Sport

Snookerspieler darf Ukraine-Fähnchen nicht tragen

Er wollte Flagge zeigen für die Ukraine – das wurde Snooker-Profi Jack Lisowski nach eigenen Worten aber verwehrt. Die Hintergründe zum Aufreger bei der WM in Sheffield.

  • Snooker-Profi Jack Lisowski wollte die Ukraine mit einer Aktion unterstützen.Foto: IMAGO/Pro Sports Images/IMAGO/Colin Poultney

    Snooker-Profi Jack Lisowski wollte die Ukraine mit einer Aktion unterstützen.Foto: IMAGO/Pro Sports Images/IMAGO/Colin Poultney

Dem englischen Snooker-Profi Jack Lisowski ist es bei der WM in Sheffield nach eigenen Worten nicht gestattet worden, mit Ukraine-Fähnchen anzutreten. „Ich habe versucht, diese zu tragen, und sie sagten mir, ich könnte es nicht, es sei denn, ich wäre Ukrainer“, sagte Lisowski einem BBC-Bericht vom Donnerstagabend zufolge.

Der 30-Jährige wurde in England geboren, sein Großvater ist allerdings Ukrainer. „Jeder in diesem Raum würde zustimmen, dass sie die Ukraine unterstützen, also warum zum Teufel kann ich es nicht tragen?“, sagte er nach seinem Sieg in der ersten Runde.

World Snooker Tour verweist auf politische Neutralität

Ein Sprecher der World Snooker Tour sagte dem BBC-Bericht zufolge: „Als internationaler Sport haben wir immer die Richtlinien der politischen Neutralität verfolgt, und in diesem Sinne sind es unsere Richtlinien, nicht zuzulassen, dass unser Sport bei der Weltmeisterschaft als politische Plattform benutzt wird.“ Die Invasion einer souveränen Nation und jede Form von Gewalt oder Unterdrückung werde aber entschieden abgelehnt, fügte er mit Blick auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine hinzu.

In der englischen Stadt Sheffield findet noch bis zum 2. Mai die WM in der Billard-Variante Snooker statt.

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