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Abstieg fast fix: Fürth braucht nach 0:0 bei Hoffenheim Riesenwunder

Greuther Fürth kommt in Hoffenheim nicht über ein 0:0-Unentschieden hinaus. Das Team steht damit fast schon als Absteiger fest. Nur ein Riesendwunder könnte sie retten.

  • Dickson Abiama und Greuther Fürth stehen mit einem Bein in der 2. Bundesliga.Foto: dpa/Uwe Anspach

    Dickson Abiama und Greuther Fürth stehen mit einem Bein in der 2. Bundesliga.Foto: dpa/Uwe Anspach

Die SpVgg Greuther Fürth ist in der Fußball-Bundesliga kaum noch zu retten. Nach dem torlosen Remis bei der TSG 1899 Hoffenheim am Sonntag trennen den Aufsteiger aus Franken vier Spiele vor Saisonschluss elf Punkte vom VfB Stuttgart, der derzeit Relegationsrang 16 belegt. Ein Sprung auf den rettenden 15. Rang ist schon jetzt so gut wie nicht mehr möglich. Die 16 100 Zuschauer bekamen ein schwaches Spiel mit wenigen Höhepunkten und vielen Fehlern geboten.

Abstand zu Freiburg wahrscheinlich zu groß

Hoffenheim ist nun schon fünf Ligaspiele ohne Sieg und hat es erneut verpasst, eine Pflichtaufgabe zuhause zu meistern und im Kampf um die internationalen Plätze zu punkten. An diesem Wochenende sind der 1. FC Köln und der 1. FC Union Berlin an den Kraichgauern vorbeigezogen, der Abstand zum Tabellenfünften SC Freiburg ist auf sechs Punkte angewachsen und kaum noch einholbar. Das Restprogramm hat es zudem in sich: Bei Europa-League-Halbfinalist Frankfurt, dazu gegen Freiburg, Leverkusen und Mönchengladbach.

David Raum macht ordentlich Tempo

Bei herrlichem Frühlingswetter passierte in der ersten Halbzeit sehr wenig. TSG-Stürmer Munas Dabbur (4.) schoss nach einer Ecke aus kurzer Distanz drüber. Vize-Weltmeister Andrej Kramaric glänzte zwar mit einer Zinedine-Zidane-Rolle, schloss im Anschluss (11.) aber viel zu lasch ab. Viel ging bei Hoffenheim über den Ex-Fürther David Raum, der nach Gelbsperre zurückgekehrt war und wie beim 6:3 im Hinspiel ordentlich Tempo machte. Fürth beschränkte sich aufs Verteidigen, Offensivaktionen blieben im ersten Durchgang Mangelware. Zur Halbzeit gab es Pfiffe für 45 Minuten fußballerische Magerkost.

Stefan Posch muss ausgewechselt werden

Nach dem Wechsel ging es mit einem kurzen Schockmoment weiter. Die beiden Hoffenheimer Stefan Posch und Diadie Samassékou rasselten nach einem Einwurf mit den Köpfen aneinander. Posch, der offenbar eine Platzwunde erlitt, erwischte es schwerer, der Österreicher blutete und musste ausgewechselt werden.

Ihlas Bebou (57.) verzog den nächsten TSG-Abschluss danach deutlich. Doch auch Fürth versteckte sich nicht nur: Als Julian Green (62.) wuchtig abzog, musste sich Hoffenheims Schlussmann Oliver Baumann erstmals richtig strecken und drehte den Ball um den Pfosten.

Greuther Fürth mit einem Schritt in Liga zwei

Während für Hoffenheim der Kampf um Europa trotz derzeitiger Misere weitergeht, dürfte es für die Kleeblätter in den verbleibenden Spielen hauptsächlich um Schadensbegrenzung stehen. Den ersten Auswärtssieg zu holen oder die 21 Punkte aus der Abstiegssaison noch zu übertreffen: So könnten mögliche Ziele für die Elf von Cheftrainer Stefan Leitl lauten.

Um den 16. Stuttgart und den 17. Bielefeld noch zu überholen, müssten vier Siege her. Und der VfB müsste wegen des deutlich besseren Torverhältnisses all seine klar Partien verlieren, auch Bielefeld dürfte kaum noch punkten. Schon am kommenden Samstag (15.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen droht der zweite Bundesliga-Abstieg dann auch rechnerisch perfekt zu werden.

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