Sersheim erhält einzige Achter-Wertung

Mehr als sieben Punkte in B-Note gehen nur an Geske, Weh, Götz und Grimml – TVS-Jugendgruppe steigt als Bezirksligazweite auf

Von Jan Simecek Erstellt: 23. Mai 2017
Sersheim erhält einzige Achter-Wertung Rebecca Grimml, Sabrina Götz, Jasmin Geske und Julia Weh (links von links) sicherten sich souverän den Titel in der Landesliga. Lina Brenner, Paula Kolb, Mailin Widmann und Jasmin Tenzer (rechts oben von links) stiegen als Zweite der Bezirksliga in die Landesliga auf. Und die Gruppe AMASA (rechts unten), die jüngsten im Teilnehmerfeld, feierten ein gelungenes Debüt. Fotos: Simecek

Mit zwei Erfolgserlebnissen haben die Wettkämpfe der Landesliga und Bezirksliga der Gym-Gruppen für den TV Sersheim geendet. Nach zwei Runden mit je zwei Durchgängen gewann das Erwachsenen-Team souverän die Landesliga. In der Bezirksliga erreichte das Jugendteam den zweiten Platz und steigt damit auf.

Sersheim. Das Feld war eigentlich schon nach der Hinrunde Ende März in Graben für Jasmin Geske, Julia Weh, Sabrina Götz und Rebecca Grimml bestellt. Die Sersheimer Gymnastinnen hatten sich schon damals deutlich gegen den TSV Schmiden und den MTV Stuttgart durchgesetzt. 31,566 Punkte standen am Ende 29,866 und 29,333 Zählern gegenüber. Doch die Landes- und die Bezirksliga haben eine Besonderheit. Um die Spannung hochzuhalten, zählen zuerst die so genannten Tabellenpunkte. Bei vier teilnehmenden Teams in der Landesliga bedeutet dies, dass der Sieger vier, der Letzte noch einen Punkt bekommt. Hätte Sersheim zu Hause gepatzt und wäre beispielsweise nur Dritter geworden, wäre Schmiden mit einem Sieg vorbeigezogen. Doch die vier Sersheimerinnen zeigten keine Nerven. Im ersten Durchgang legten sie Tagesbestwerte vor. 8,53 Punkte in der A-Note erreichte sonst niemand. Auch die 8,30 in der B-Note blieben unerreicht – und sogar die einzige B-Wertung über acht.

Im zweiten Durchgang hätte deshalb eine solide Darbietung gereicht, doch mit 8,27 (A) und 7,60 (B) erreichten Geske, Weh, Götz und Grimml auch den Bestwert des zweiten Durchgangs und holten sich damit mit drei Tabellenpunkten und fast fünf Wertungspunkten Vorsprung den Titel. Dahinter wurde es allerdings richtig eng. Stuttgart und Schmiden tauschten diesmal die Plätze, weil der MTV im ersten Durchgang mit 7,53 (A) und 7,80 (B) richtig einen rausgehauen hatte. Schmiden verlor vor allem in der B-Note (6,75) deutlich. Dieser Rückstand war mit einem besseren zweiten Durchgang, in dem beide mit nur 17 Tausendstel Punkte Unterschied nahezu gleichauflagen, nicht mehr aufzuholen. Beide kamen damit auf fünf Tabellenpunkte, so dass die Wertungspunkte entscheiden mussten. Und da hatte der MTV mit 59,349 zu 59,249 hauchdünn die Nase vorn.

Spannende, aber längst nicht so enge Entscheidungen gab es auch in der Bezirksliga. Hier waren zunächst acht Teams zur Hinrunde in Graben angetreten. In Sersheim war jedoch der TV Bretten mit seinen beiden Gruppen nicht anwesend. Die Jüngsten des TV Sersheim, die Gruppe AMASA reichten deshalb schon von vorne herein die rote Laterne an Bretten II weiter. Nach dem letzten Platz in Graben waren nun in Sersheim mindestens drei weitere Tabellenpunkte sicher. Insgesamt zahlten die Sersheimer Talente aber noch Lehrgeld. Vor allem in der B-Note hielten sie mit der teilweise deutlich älteren und erfahreneren Konkurrenz noch nicht mit. Nach der ersten Runde mit 9,183 Punkten verloren sie dann in Durchgang gleich zwei Mal den Ball. 7,750 Punkte bei nur 2,75 Zählern in der B-Note waren die Quittung für Alina Lorbeer, Alina und Mia Scharnow sowie Anja Rau. Doch für die mit Abstand jüngsten Teilnehmerinnen galt ohnehin das olympische Motto: „Dabei sein ist alles“. Ihre Zeit wird noch kommen.

Besser schlug sich die Jugendgruppe des TVS. Jasmin Tenzer, Paula Kolb, Lina Brenner, Mailin Widmann und Ramona Wagner schafften es aber beinahe noch, den durch den Nichtantritt von Bretten zu erbenden zweiten Platz zu vergeigen. Nach Rang drei in Graben waren die Sersheimerinnen eigentlich in bester Ausgangslage. Doch mit nur 12,266 Punkten lieferten sie im ersten Durchgang das zweitschlechteste Ergebnis der Bezirksliga ab. Widmann nahm im zweiten Durchgang den Platz von Wagner ein. Mit 13,583 Punkten, dem drittbesten Ergebnis des zweiten Durchgangs und dem viertbesten Ergebnis des Tages, retteten sich die Sersheimerinnen noch auf Rang vier. Da Mosbach nach Platz fünf in Graben und Rang zwei in Sersheim auch auf elf Tabellenpunkte kam, mussten die Wertungspunkte entscheiden. Hier hatte Sersheim mit 52,415 gegenüber 51,816 die Nase vorne. Auch dahinter ging es bei jeweils neun Tabellenpunkten zwischen Graben und Biberach um die Wertungspunkte. Mit 50,932 hatte Graben hauchdünn gegenüber 50,866 die Nase vorne.

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