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Magath entgleitet vorzeitige Rettung - Bielefeld hofft

Hertha BSC und Trainer Felix Magath ist die vorzeitige Rettung in der Fußball-Bundesliga in letzter Sekunde aus der Hand geglitten, Arminia Bielefeld hofft derweil wieder auf den Klassenverbleib. Abwehrspieler Joakim Nilsson rettete dem Tabellenvorletzten aus Bielefeld beim 1:1 (0:0) im Keller-Duell des drittletzten Spieltags in der Nachspielzeit den Punkt und die realistische Hoffnung auf den Klassenerhalt.

  • Der Bielefelder Nathan de Medina (l) und Herthas Santiago Ascacibar gehen hart in den Zweikampf.Foto: Friso Gentsch/dpa

    Der Bielefelder Nathan de Medina (l) und Herthas Santiago Ascacibar gehen hart in den Zweikampf.Foto: Friso Gentsch/dpa

Bielefeld - Hertha BSC und Trainer Felix Magath ist die vorzeitige Rettung in der Fußball-Bundesliga in letzter Sekunde aus der Hand geglitten, Arminia Bielefeld hofft derweil wieder auf den Klassenverbleib.

Abwehrspieler Joakim Nilsson rettete dem Tabellenvorletzten aus Bielefeld beim 1:1 (0:0) im Keller-Duell des drittletzten Spieltags in der Nachspielzeit den Punkt und die realistische Hoffnung auf den Klassenerhalt. Auf den VfB Stuttgart auf dem Relegationsplatz haben die Ostwestfalen zwei Punkte Rückstand.

Die Berliner sind angesichts von vier Zählern Vorsprung auf den VfB und sechs auf die Arminia weiter auf dem besten Weg Richtung Klassenerhalt. Doch der wäre schon am Samstag beinahe fix gewesen. Nach dem 1:0 durch Luca Tousart (55.) sah Hertha lange wie der sichere Sieger und damit wie gesichert aus. Das 1:1 von Stuttgart im Parallelspiel gegen Wolfsburg zerstörte die Rettungs-Feier, Nilssons Ausgleich wenige Sekunden später auch die für den Sieg.

Magath hatte vor dem Spiel offenbar geflunkert, als er öffentlich den Wechsel zu Doppelspitze erwogen hatte; Davie Selke begann alleine im Sturm. Dafür gab es bei der Arminia eine Überraschung im Angriff. Erstmals stand Burak Ince in der Startelf - und das, obwohl der 18-Jährige in der Vorwoche nach seiner Einwechslung in Köln eine Großchance zum 2:2 vergeben hatte und untröstlich war.

Die am "Nachhaltigkeits-Spieltag" im anthrazit farbenen Sondertrikot mit der Aufschrift "Niemand erobert den Teutoburger Wald" aufgelaufenen Gastgeber überließen der Hertha erstaunlich bereitwillig Ball und Initiative. Die Berliner machten in einer sehr ereignisarmen ersten Halbzeit wenig daraus, wurden nur zweimal wirklich gefährlich.

Innerhalb weniger Sekunden hätte Selke zweimal die Führung erzielen können, er scheiterte aber sowohl per Kopfball als auch mit dem Fuß an Stefan Ortega (23./24.). Arminia blieb vor der Pause komplett ohne Torchance. Bei den "expected goals", der Wahrscheinlichkeit der Tore aus den vorhandenen Chancen, kam Bielefeld zur Pause auf einen Wert von 0,02, die Hertha auf 0,61.

In die zweite Halbzeit wären die Ostwestfalen aber fast mit einem Knalleffekt gestartet: Nach einem schönen Solo von Patrick Wimmer hatte der erstmals seit Anfang März in der Startelf stehende Gonzalo Castro die erste Bielefelder Torchance, der Ex-Nationalspieler schoss aus 17 Metern aber knapp drüber (51.). Der Treffer fiel dann aber auf der Gegenseite, als Tousart nach einem Eckball von Marvin Plattenhardt ungehindert einköpfen durfte. Da erhob sich auch der sonst meist ruhig sitzende Magath - wenn auch scheinbar emotionslos. Danach brannte im Berliner Strafraum lange nichts an - doch in der Nachspielzeit fiel doch noch der Ausgleich durch Nilssons Kopfball.

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