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Laura Siegemund verpasst Einzug ins Halbfinale

Unter Applaus verließ Laura Siegemund den Stuttgarter Centre Court. Diesen Abschied hatte sich die schwäbische Tennisspielerin bei ihrem Heimturnier aber ganz sicher anders erhofft.

  • Für Laura Siegemund war beim Porsche Tennis Grand Prix im Viertelfinale Schluss.Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

    Für Laura Siegemund war beim Porsche Tennis Grand Prix im Viertelfinale Schluss.Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Der gelungene Auftritt von Lokalmatadorin Laura Siegemund beim Tennis-Turnier in Stuttgart ist im Viertelfinale zu Ende gegangen. Die 34 Jahre alte Schwäbin schied am Freitag nach einem 5:7, 3:6 gegen Ljudmila Samsonowa aus Russland aus. Damit verpasste Siegemund beim wichtigsten deutschen Damen-Tennisturnier eine gute Chance auf ihr drittes Halbfinale nach 2016 und 2017. Zu fehlerhaft trat sie gegen die druckvoll agierende ungesetzte Russin auf. Seit ihrem Titelgewinn vor fünf Jahren stand keine deutsche Teilnehmerin mehr in der Vorschlussrunde des Sandplatz-Turniers.

Damit verspricht die diesjährige mit 611 210 Euro dotierte Veranstaltung zwar am Final-Wochenende Weltklasse-Tennis - aber ohne deutsche Beteiligung. Die Weltranglisten-Erste Iga Swiatek aus Polen oder die britische US-Open-Gewinnerin Emma Raducanu treten gegen Samsonowa im Halbfinale an. Die andere Partie bestreiten die spanische Weltranglisten-Zweite Paula Badosa und Vorjahresfinalistin Aryna Sabalenka aus Belarus.

Für die deutsche Nummer eins Angelique Kerber war bereits in der ersten Runde Schluss gewesen. Deswegen hatte Siegemund als einzige verbliebene Deutsche im Feld die Hoffnungen getragen. Sie wirkte im Viertelfinale aber nicht ganz so entschlossen und konzentriert wie bei ihren beiden vorangegangenen Auftritten. 38 unerzwungene Fehler in der Statistik waren Ausdruck der mangelnden Konstanz. „Ich denke, es ist das beste Sandplatz-Tennis meines Lebens“, sagte Samsonowa.

In Stuttgart nahm Siegemund dank einer Wildcard teil

Dennoch kann Siegemund Selbstvertrauen mit in die kommenden Wochen auf ihrem Lieblingsbelag Sand nehmen. Nach ihrem Olympia-Aus in Tokio im vergangenen Sommer hatte sich die ehemalige Top-30-Spieler am Knie operieren lassen und seitdem nur sieben Einzel bestritten. In Stuttgart nahm die Turniersiegerin von 2017 und Finalistin von 2016 dank einer Wildcard teil - und meldete sich in den ersten beiden Runden eindrucksvoll zurück.

Gegen Samsonowa fing sich die deutsche Hoffnungsträgerin nach einem nervösen Beginn mit zwei Doppelfehlern bei den ersten beiden Punkten zunächst schnell. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Siegemund ärgerte ihre Gegnerin mit erfolgreich eingestreuten Stoppbällen, auf die ihre Kontrahentin mehrfach keine Antwort wusste. Unterstützt vom Publikum in der erneut nicht ausverkauften Halle führte die Metzingerin noch mit 5:4. Ihr erneuter Aufschlagverlust zum 5:6 leitete aber die Entscheidung in Satz eins ein.

Samsonowa hatte zuvor überraschend die tschechische Top-Ten-Spielerin Karolina Pliskova bezwungen. In Berlin hatte sie im vergangenen Sommer mit dem Titelgewinn auf Rasen auf sich aufmerksam gemacht.

Siegemund konnte das Match nicht mehr drehen. Im zweiten Abschnitt litten die Zuschauer bei verschlagenen Bällen ein ums andere Mal mit ihr mit.

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