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Eisbären Berlin erneut deutscher Eishockey-Meister

Die Eisbären Berlin feiern ihren neunten Meistertitel in der Deutschen Eishockey Liga. Der Titelverteidiger gewann das vierte Playoff-Finale beim EHC Red Bull München mit 5:0 und holte damit den notwendigen dritten Sieg in der Serie.

  • Die Eisbären jubeln nach zum 4:0 im zweitem Drittel vor dem Tor von Münchens Goalie Henrik Haukeland (r).Foto: Peter Kneffel/dpa

    Die Eisbären jubeln nach zum 4:0 im zweitem Drittel vor dem Tor von Münchens Goalie Henrik Haukeland (r).Foto: Peter Kneffel/dpa

München - Die Eisbären Berlin feiern ihren neunten Meistertitel in der Deutschen Eishockey Liga. Der Titelverteidiger gewann das vierte Playoff-Finale beim EHC Red Bull München mit 5:0 und holte damit den notwendigen dritten Sieg in der Serie.

Gnadenlose Effizienz, ein überragender Goalie Mathias Niederberger und routinierte Alt-Stars: Die Eisbären Berlin haben den Meistertitel in der Deutschen Eishockey Liga beim EHC Red Bull München triumphal verteidigt. Der DEL-Rekordmeister bejubelte durch ein 5:0 (1:0, 3:0, 1:0) beim bayrischen Rivalen die Meisterschaft. Nach drei hart umkämpften Partien in der Best-of-five-Serie sorgten Tore von Matthew White (9./37./60. Minute), Frans Nielsen (25.) und Marcel Noebels (26.) vorzeitig für den nötigen dritten Sieg, der diesmal deutlich ausfiel.

Die Münchner verzweifelten immer wieder am herausragend haltenden Nationalkeeper Niederberger, der zur neuen Saison zum EHC wechseln soll. "Zwei, drei Fehler - die darfst du den Berliner halt nicht geben, und wir beißen uns die Zähne aus gegen einen Mann", sagte Münchens Nationalstürmer Max Kastner schon vor dem Schlussdrittel frustriert bei MagentaSport.

Das EHC-Team des ehemaligen Berliner Meister-Trainers Don Jackson konnte in einer erneut von der Corona-Pandemie beeinträchtigten DEL-Saison nur Spiel eins der Finalserie gewinnen. Die Münchner verpassten den vierten Titelgewinn nach dem Hattrick von 2016 bis 2018 am Ende doch recht deutlich. Dafür war der souveräne DEL-Hauptrundensieger von Trainer Serge Aubin zu stark.

Die Eisbären zogen mit dem neunten Titel an den je achtfachen Meistern Düsseldorf, Köln und Mannheim vorbei, die ihre Titel allesamt oder teilweise noch in der früheren Bundesliga sammelten. Die Berliner bestätigten damit den Titel aus dem vergangenen Jahr, der noch unter anderen Bedingungen erspielt wurde. Bei noch strengeren Corona-Regelungen hatte die vergangene Saison ganz ohne Zuschauer stattgefunden. In den Playoffs waren vor Jahresfrist zudem nur zwei Siege zum Weiterkommen oder zum Titelgewinn notwendig.

Inzwischen sind längst wieder Fans in den Hallen zugelassen und die 5533 Zuschauer in der ausverkauften kleinen Münchner Olympiahalle sorgten für einen stimmungsvolleren Meister-Rahmen als 2021. Dabei war das Publikum schnell konsterniert angesichts des abgeklärten und selbstbewussten Eisbären. Auch FC-Bayern-Coach Julian Nagelsmann im Publikum brachte dem EHC kein Glück.

Die Hausherren begannen druckvoll, verkrampften aber zu schnell angesichts des Drucks, unbedingt siegen zu müssen. Der frühe Knackpunkt im Spiel war die neunte Minute: Ein EHC-Treffer von Justin Schütz wurde korrekterweise wegen einer Behinderung Niederbergers nicht anerkannt. Kurz darauf schlugen die Berliner zu. Einen Traumpass des in den Playoffs starken Routiniers Frank Hördler (37) verwertete White abgeklärt. Dies zeigte Wirkung. Bei den Eisbären wuchs aber das Selbstbewusstsein. Im Mittelabschnitt sorgte dann ein eiskalter Doppelschlag der Eisbären für die Vorentscheidung.

Zunächst traf der inzwischen 38 Jahre alte langjährige dänische NHL-Star Nielsen bereits zum dritten Mal in der Finalserie. Nur 51 Sekunden später erhöhte Nationalstürmer Noebels. Spätestens nach einer erneuten Glanztat Niederbergers in der 35. Minute gegen Ben Street schien klar: Der EHC muss weiter auf den vierten Titelgewinn warten. Erneut White per abgefälschtem Schuss und einem Treffer ins leere Netz in der Schlussminute machte den Berliner Finalsieg schon nach vier von fünf möglichen Spielen perfekt. Das dürfte auch Bundestrainer Toni Söderholm gefreut haben: Von den beiden Finalteams könnte noch gut ein halbes Dutzend Spieler in der kommenden Woche zum Kader für die Weltmeisterschaft in Finnland (13. bis 29. Mai) stoßen.

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