Dominant, dominanter, SV Riet

Erstellt: 15. Februar 2019
Dominant, dominanter, SV Riet Ausgelassene Stimmung bei den Fußballern des SV Riet nach dem Ende der Saison. Die Elf aus dem Strudelbachtal wurde überlegen Meister der Kreisliga A 3. Foto: privat

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute die Fußballer des SV Riet.

Die Serie des SV Riet war fast schon unheimlich. 13 der ersten 13 Saisonspiele hat die Mannschaft um die Spielertrainer Sinan Yilmaz und Pasquale Arena in der Saison 2017/2018 in der Fußball-Kreisliga A 3 gewonnen. Beinahe wäre ihr sogar ein Homerun geglückt – ohne Punktverlust durch die Hinrunde. Doch in der 14. Partie hat es die Rieter erwischt – 2:4 beim TSV Kleinglattbach. Bis zum Ende der Saison sollten nur noch zwei weitere Niederlagen dazukommen – jeweils 0:2 zu Hause gegen Kleinglattbach und den TSV Enzweihingen. Bereits Ende April stand der Titelgewinn fest. Teilweise hatte der SVR die Tabelle mit mehr als 20 Zählern Vorsprung angeführt. In der Abschlusstabelle hatte die Mannschaft aus dem Strudelbachtal immer noch satte 17 Punkte Vorsprung auf Relegationsteilnehmer Kleinglattbach.

Dass der SVR in der Fußball-A-Liga oben mitspielen kann, nachdem die Rieter im Vorjahr den Sprung in die Bezirksliga im entscheidenden Relegationsspiel knapp verpasst hatten, war jedem in der Mannschaft und in deren Umfeld klar. „Dass sich die Gegner aber gegenseitig die Punkte wegnehmen und wir durchmarschieren, das war nicht zu erwarten. Wir haben uns allerdings auch überhaupt keine Schwächephase geleistet“, erklärt Yilmaz.

Den Grundstein für den überlegenen Titelgewinn in dieser Runde legten die Rieter aber bereits in der Saison 2016/2017. „Wir haben im letzten Jahr zu Beginn der Spielzeit viele Punkte liegen gelassen, dann viel investiert, um uns zurückzukämpfen, und sind doch in der Relegation knapp gescheitert“, erzählt der SVR-Spielertrainer. „Doch gerade die Relegation war eine Lehre für uns. Jeder hat gemerkt, dass er noch einmal ein bisschen mehr machen muss.“

Und die Rieter Fußballer haben mehr gemacht. Von Anfang an. „In der Vorbereitung gab es Phasen, in denen die Spieler in den Einheiten kaum den Ball gesehen haben“, erklärt der SVR-Spielertrainer. „Dennoch haben alle mitgezogen“ – und sich ein Gerüst angeeignet, das sie konstant in jeder Begegnung abrufen konnten: Kampfgeist, Einsatzwille und Laufbereitschaft. Das in Kombination mit der spielerischen Klasse machte die Rieter nahezu unschlagbar.

Dazu kamen unter anderem mit Michael Engelhardt, Samuel Grözinger und Hakan Atalay genau die richtigen Bausteine, die dem im Vorjahr schon erfolgreichen SVR noch gefehlt hatten. „Wir hatten beispielsweise keinen Stürmer, der einen Gegner im Eins-gegen-eins nass machen kann. Den haben wir mit Hakan hinzubekommen“, berichtet Yilmaz. Und Atalay zahlte die Vorschusslorbeeren zurück. Mit 26 Treffern war er einer der erfolgreichsten Torjäger der Liga. Und das, obwohl er oftmals gleich mehrere Verteidiger auf sich zog. Der größte Nutznießer davon war Yilmaz selbst. Der Spielertrainer, obwohl in der Jugend eher als defensiver Mittelfeldspieler und Verteidiger ausgebildet, avancierte mit 28 Treffern und 22 Assists zum besten Offensivspieler der Rieter. „Doch nicht nur ich, sondern auch Sandro und Maurizio Aprigliano sowie Nikola Ristomanov bekamen durch Hakan mehr Freiräume“, berichtet der Übungsleiter. Fast dreieinhalb Tore pro Partie erzielten die Rieter. Nur der TSV Phönix Lomersheim stellte eine noch effektivere Offensive.

Und die Defensive stand durch Samuel Grözinger und Michael Engelhardt noch einmal einen Tick stabiler. Statt 41 Gegentoren in 28 Spielen in der Spielzeit 2016/2017 kassierte der SVR in der Meistersaison nur noch 36 Treffer in 30 Partien. „Mit Samuel und Michael hatten wir mehr gelernte Abwehrspieler in unseren Reihen“, erklärt Yilmaz. Michael Nachreiner

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 23. Februar bis zum 16. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher vorgestellt sind: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die Volleyballer der VSG Gündelbach, die Hip-Hop-Tänzerin Janina Weiser, der Tennisspieler Sascha Wennagel, die U-18-Faustballer des TV Vaihingen, die Stabhochspringerin Tamara Schaßberger und der Karateka André Henschel.

Hier geht es zur Abstimmung.

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