Goldene Generation krönt sich selbst

Erstellt: 11. Februar 2020
Goldene Generation krönt sich selbst Haben mit einem Titel ihre Jugendzeit gekrönt: Die U-20-Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim mit (hinten von links) Trainer Michael Nachreiner, Josua Schmiegel, Florian Staudenmaier, Manuel Wegmann, Dirk Joachim, Emir Misiroglu und Mirko Herr sowie (vorne von links) Lennard Schurr, Tom Wagner, Friedrich Toberer, Stefan Häcker und Eric Stelse. Foto: privat

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 19. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute: die U-20-Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim.

Der Jahrgang 1999 – mal mit den 1998ers, mal mit den 2000ern – gilt als so etwas wie die goldene Generation bei der BSG Vaihingen/Sachsenheim. Seit der U 10 spielten die Nachwuchsbasketballer praktisch jede Saison in der höchsten Spielklasse in Württemberg, der Oberliga. Und das mit Erfolg – in vielen Spielzeiten qualifizierten sie sich für das Final Four genannte Finalturnier, in dem der Meister ausgespielt wurde. Doch ein Titel blieb ihnen verwehrt. Bis zur letzten Runde der 1999er in den Jugendklassen. In der U-20-Landesliga sicherten sich Josua Schmiegel, Florian Staudenmaier, Lennard Schurr, Manuel Wegmann, Leonard Hellwig und Mirko Herr zusammen mit Tom Wagner, Stefan Häcker, Emir Misiroglu, Dirk Joachim, Eric Stelse und Friedrich Toberer zunächst den Titel in der regulären Saison und dann auch die Meisterschaft im Final Four. Im Endspiel besiegten sie die Skizunft Kornwestheim mit 64:53. Matchwinner war dabei aber der Jüngste im Team. Der damals gerade einmal 15 Jahre alte Friedrich Toberer gab der BSG mit seiner Energie zu Beginn des letzten Viertels den entscheidenden Push, nachdem die Vaihinger und Sachsenheimer etwas den Faden verloren hatten. „MVP, MVP, MVP“, die Abkürzung für den Titel „wertvollster Spieler“, hallte durch die Halle des Lichtenstern-Gymnasiums.

Der Titelgewinn war der krönende Abschluss einer fast perfekten Saison. Lediglich ein Mal mussten sich die Vaihinger und Sachsenheimer in der regulären Saison geschlagen geben. Beim ärgsten Konkurrenten Skizunft Kornwestheim musste sich die BSG, die zum Auswärtsspiel aufgrund von Verletzungen nur zu fünft angetreten ist, mit 56:82. Alle anderen Partien gewannen die Vaihinger und Sachsenheimer angeführt von Herr (22,6 Punkte Pro Partie), Schurr (18,6), Staudenmaier (18,3) sowie Schmiegel (16,6) – souverän. Auch der TSV Schwaikheim stellte im Halbfinale des Final Four keinen Stolperstein dar – 89:48. Erst gegen die Kornwestheimer musste die BSG im Endspiel bis zum Schluss kämpfen. Nach einer souveränen Führung verlor die Truppe von Trainer Nachreiner nach dem Seitenwechsel etwas den Faden. Die Kornwestheimer kamen auf und verkürzten Punkt um Punkt. Doch Toberer setzte den Skizunft-Pointguard zu Beginn des vierten Viertels so unter Druck, so dass die Gäste ihrerseits einige schlechte Entscheidungen trafen und die BSG sich wieder absetzte. Diesen Vorsprung ließ sie sich nicht mehr nehmen. Ralph Küppers

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 15. bis zum 29. Februar mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher sind vorgestellt: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Triathlet Thomas Fritsch, die Fußballer der SGM Roßwag/Mühlhausen, die Handballerin Ann Kynast, der Tennisspieler Cedrik-Marcel Stebe, die Tischtennisspieler des TSV Großglattbach, die Tennisspielerin Petra Dobusch, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die U-14-Faustballerinnen des TV Vaihingen, die Leichtathletin Anja Tognotti und der Badmintonspieler Matthias Kroll.

Hier geht es zur Abstimmung.

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