Gold ist für die Vereinsweltmeister reserviert

206 Nachwuchssportler für ihre Leistungen im Jahr 2018 geehrt – Heute ist Spatenstich für die lange angekündigte Sporthalle

Von Ralph Küppers Erstellt: 29. März 2019
Gold ist für die Vereinsweltmeister reserviert Strahlende Gesichter zuhauf gibt es bei der Vaihinger Sportlerehrung, nachdem alle erfolgreichen Nachwuchsathleten mit den entsprechenden Medaillen und Urkunden ausgezeichnet sind. Fotos: Küppers

Bei der Jugend-Sportlerehrung würdigt die Stadt Vaihingen besondere Leistungen im vergangenen Jahr. „Für ganz herausragende Leistungen gibt es die Goldmedaille“, sagt Oberbürgermeister Gerd Maisch. Die überreichte er gestern Abend an Indiacaspieler des TSV Enzweihingen, die im Sommer mit ihren Teams den World-Cup, die Vereinsweltmeisterschaft, gewonnen hatten.

Vaihingen. Der erste Teil der Sportlerehrung – heute folgen die Erwachsenen – hat gestern den Nachwuchsathleten gegolten. 206 junge, aber sehr erfolgreiche Sportler waren von ihren Vereinen gemeldet worden. Entsprechend viele Hände hatte OB Gerd Maisch in der voll besetzten Stadthalle zu schütteln. Als er die World-Cup-Sieger der Enzweihinger Indiacamannschaften besonders heraushob und sich mit ihnen über die Atmosphäre bei so einem internationalen Wettbewerb unterhielt, gab es allerlei zu erfahren. Zum Beispiel, dass kurz vorm Endspiel zwar alle Teilnehmer total aufgeregt sind, dass sich das Training dafür aber doch eher auf ein erträgliches Maß beschränkt. „Wir haben auch mal an einem Samstag trainiert“, ließen die Meister nach kurzem Zögern verlauten. Und Fabian Bräuninger ergänzte: „Anders ist bei so einem Wettbewerb auch, dass die Wettkampf-Indiaca natürlich neu sind. Nicht wie die alten, verbrauchten im Verein.“ Das entlockte Maisch die spontane Zusage: „Ich spende ein paar.“

Was die Sportmöglichkeiten in der Stadt Vaihingen angeht, hatte der Oberbürgermeister gestern ohnehin gute Neuigkeiten zu verkünden: „Ich habe schon seit Jahren davon gesprochen, aber jetzt wird es endlich wahr – an diesem Freitag ist um 14 Uhr der Baubeginn für die neue Sporthalle neben dem FAG. Und 2020 beim Einweihungsfest werde ich sicher wieder viele von euch sehen.“

Die Vielfalt der Sportarten, deren erfolgreichste Vertreter gestern Abend mit Urkunden und Medaillen ausgezeichnet wurden, war groß. Da gab es ganze Meisterteams, die insbesondere beim Hockey auch in voller Mannschaftsstärke zur Ehrung antraten. Aber es gab auch Einzelsportler wie Tennisspielerin Leni Faeseler. Sie ist dafür bekannt, dass sie im Gegensatz zu einigen Altersgenossinnen am liebsten schon aufs große Feld spielt. „Da kann man gut lang spielen, auch in die Ecken“, sagte sie zur Begründung. Luca Merita, der im Rasenkraftsport und in der Leichtathletik gleichermaßen aktiv ist, erklärte die Unterschiede zwischen Steinstoßen und Hammerwerfen. Und er sagte auch, warum er mittlerweile auch seine Liebe zum Stabhochsprung entdeckt hat: „Wenn ich groß bin, will ich mal in den Zehnkampf gehen. Da ist es halt eine der Disziplinen.“ Heiko Deichmann von der Stadtverwaltung und VKZ-Sportredakteur Michael Nachreiner übernahmen es, den Kindern ein paar Aussagen über ihren Sport zu entlocken, während Maisch die Ehrungen vornahm.

Gestern wurden allein fünf Tanzgruppen ausgezeichnet. Vier Formationen der Dance Company waren im Videoclipdancing überregional erfolgreich gewesen, außerdem von Dance Like Crazy das Team Unverbesserlich im Hip-Hop. Stellvertretend für sie alle sagten die Mädchen der Gruppe Fame: „Nervös bleibt man immer. Es ist jedes Mal ein neues Publikum, und es sind neue Choreos.“ Da können die Tänzerinnen noch so viel Erfahrung bei Meisterschaften haben.

Eine Besonderheit gilt bei den Faustballern des TV Vaihingen. Wer es bei einer deutschen Meisterschaft aufs Siegertreppchen geschafft hat, darf die Medaille eine Woche lang nicht ablegen. Weil sich das rumgesprochen hat, machte Deichmann gestern gleich den Test. Er fragte die U-14-Faustballerinnen des TVV, die am Sonntag Dritter bei der DM geworden waren, ob sie auch alle ihre Trophäen dabei hätten. Sofort wurden sie unter den Pullis hervorgenestelt, so dass die Mädchen kurzzeitig mit zwei Medaillen behängt waren.

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