Dobusch holt nach zehn Jahren erneut DM-Titel

Erstellt: 5. Februar 2020
Dobusch holt nach zehn Jahren erneut DM-Titel Zehn Jahre nach dem Titelgewinn bei den Frauen 40 ist Petra Dobusch erneut Deutsche Meisterin, dieses Mal aber bei den Frauen 50. Foto: Baumann

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 19. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute: die Tennisspielerin Petra Dobusch.

Vier Partien in fünf Tagen – dann war Petra Dobusch Deutsche Meisterin im Tennis der Frauen 50. Die Freudentalerin hat sich bei den Hallentitelkämpfen in Essen eindrucksvoll durchgesetzt. Dobusch spielt für den TC Doggenburg Stuttgart, ist aber beim TV Vaihingen schon seit vielen Jahren als Trainerin aktiv. Und sie hat die geballten Spiele bei der DM gut weggesteckt. „Ich fühle mich trotz allem relativ gut dafür, dass ich an einem Turnier teilgenommen habe, bei dem ich so viel gespielt habe“, berichtete sie kurz nach ihrer Rückkehr.

Bei der Hallen-DM war sie an Position drei gesetzt. Doch dann wiederholte sie den Erfolg, den sie zehn Jahre zuvor schon einmal bei den Frauen 40 gefeiert hatte. „Das war schon ein tolles Gefühl. Ich bin überglücklich“, sagte sie im Februar 2019. „Es war kein leichtes Turnier. Ich hatte viele schwere und auch enge Spiele.“ Zu diesen gehörte in allererster Linie das Halbfinale. Gegen Alice Schöpp vom SC Rot-Weiß Remscheid brauchte Dobusch alleine eine Stunde, um den ersten Satz mit 6:4 für sich zu entscheiden. Insgesamt drei Stunden waren nötig, um den Drei-Satz-Erfolg – die nächsten beiden Durchgänge endeten 2:6 und 7:6 aus Dobuschs Sicht – perfekt zu machen. „Im zweiten Satz hatte ich extreme Wirbelsäulenprobleme“, erinnert sich die Freudentalerin. Der Physiotherapeut musste eingreifen. Bis die Partie im Tiebreak entschieden war, brauchte Dobusch drei Matchbälle. Das Finale in Essen war nicht weniger dramatisch. Gegen die topgesetzte Christina Wolf vom TSC Mainz gewann Dobusch ebenfalls in drei Sätzen. Danach sah es zu Beginn allerdings ganz und gar nicht aus. Mit 2:5 startete sie in den ersten Satz, ehe sie auf 5:5 ausglich. Wolf setzte sich aber mit 7:5 durch. Danach besann sich allerdings Dobusch auf ihre Stärken und machte kurzen Prozess – zumindest relativ. 6:3 und 6:1 in den folgenden Sätzen bedeuteten den Titel.

Doch für die passionierte Tennisspielerin sind es nicht nur sportliche Erfolge, die eine DM ausmachen. „Es ist immer eine tolle Atmosphäre auf so einem Turnier, wie ein Familientreffen“, sagt sie. Unter anderem auf Gabriele Kirchner freut sie sich jedes Mal. Ihre frühere Doppelpartnerin, die für den TC Rot-Blau Regensburg spielt, war dieses Mal an Position zwei gesetzt. Im Viertelfinale scheiterte sie an Schöpp, die ihrerseits im Halbfinale von Dobusch geschlagen wurde. Das war beim DM-Sieg von 2009 noch anders – da schlug Dobusch Kirchner im Endspiel persönlich. Das Endergebnis damals: 6:0 und 7:5. Aber später gewannen die beiden wieder gemeinsam – unter anderem die Mannschafts-Weltmeisterschaft 2017 in den USA. Ralph Küppers

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 15. bis zum 29. Februar mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher sind vorgestellt: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Triathlet Thomas Fritsch, die Fußballer der SGM Roßwag/Mühlhausen, die Handballerin Ann Kynast, der Tennisspieler Cedrik-Marcel Stebe und die Tischtennisspieler des TSV Großglattbach.

Hier geht es zur Abstimmung.

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