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Leclerc holt erste Formel-1-Bestzeit in Miami

Bei der Premiere der Formel 1 in Miami setzt der WM-Führende das erste Ausrufezeichen. Am Rande der ersten Runden in Florida sorgt eine Debatte um Schmuck und Unterwäsche für Wirbel.

  • Charles Leclerc fuhr im Ferrari die beste Zeit im ersten Training.Foto: Darron Cummings/AP/dpa

    Charles Leclerc fuhr im Ferrari die beste Zeit im ersten Training.Foto: Darron Cummings/AP/dpa

Miami - WM-Spitzenreiter Charles Leclerc hat sich beim Debüt der Formel 1 in Miami die erste Trainingsbestzeit geschnappt. Der Ferrari-Pilot verwies den Briten George Russell im Mercedes mit 0,071 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz.

Weltmeister Max Verstappen belegte im Red Bull den dritten Rang. Vor dem fünften Saisonlauf am Sonntag (21.30 Uhr/Sky) führt der Monegasse Leclerc die Gesamtwertung 27 Punkte vor dem Niederländer Verstappen an. Beide haben je zwei Rennen gewonnen.

Ernüchternd verliefen die ersten Übungsrunden in Florida für Sebastian Vettel und Mick Schumacher. Vettel kam in seinem Aston Martin nicht über Rang 14 hinaus. Schumacher fuhr beim Heimspiel seines US-Teams Haas auf den vorletzten Platz.

Schmuckverbot im Fokus

Vor dem Training hatte das verschärfte Vorgehen der Regelhüter gegen das Tragen von Schmuck und privater Unterwäsche im Cockpit für Diskussionen gesorgt. "Das ist ein Rückschritt für unseren Sport. Es ist so eine Kleinigkeit, völlig unnötig", sagte Lewis Hamilton. Er habe sich deshalb auch an Weltverbandschef Mohammed bin Sulayem gewendet. Bei seinem Auftritt auf der offiziellen Pressekonferenz trug der 37-Jährige drei Uhren, mehrere Ringe an den Händen, eine Reihe von Halsketten und Ohrschmuck.

Zuvor hatte der deutsche Renndirektor Niels Wittich die Teams informiert, dass sie künftig auch in offiziellen Dokumenten versichern müssen, dass ihre Piloten weder Schmuck noch private Unterwäsche im Auto tragen. Wittich kündigte zudem Stichproben an.

"Wenn sie mich aufhalten, dann ist es so. Wir haben einen Ersatzfahrer", sagte Hamilton. Er könne mindestens zwei seiner Schmuckstücke nicht problemlos ablegen. "Die sind aus Platin, also nicht magnetisch. Die waren noch nie ein Sicherheitsproblem", sagte der Brite. Die Formel 1 habe "wichtigere Dinge zu tun", als sich mit diesem Thema zu beschäftigen. "Das ist sehr, sehr dumm", sagte Hamilton.

Vettel mit Protest

Sebastian Vettel solidarisierte sich mit dem Mercedes-Star und zeigte sich ungehorsam. Vor den ersten Übungsrunden lief der Hesse mit über seinen Rennanzug gezogenen grauen Boxershorts durch die Boxengasse.

Als Grund für die Maßnahmen gibt der Weltverband Fia an, dass Ringe, Ketten oder Piercings bei Notfällen unnötige Hindernisse für Ersthelfer und Ärzte darstellen könnten. Zudem könne Schmuck auf der Haut als Hitzeleiter die Schutzwirkung darüber liegender feuerfester Kleidung verringern. "Das erhöht das Risiko von Verbrennungen bei einem Feuer", heißt es. Nicht zuletzt berge der Schmuck selbst die Gefahr von Verletzungen und könnte bei Unfällen verschluckt werden.

Auch das Tragen handelsüblicher Unterwäsche, wie zuletzt angeblich noch bei einigen Fahrern gang und gäbe, ist unzulässig. Erlaubt ist nur feuerfeste Kleidung, die den Formel-1-Normen der Fia entspricht.

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