Nach 27 Jahren endlich wieder Stadtpokalsieger

Erstellt: 14. Februar 2020
Nach 27 Jahren endlich wieder Stadtpokalsieger Die Fußballer des TSV Ensingen bejubeln den ersten Turniersieg beim Vaihinger Stadtpokal seit 27 Jahren. Foto: Leitner

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 19. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute: die Fußballer des TSV Ensingen.

In der Fußball-Kreisliga B 7 ist der TSV Ensingen seit Jahren eine feste Größe. Zum ganz großen Wurf hat es noch nicht gereicht. Im Juni 2019 hatten die Ensinger drei Punkte weniger als Aufstiegsrelegationsteilnehmer FV Markgröningen, die Mannschaft von Trainer Siegfried Blum wurde Fünfter der Abschlusstabelle. Doch war die Saison schon gut, so folgte die Krönung wenige Wochen später beim Stadtpokal der Vaihinger Fußballmannschaften. „Wir haben schon eine gute Saison gespielt. Aber so wie wir beim Stadtpokal aufgetreten sind, was für eine Einstellung wir gezeigt haben – ich bin begeistert“, sagte der Übungsleiter, als sein Team gerade eben den Stadtpokal gewonnen hatte.

27 Jahre war es her gewesen, dass ein Ensinger bei der Siegerehrung die Trophäe hatte in den Himmel recken dürfen. Beim Turnier in Gündelbach war es wieder soweit. Dabei schien das Kräftemessen der Fußballer aus dem Stadtgebiet zunächst unter keinem guten Stern zu stehen. Im Frühjahr wurde noch gerätselt, wer überhaupt Ausrichter des Turniers sein sollte. Und als der FC Gündelbach Gruppeneinteilung und Spielplan fertig hatte, meldete der TSV Aurich sein Team vom Spielbetrieb ab und machte eine Neuauslosung erforderlich.

Von all diesen organisatorischen Problemen völlig unbeeindruckt, spielten die Ensinger einfach Fußball. Und das mit maximalem Erfolg. Denn in der Gruppenphase reichten ein 1:1-Unentschieden gegen B-7-Meister SGM Roßwag/Mühlhausen und ein 2:1-Erfolg gegen den TSV Enzweihingen zum Weiterkommen als Gruppenzweiter, nachdem Ensingen gegen Riet eine 1:2-Niederlage kassiert hatte. Im Halbfinale räumte der TSV den bis dato ungeschlagenen Ersten der anderen Gruppe aus dem Weg, als ihm ein 2:0-Erfolg gegen den SV Horrheim gelang. Blum sagte zur Einordnung: „Wir sind spielerisch nicht das beste Team bei diesem Turnier gewesen. Aber wir waren eine Mannschaft.“

Im Endspiel traf Ensingen auf den TSV Kleinglattbach, der bis zu seiner Ablösung im Jahr 2018 ein Abonnement auf den Stadtpokalsieg zu haben schien – von 2012 bis 2017 gelang es keinem anderen Team, die Serie zu durchbrechen. Auch beim Turnier in Gündelbach waren die Kleinglattbacher wieder ganz vorne mit dabei. Doch sie gerieten schon früh in Rückstand. Nach einem Foul an Dominik Urbani im gegnerischen Strafraum legte sich Jens Fischer den Ball zurecht. Der Kapitän verwandelte sicher. Und weil der verwandelte Foulelfmeter trotz mehrerer Gelegenheiten hüben wie drüben der einzige Treffer in regulärer Spielzeit blieb, durfte Fischer bei der Siegerehrung den so lange ersehnten Pokal in Empfang nehmen und dann unter dem Jubel seiner Mannschaftskameraden in den Himmel recken. Für den TSV Ensingen war es die Krönung einer Saison, in der er auch in den Punktspielen bis zuletzt starke Leistungen gezeigt hatte. Ralph Küppers

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 15. bis zum 29. Februar mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher sind vorgestellt: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Triathlet Thomas Fritsch, die Fußballer der SGM Roßwag/Mühlhausen, die Handballerin Ann Kynast, der Tennisspieler Cedrik-Marcel Stebe, die Tischtennisspieler des TSV Großglattbach, die Tennisspielerin Petra Dobusch, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die U-14-Faustballerinnen des TV Vaihingen, die Leichtathletin Anja Tognotti, der Badmintonspieler Matthias Kroll, die U-20-Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim, die Karateka Lena Mayer und der Faustballer Johannes Jungclaussen.

Hier geht es zur Abstimmung.

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