„Dankbar und auch ein bisschen stolz“

Vaihinger Sportvereine fördern Jahr für Jahr Spitzenleistungen in vielen Disziplinen – Ehrungsabend in der Stadthalle

Erstellt: 19. März 2018
„Dankbar und auch ein bisschen stolz“ Goldmedaillen als Anerkennung für internationale Titel hat der Oberbürgermeister an (von rechts) Achim Haubennestel, Jakob Kilpper und Johannes Jungclaussen überreicht. Fotos: Küppers

Die Sportvereine im Vaihinger Stadtgebiet bieten eine große Palette an verschiedenen Sportarten. Entsprechend groß ist die Vielfalt der Athleten, die bei der Sportlerehrung der Stadt Vaihingen am Freitagabend geehrt worden sind. Oberbürgermeister Gerd Maisch sagte: „Ich bin dankbar und auch ein bisschen stolz auf die Vereine, in denen koninuierlich gearbeitet wird.“

Als alten Bekannten auf der Bühne überreichte Maisch dem Karateka Achim Haubennestel eine Goldmedaille. Ebenfalls Gold hielt die Stadt Vaihingen für die U-18-Europameister im Faustball bereit, Jakob Kilpper und Johannes Jungclaussen. „In der U 18 gibt es nur wenige konkurrenzfähige Mannschaften neben Deutschland“, berichtete Kilpper. Der OB nahm die Vorlage auf und sagte: „Bei der EM hat Deutschland die außer Konkurrenz spielenden Amerikaner auch noch mit 3:0 weggeputzt. Da könnte man euch auch gleich als Weltmeister bezeichnen.“ Mit Verweis auf starke Südamerikaner – bei der EM waren nur die USA am Start gewesen – lehnte Kilpper diesen Automatismus aber dankend ab.

Doch nicht nur die U-18-Nationalspieler wurden ausgezeichnet, sondern auch Faustballmannschaften des TV Vaihingen, die Aufstiege geschafft hatten. Mit dabei auch Michael Marx, der längst verkündet hatte, nie wieder Bundesliga spielen zu wollen. Am Freitagabend verkündete er nun, am Ende der Freiluftsaison in der Schwabenliga um den Aufstieg in die zweite Bundesliga kämpfen zu wollen und schob nach: „Ich wollte eigentlich nur nicht mehr erste Bundesliga spielen.“

Die Vaihinger Sportlerehrung war am Freitag auch für Jörn Verleger die passende Plattform, um nach Mitstreitern zu suchen. Der Generalsekretär des internationalen Faustball-Verbands IFA machte Werbung für die Tätigkeit als Volunteer bei der Premiere des World Tour Finale Ende April in Vaihingen. „Die Vaihinger Männer sind so erfolgreich, dass sie bei dem Turnier mitspielen müssen“, sagte er augenzwinkernd und bot Freiwilligenjobs in den Bereichen Kasse, Medien, Turnierservice und Mannschaftsbetreuung an.

Ebenfalls im Freien spielt sich die Sportart ab, in der Andreas Boller heimisch ist. Der frühere Motocross-Profi berichtete bei der Sportlerehrung von seiner erfolgreichen Teilnahme am Sersheimer Stoppelacker-Motocross: „Ich wurde dazu überredet und habe es gewonnen. So viel ich weiß, ist das aber ein reines Spaßrennen.“

Spaß an ihrem Sport und am Gewinnen haben auch die Männer 75 des TV Vaihingen, die Jahr für Jahr die Tennis-Württembergstaffel dominieren und sich 2017 zum vierten Mal in Folge den Titel gesichert haben. Langweilig werde es trotz der andauernden Siegesserie nie, versicherten sie und machten gleich eine Ansage: „Wir stehen nächstes Jahr zum fünften Mal hier.“

Für OB Maisch galt es am Ehrungsabend nicht nur, ungezählte Hände zu schütteln. Er musste auch immer wieder die Stufen zur Bühne der Stadthalle rauf und wieder runter steigen. Einmal nahm er die zentrale Treppe sogar im Laufschritt. Denn als sie zur Ehrung aufgerufen worden war, eilte Karateka Lena Mayer selbst gerade noch zur Halle. Dann hatte sie sich unauffällig zur Gruppe gestellt. Ihre Auszeichnung wurde sofort nachgeholt.

Umrahmt wurde die Sportlerehrung von mehreren Auftritten der Sam & Co Akademie für Tanz und Theater, die teils von Live-Musik begleitet waren und in der Halle sehr gut ankamen. Ralph Küppers

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