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Eisbären trennt ein Sieg gegen München vom nächsten Titel

In der eng getakteten Finalserie haben die Eisbären Berlin die Belastungsprobe gegen den EHC Red Bull München erneut gemeistert und sind nur noch einen Sieg vom Silberpokal entfernt. Mit dem knappen 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) feierte der Vorjahreschampion den zweiten von drei notwendigen Erfolgen zum Titelgewinn.

  • Dominik Bokk (2.v.l.) von den Eisbären jubelt mit Teamkollegen nach seinem Treffer zum 2:1 gegen die Münchner.Foto: Andreas Gora/dpa

    Dominik Bokk (2.v.l.) von den Eisbären jubelt mit Teamkollegen nach seinem Treffer zum 2:1 gegen die Münchner.Foto: Andreas Gora/dpa

Berlin - In der eng getakteten Finalserie haben die Eisbären Berlin die Belastungsprobe gegen den EHC Red Bull München erneut gemeistert und sind nur noch einen Sieg vom Silberpokal entfernt.

Mit dem knappen 2:1 (1:1, 1:0, 0:0) feierte der Vorjahreschampion den zweiten von drei notwendigen Erfolgen zum Titelgewinn. Am Mittwoch (19.30 Uhr/MagentaSport) können die Berliner in München die Titelverteidigung und neunte Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga perfekt machen. Die Münchner müssen nun zweimal nacheinander gewinnen, um die Eisbären noch zu entthronen.

Im dritten Finalspiel binnen vier Tagen brachte Zachary Boychuk die Eisbären in Führung (5. Minute). Zachary Redmond (7.) glich für die Münchner in der schwungvollen Anfangsphase schnell aus. Im Mitteldrittel entschied Berlins Stürmer Dominik Bokk (39.) die bis zum Schluss spannende und umkämpfte Partie.

Erst am Vortag zuvor hatten die Eisbären mit dem 3:2-Erfolg in der zweiten Verlängerung in München den Serienausgleich geschafft. Im ersten Final-Aufeinandertreffen hatten die Münchner ein 0:3 in Berlin gedreht und 4:3 gewonnen. Wer dreimal siegt, ist Meister. Sollte ein fünftes Spiel notwendig wären, sind die Berliner am Donnerstag Gastgeber.

Am Tag nach dem zweiten Finalduell über 84 Minuten boten beide Teams den 14.200 Zuschauern im ersten Abschnitt ein rasantes und offensiv geführtes Spiel. Nach nur 16 Sekunden traf Eisbären-Stürmer Boychuk den Pfosten. Früh nutzte der Kanadier in der ersten Berliner Überzahlsituation eine Nachlässigkeit der Gäste konsequent: Beim Befreiungsversuch von EHC-Verteidiger Konrad Abeltshauser landete der Puck vom Schlittschuh von Kevin Clark bei Boychuk.

Gut zwei Minuten später fiel aber schon der Ausgleich: Benjamin Street leistete die Vorarbeit für das 1:1 von Redmond, DEL-Verteidiger des Jahres. Dass Playoff-Topscorer Blaine Byron nicht zum Aufgebot zählte, war für die Eisbären ein schmerzhafter Verlust. Dass dann auch noch Boychuk Ende des zweiten Drittels nach einem Check von Trevor Parkes in die Kabine musste, bedeutete einen weiteren personellen Rückschlag.

Die Belastung der vergangenen Tage war den Finalisten im zweiten Abschnitt anzumerken. Das Spiel verlor an Geschwindigkeit, die Fehler nahmen zu. Ein wenig überraschend fiel die erneute Führung für Berlin: Verteidiger Kai Wissmann bewahrte Ruhe und Übersicht. Bokk fälschte den Schuss entscheidend ab. Im Schlussabschnitts blieb es angesichts des knappen Vorsprungs spannend. Die Eisbären aber verteidigten geschickt.

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