Geht es um den Sieg, kommt man an TVS nicht vorbei

Erstellt: 2. Februar 2018
Geht es um den Sieg, kommt man an TVS nicht vorbei Jasmin Geske, Rebecca Grimml, Sabrina Götz und Julia Weh (von links) haben auf dem Weg zum Deutschen Turnfest die Konkurrenz in Grund und Boden geturnt. Foto: Simecek

Die Leser der VKZ wählen schon zum 17. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute die Wettkampfgymnastikmannschaft des TV Sersheim.

Es sollte nicht sein. Ausgerechnet beim Saisonhöhepunkt, dem Deutschland Cup Kür Gruppe im Rahmen des Deutschen Turnfests in Berlin, versagten die Nerven. Die Wettkampfgymnastikmannschaft des TV Sersheim mit Julia Weh, Rebecca Grimml, Jasmin Geske und Sabrina Götz leistete sich in beiden Durchgängen jeweils Handgerätverluste. Dennoch wurden die Sersheimerinnen als Zwölfte das beste Team aus dem Schwäbischen Turner-Bund (STB). Insgesamt waren 25 Gruppen am Start.

Wie gut sie wirklich sind, haben sie beim Regio-Cup Süd bewiesen, als es um die Tickets für Berlin gegangen ist. In beiden Durchgängen zeigten Weh, Grimml, Geske und Götz, unterstützt durch Meike Abel, Bestleistung. Auf 16,25 Punkte, die nach Durchgang eins schon 1,1 Zähler Vorsprung brachten, folgten 18,3 Punkte bei der zweiten Übung, was gleichzeitig Tageshöchstwertung war. Damit distanzierten die Sersheimerinnen den TV Truchtelfingen deutlich, der sich ebenfalls für Berlin qualifizierte. Der Konkurrent kam gerade einmal auf 17,75 Zähler. Dem Gruppenwettkampf liegen die Pflichtelemente der K 8 zu Grunde. Es wird eine Übung gefordert, die aber in zwei Durchgängen geturnt wird. Die Ergebnisse werden addiert. Alle Pflichtteile müssen gleichzeitig von allen drei bis sechs Gymnastinnen der Gruppe gezeigt werden. Im ersten und zweiten Durchgang muss die Teilnehmerzahl identisch sein.

Ihre Ausnahmestellung im STB haben Weh, Geske, Grimml und Götz auch bei den Wettkämpfen der Landesliga der Gym-Gruppen gezeigt. Schon im ersten Wettkampf in Graben hatten sich die Sersheimerinnen deutlich gegen den TSV Schmiden und den MTV Stuttgart durchgesetzt. 31,566 Punkte standen am Ende 29,866 und 29,333 Zählern gegenüber.

Und auch beim Heimwettkampf zeigte die TVS-Gruppe keine Nerven. Im ersten Durchgang legten sie Tagesbestwerte vor. 8,53 Punkte in der A-Note erreichte sonst niemand. Auch die 8,30 in der B-Note blieben unerreicht – und sogar die einzige B-Wertung über acht. Im zweiten Durchgang hätte deshalb eine solide Darbietung gereicht, doch mit 8,27 (A) und 7,60 (B) erreichten Geske, Weh, Götz und Grimml auch den Bestwert des zweiten Durchgangs und holten sich damit mit drei Tabellenpunkten und fast fünf Wertungspunkten Vorsprung den Titel.

Doch auch, wenn das Quartett gesprengt wird, sind die Sersheimerinnen kaum zu schlagen – wie beim Gym-Mix-Wettbewerb in Luwigsburg Ende des Jahres, dem letzten STB-Gymnastikwettkampf mit den alten Pflichtübungen. Grimml und Jasmin Müller setzten sich mit 44,900 Punkten vor Geske und Weh mit 44,650 Zählern an der Spitze souverän ab. Michael Nachreiner

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 10. Februar bis zum 4. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher wurden vorgestellt: Stabhochspringerin Tamara Schaßberger, Tennisspieler Cedrik-Marcel Stebe, die A-Junioren-Fußballer des SV Illingen, Tennisspielerin Petra Dobusch, Boxer Drilon Rama, die Tennis-Männer 75 des TV Vaihingen, die Karateka Lena Mayer und der Triathlet Julius Klein.

Hier geht es zur Abstimmung.

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