Die Jüngste im DM-Feld sorgt für Furore

Erstellt: 6. Februar 2019
Die Jüngste im DM-Feld sorgt für Furore Finnja Röhm und der Wallach Whiskey verpassten bei der DM in der Juniorenwertung eine Medaille knapp. Foto: privat

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute die Distanzreiterin Finnja Röhm.

Als jüngste Teilnehmerin auf dem ältesten Pferd hat Finnja Röhm bei der offenen deutschen Meisterschaft im Distanzreiten für Furore gesorgt. Die Ensingerin gewann die nationale Wertung über 122 Kilometer und wurde Vierte bei der Junioren-DM der Jahrgänge 1997 bis 2004. Vor allem der 18 Jahre alte Wallach Whiskey zeigte sich von seiner besten Seite. Bei der tierärztlichen Untersuchung vor dem Wettbewerb war er unbeeindruckt von dem großen Reitstadion, den Lautsprechern und den vielen Zuschauern. Die Ruhe, die er ausstrahlte, färbte auf seine 13 Jahre alte Reiterin ab.

Finnja Röhm tummelte sich immer im vorderen Drittel des Juniorenfelds, das nach der ersten Runde über 31,5 Kilometer noch eng beisammenlag. Nach der Untersuchung im Vetgate und der Pause zogen dann aber Moira al Samarraie auf Olympia de Samarra und Nayla al Samarraie auf Saiide al Samarra etwas an. Die beiden international reitenden Schwestern ritten ein paar Minuten Vorsprung auf Nico Heita auf White Pablo und Finnja Röhm heraus.

Vor der letzten Runde hatten die Al-Samarraie-Schwestern sechs Minuten Vorsprung auf die Ensingerin und diese 1:30 Minuten auf Nico Heita. Am vorletzten Crewpunkt setzte Nico Helta dann alles auf eine Karte und startete einen Angriff. Finnja Röhm wollte lieber sicher ankommen und entschied, das hohe Tempo von Nico Helta von 22,94 Kilometern pro Stunde nicht mitzugehen. Der Lohn war mit 7:02:52 Stunden der vierte Platz der DM-Wertung und der Sieg der nationalen Wertung.

Rund drei Monate später ließ Finnja Röhm auf der neun Jahre alten Stute Saida Hilal auch noch den baden-württembergischen Titel der Junioren über 90 Kilometer folgen. Bereits in der ersten Runde setzte sich die Ensingerin mit zwei weiteren Reitern vom Rest des Feldes ab. In Runde zwei gelang es der 13-Jährigen sogar, sich an die Spitze zu setzen und etwas Abstand zwischen sich und die Konkurrenten zu bringen. Durch die enorm schnelle Regenerationszeit von nur 1:03 Minuten von Saida wurde der Abstand weiter vergrößert. Das Ensinger Gespann lief von da an ein einsames Rennen an der Spitze. Nach 5.06 Stunden waren die beiden im Ziel.

Doch nicht nur im Sattel ist Finnja Röhm erfolgreich. Die Ensingerin hat 2018 auch einige Erfolge mit den Faustballerinnen des TV Vaihingen gefeiert. Mit der U 14 hat es bei der Premiere eines Mädchenteams des TVV bei einer deutschen Meisterschaft fast auf Anhieb zu Edelmetall gereicht. Die Vaihingerinnen kämpften sich bis ins Halbfinale, mussten sich dann aber dem Ahlhorner SV geschlagen geben. Auch im Spiel um Platz drei verlangten sie dem TSV Essel alles ab, zogen aber erneut den Kürzeren.

Den vierten Platz erreichten die U-14-Faustballerinnen dann auch bei der Feld-DM – hier war die Teilnahme ebenfalls eine Premiere. „Am Ende waren alle froh und stolz, dass sie Vierte geworden sind“, berichtet TVV-Trainerin Christina Koch. Doch nach einem um Haaresbreite verlorenen Halbfinale gegen den TSV Essel – die Enzstädterinnen ließen vier Matchbälle ungenutzt – und einem ebenfalls engen Spiel um die Bronzemedaille gegen den TV Brettorf brauchten die Vaihingerinnen ein paar Minuten, ehe sie ihren Erfolg realisiert hatten. Michael Nachreiner

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 23. Februar bis zum 16. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben.

Hier geht es zur Abstimmung.

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