Durchmarsch ab dem ersten Spieltag

Erstellt: 4. Februar 2020
Durchmarsch ab dem ersten Spieltag Überragende Bilanz: Timo Krauth gewann 29 von 31 Einzeln und alle 16 Doppel. Foto: Leitner

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 19. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute: die Tischtennisspieler des TSV Großglattbach.

Für die Tischtennisspieler des TSV Großglattbach ist die Saison 2018/2019 perfekt gelaufen. In der Bezirksklasse Gruppe 4 holte die Mannschaft nur in einer einzigen Begegnung keinen Sieg – das Hinspiel gegen die TTR Diefenbach endete mit einem 8:8-Unentschieden. Im Rückspiel gegen den späteren Tabellendritten machten sich die Großglattbacher durch einen 9:7-Sieg vorzeitig zum Meister.

Die Diefenbacher hatten bis dahin noch eine Minimalchance auf den Titel gehabt. Doch dass der ungeschlagene Tabellenführer aus Großglattbach ausgerechnet in den letzten zwei Spielen gegen den Sechsten und Siebten gepatzt hätte, wäre ohnedies sehr unwahrscheinlich gewesen. Doch warum war der TSV Großglattbach in der Bezirksklasse so dominant, nachdem er ein Jahr zuvor mit nur drei Siegen als Schlusslicht der Bezirksliga Gruppe 2 abgestiegen war? Mit der Erfahrung aus Jahren als Fahrstuhlmannschaft gingen die Spieler um Mannschaftsführer Michael Grimmeisen von Anfang an gewarnt ins Rennen. Sie erwarteten durchweg starke Konkurrenz, die sie aber mit der richtigen Einstellung zuverlässig in Schach hielten. „Wir wussten, dass Platz eins bis drei durchaus drin ist, wenn alles gut geht“, war Grimmeisen klar. Und dann sollte es nicht an den Großglattbachern selbst liegen, wenn weniger daraus geworden wäre. Dass sie die Liga vom ersten Spieltag an dominierten – der TSV startete mit einem 9:5-Erfolg gegen den späteren Vizemeister TV Enzberg in die Saison – war allerdings ein ungewohntes Gefühl. „Es war ein guter Start. Anders als die letzten sieben Jahre“, erinnert sich Grimmeisen. Und nicht nur die Saison begann gut für den TSV Großglattbach. Das Team ging auch in den meisten Begegnungen schnell in Führung, weil es in den Doppeln zuverlässig punktete und dann den frühen Vorsprung ins Ziel brachte. „Unsere Gegner standen oft von Anfang an unter Druck“, berichtet der Mannschaftsführer.

Dieser Druck kam nicht von ungefähr. Die Großglattbacher Tischtennisspieler haben in dieser Meistersaison auch einiges investiert, um den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga zu schaffen. Die konstante Trainingsbeteiligung war für Grimmeisen der Schlüssel zum Erfolg. So steigerten sich die Akteure nicht nur gegenüber früheren Spielzeiten, sondern auch im Vergleich von der Hin- zur Rückrunde. Und nicht zuletzt die Konstanz im Spiel von Timo Krauth. Er kam in allen 16 Saisonspielen zum Einsatz und gewann 29 seiner 31 Einzel. „Außerdem haben wir im Doppel endlich die Konstellationen gefunden, die passen“, freut sich Grimmeisen. „Mittlerweile sind die Paare eingespielt.“ Krauth hatte auch da die Nase ganz vorne. Zusammen mit seinem Doppelpartner Harald Klingel kam er auf die makellose Bilanz von 11:0 Siegen. Aber auch in den fünf Doppeln, die Krauth im Lauf der Saison mit anderen Partnern spielte, gingen die Punkte zuverlässig auf das Konto des TSV Großglattbach. Ralph Küppers

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 15. bis zum 29. Februar mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher sind vorgestellt: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Triathlet Thomas Fritsch, die Fußballer der SGM Roßwag/Mühlhausen, die Handballerin Ann Kynast und der Tennisspieler Cedrik-Marcel Stebe.

Hier geht es zur Abstimmung.

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