bleiben. Michael Nachreiner

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 23. Februar bis zum 16. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher vorgestellt sind: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die Volleyballer der VSG Gündelbach, die Hip-Hop-Tänzerin Janina Weiser, der Tennisspieler Sascha Wennagel, die U-18-Faustballer des TV Vaihingen und die Stabhochspringerin Tamara Schaßberger.

Hier geht es zur Abstimmung.

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