Bundesligaluft schon mit 16 Jahren geschnuppert

Erstellt: 20. Februar 2019
Bundesligaluft schon mit 16 Jahren geschnuppert Ann Kynast hat in der vergangenen Saison auf vier Hochzeiten getanzt. Den größten Erfolg feierte sie mit den B-Juniorinnen und der zweiten Frauenmannschaft. Foto: Baumann

Die Leser der VKZ wählen bereits zum 18. Mal die Sportler des Jahres. In den nächsten Tagen und Wochen stellen wir alle Kandidaten der einzelnen Kategorien noch einmal ausgiebig vor. Heute die Handballerin Ann Kynast.

Ann Kynast ist wahrscheinlich das größte Handballtalent aus Vaihingen. 2013 als D-Jugendliche wechselte die heute 17-Jährige bereits zur SG BBM Bietigheim. „Ich war in der Landesauswahl. Da haben mir die Trainer nahegelegt, ich solle höherklassig spielen“, berichtete die Vaihingerin vor ein paar Jahren. Und von da an ging die Laufbahn steil nach oben. Der erste Höhepunkt war die Qualifikation mit der A-Jugend der SG BBM für die Jugend-Bundesliga im Jahr 2016. Rund eineinhalb Jahre später gab sie dann ihr Debüt in der 1. Bundesliga der Frauen. Kurz vor Weihnachten gab Trainer Martin Albertsen im ersten Spiel nach der WM-Pause gegen den TV Nellingen Hornets gezielt den jüngeren Talenten im Kader Einsatzzeiten. Und Ann Kynast wusste diese zu nutzen. Mit zwei Treffern machte die damals 16 Jahre alte Rechtsaußen auf sich aufmerksam. „Das hat so Spaß gemacht mit der Mannschaft. Und dann gleich noch vor den tollen Zuschauern sein erstes Tor zu erzielen…“ Ihr stockt der Atem.

Noch gehört die Vaihingerin allerdings nicht zum festen Stamm der Bundesligamannschaft. Ihr Hauptaugenmerk liegt auf der B- und der A-Jugend sowie der zweiten Mannschaft der Aktiven. In ihrer eigentlichen Altersklasse, der B-Jugend, wäre ihr sogar beinahe der ganz große Coup gelungen. Doch Ann Kynast musste sich mit der SG BBM Bietigheim im Endspiel um den DM-Titel Borussia Dortmund geschlagen geben. Mit 16:23 (9:11) verloren die Vaihingerin und ihre Mannschaftskameradinnen – daunter auch ihre jüngere Schwester Alina Kynast. An Ann Kynast lag es allerdings am wenigsten. Sie war eine der Leistungsträgerinnen der Bietigheimerinnen und avancierte mit fünf Treffern zur erfolgreichsten Torschützin ihrer Mannschaft.

Mit der A-Jugend blieb sowohl Ann als auch Alina Kynast der Einzug ins Final Four verwehrt. Die beiden Vaihingerinnen verloren mit der SG BBM im Viertelfinale gegen den TSV Bayer Leverkusen. Aber auch das war der bisher größte Erfolg für die Bietigheimer A-Jugendlichen.

Dafür ist die zweite Mannschaft der Frauen um Ann Kynast alter und neuer württembergischer Pokalsieger. Mit einem 34:29 (16:9)-Erfolg im Endspiel des Kempa-Final-Fours gegen den TV Möglingen sicherte sich den Titel. Und in der 3. Liga wurde die SG BBM Bietigheim II Zweiter – hinter dem punktgleichen Meister TuS Metzingen II. Michael Nachreiner

• Info: Nach Ende der Kandidatenvorstellung veröffentlichen wir vom 23. Februar bis zum 16. März mehrere Stimmzettel. Man kann seine Stimme aber auch online abgeben. Bisher vorgestellt sind: die Distanzreiterin Finnja Röhm, der Straßenradfahrer Alexander Krieger, die Volleyballer der VSG Gündelbach, die Hip-Hop-Tänzerin Janina Weiser, der Tennisspieler Sascha Wennagel, die U-18-Faustballer des TV Vaihingen, die Stabhochspringerin Tamara Schaßberger, der Karateka André Henschel, die Fußballer des SV Riet, die Tennisspielerin Petra Dobusch, der Segelkunstflugpilot Eberhard Holl und die Indiacaspielerinnen des TSV Enzweihingen.

Hier geht es zur Abstimmung.

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