Weitere Erleichterungen für den Sport

An diesem Montag tritt eine neue Corona-Verordnung Sport in Kraft, die einige Beschränkungen aufweicht. Auch Saunagänger dürfen sich freuen: Aufgüsse sind wieder erlaubt. Für den Unterricht an Instrumenten werden Bestimmungen dagegen wieder verschärft.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 12. September 2020
Weitere Erleichterungen für den Sport Das Coronavirus (Computeranimation) bestimmt unseren Alltag – auch im Sport und in der Freizeit. Foto: ddp

Stuttgart/Vaihingen. An diesem Montag tritt eine neue Corona-Verordnung des Kultusministeriums und des Sozialministeriums Baden-Württemberg über Sport, über Bäder und Saunen sowie über Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen in Kraft. Die wichtigste Neuerung für alle Vereine und kommerziellen Sportanbieter wie beispielsweise Fitnessstudios: Gruppengrößen dürfen die Zahl von aktuell 20 Personen überschreiten, wenn „Sportler einen individuellen Standort beibehalten oder Trainings- und Übungsgeräte mit Mindestabstand von 1,5 Metern platziert sind“, heißt es in der Verordnung. Und weiter: „Auch Mannschaftssportarten, für deren Durchführung eine Personenzahl zwingend erforderlich ist, die größer ist als 20 Athleten, sind jetzt möglich.“ Die Gruppengröße ist für alle Teilbereiche nun aber an den entsprechenden Paragraphen der allgemeinen Corona-Verordnung gekoppelt, der Versammlungen regelt, kann sich also automatisch ändern, sobald die allgemeine Corona-Verordnung in diesem Punkt abgeändert wird.

Zusätzlich wurden Bestimmungen für den Sportunterricht und für Schulsportveranstaltungen außerhalb des Unterrichts getroffen. Auch hier ist die Obergrenze einer Gruppe von aktuell 20 Personen außer Kraft gesetzt. Das heißt, der jeweilige Lehrer darf die gesamte Klasse zusammen unterrichten. Allerdings ist das Tragen eines Mundschutzes Pflicht, solange kein Unterricht stattfindet.

Klassen dürfen im Schulsport nicht durchmischt werden

Darüber hinaus ist jeder Klasse ein bestimmter Bereich auf dem Sportplatz zuzuweisen – in der Halle ist das eh klar – sowie darauf zu achten, dass die Klassen von einander Abstand halten und sich die Schüler nicht untereinander vermischen, wenn mehrere Klassen gleichzeitig einen Sportplatz nutzen. Zwischen Lehrern und Schülern „zwischen den Schülern einer Klasse oder Sportgruppe gilt das Abstandsgebot jedoch nicht“, heißt es in der Neufassung der Verordnung.

Auch ist der Schwimmunterricht in Schulen wieder erlaubt – sogar in Klassenstärke. Und auch die Regelungen für den Schwimmsport im Verein werden gelockert. Der Einbahnverkehr fällt weg. Außerdem ist auch das Aufschwimmen oder Überholen nicht mehr verboten.

Für den Bereich der Saunen ist die wesentliche Änderung, dass Aufgüsse wieder zugelassen sind. Das sogenannte Verwedeln bleibt aber weiterhin verboten. Anlagen mit Aerosolbildung wie etwa Dampfbäder bleiben dagegen weiterhin geschlossen. Da hier nur geringe Temperaturen erreicht werden, ist das Infektionsrisiko höher.

Bis 31. Oktober bestehen bleibt dagegen die Beschränkung, dass bei Sportveranstaltungen nicht mehr als 500 Personen auf der Anlage oder in der Halle sein dürfen. Diese Zahl beinhaltet Sportler, Trainer, Betreuer sowie Zuschauer.

Die Bestimmungen für Musik-, Kunst- und Jugendkunstschulen werden dagegen wieder etwas verschärft. Die bisherigen Vorgaben für die Reinigung von Instrumenten, Schlägeln, Mundstücken, Werkzeugen, Mediengeräten und Arbeitsmitteln gelten nun wieder für alle Bereiche und nicht nur beim Unterricht an Blasinstrumenten. Außerdem gilt nun während der gesamten Unterrichtszeit in Gesang und an Blasinstrumenten einheitlich ein Abstand von mindestens zwei Metern zwischen den Personenen in alle Richtungen.

Schüler und Lehrkräfte sollen nicht im direkten Luftstrom anderer stehen

Darüber hinaus wird empfohlen, dass zwischen den Schülern auf der einen Seite und der Lehrkraft auf der anderen Seite eine durchsichtige Schutzwand errichtet wird, um sicherzustellen, dass Schüler sowie Lehrkräfte nicht im direkten Luftstrom einer anderen Person stehen. Zwischen den Schülern untereinander ist dies allerdings nicht notwendig. Die Gruppengröße darf aktuell 20 Personen nicht überschreiten.

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