Deutscher Meister und Weltpokalsieger

Erstellt: 13. Februar 2020
Deutscher Meister  und Weltpokalsieger Johannes Jungclaussen aus Aurich schlägt für den TSV Pfungstadt und für die deutsche Junioren-Nationalmannschaft auf. Im Sommer 2019 wurde er unter anderem Weltpokalsieger.   Foto: Spille

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 19. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute: der Faustballer Johannes Jungclaussen.

Faustball zu spielen, hat Johannes Jungclaussen beim TV Vaihingen gelernt – so wie der Rest der Auricher Familie ebenfalls. Doch dann hat es ihn zum TSV Pfungstadt gezogen, mit dem er einen Erfolg nach dem anderen feiert. Deutscher Meister im Feld, Deutscher Meister in der Halle, zuletzt gekrönt durch den Sieg im Weltpokal – da gibt es nicht mehr viel Steigerungspotenzial. Zumindest nicht, was die Titel angeht. An sich selbst arbeitet der 21-Jährige immer, gibt sich in der Beurteilung seiner Leistungen bei Turnieren auch selbstkritisch. Umso mehr lässt aufhorchen, was er im Sommer von sich gab, als Pfungstadt gerade das World Tour Finale in Salzburg gewonnen hat, Jungclaussen mit seinem Team Vereinsweltmeister geworden ist. „Im Finale haben wir auf den Punkt die Topleistung gebracht, die wir gebraucht haben. Ich bin stolz auf mich und die Mannschaft. Es hat viele Nerven gekostet, aber es hat sich alles gelohnt. Der Weltpokal ist der größte Faustball-Titel, den man mit einem Verein gewinnen kann.“ Und es war kein Turnier, das man mal eben im Vorbeigehen gewinnt – auch nicht als TSV Pfungstadt. Die ersten drei Spiele, darunter das gegen den TV Vaihingen, verliefen zwar eher einseitig. Doch dann traf der vielfache Deutsche Meister auf die brasilianische Spitzenmannschaft SG Novo Hamburgo. Sie hatte ein Jahr zuvor die Premiere des neu organisierten World Tour Finales in Vaihingen gewonnen. Für das mit deutschen Nationalspielern gespickte Team aus Hessen war es ein hartes Stück Arbeit – entsprechend groß war danach die Freude über den Sieg.

Während der Auricher im Trikot des TSV Pfungstadt schon so ziemlich alles erreicht hat, was es im Vereinsfaustball zu erreichen gibt, sehnt er sich nach ähnlichem Erfolg auch im Trikot mit dem Bundesadler auf der Brust. Im vergangenen Jahr hat Jungclaussen auch schon mit dem Kader der A-Nationalmannschaft trainiert, wurde dann aber von Bundestrainer Olaf Neuenfeld nicht für die Weltmeisterschaft in Winterthur (Schweiz) nominiert. „Für mich ist das sehr enttäuschend“, gab er damals zu Protokoll. „Ich hatte ein sehr gutes Gefühl und habe meines Erachtens auch einen sehr guten Lehrgang gespielt.“ Doch im Angriff kam er nicht den Ausnahmespielern vorbei, die seit Jahren gute Leistungen bringen. „Und Olaf Neuenfeld hat mir gesagt, ich solle mir keinen Kopf machen.“ Einerseits weil er noch so jung sei, andererseits weil die Nominierten absolute Weltklasse seien. So blieb Jungclaussen die Teilnahme an der U-21-Europameisterschaft in Tschechien. Da wurde Deutschland Europameister und holte den bei der U-21-EM zuvor an Österreich verlorenen Titel direkt wieder zurück. Nur träumt Johannes Jungclaussen weiter davon, auch im A-Nationalteam gute Leistungen bringen zu dürfen. Ralph Küppers

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 15. bis zum 29. Februar mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher sind vorgestellt: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Triathlet Thomas Fritsch, die Fußballer der SGM Roßwag/Mühlhausen, die Handballerin Ann Kynast, der Tennisspieler Cedrik-Marcel Stebe, die Tischtennisspieler des TSV Großglattbach, die Tennisspielerin Petra Dobusch, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die U-14-Faustballerinnen des TV Vaihingen, die Leichtathletin Anja Tognotti, der Badmintonspieler Matthias Kroll, die U-20-Basketballer der BSG Vaihingen/Sachsenheim und die Karateka Lena Mayer.

Hier geht es zur Abstimmung.

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