Mit einem der jüngsten Teams auf Platz drei

Enzweihingen sichert sich bei DM im Mixed elf bis 14 Jahre Bronze – Farin Sparmann holt mit Hausdülmen im Mixed 15 bis 18 Jahre Titel

Von Michael Nachreiner Erstellt: 26. April 2017
Mit einem der jüngsten Teams auf Platz drei Farin Sparmann (hinter dem Netz) hat als Gastspieler bei Hausdülmen bei der DM im Mixedwettbewerb der 15- bis 18-Jährigen dominiert. Foto: Archiv/privat

Der TSV Enzweihingen hat mit einer der jüngsten Mannschaften im Turnier bei der Indiaca-DM den ersten kleinen Erfolg gefeiert. Die Enzweihinger gewannen in der Mixedkonkurrenz der Elf- bis 14-Jährigen Bronze. Beinahe hätte es sogar zu mehr gereicht. Farin Sparmann wurde zudem mit Hausdülmen Deutscher Meister im Mixed 15 bis 18 Jahre.

Pivitsheide/Enzweihingen. Gleich bei ihrer DM-Premiere stand die Mixedmannschaft der Elf- bis 14-Jährigen des TSV Enzweihingen auf dem Podest. „Für fünf der sieben Spieler war es die erste Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft“, berichtet Betreuer Christian Kuhnert. Und das hat man den Enzweihingern teilweise angemerkt. „Das war viel Aufregung. Zum ersten Mal bei nationalen Titelkämpfen. Dann relativ weit weg von zu Hause. Und auch mit Übernachtung in der Jugendherberge“, erzählt Kuhnert.

Doch auf dem Spielfeld haben die Enzweihinger diese Begleitumstände in den Hintergrund gerückt. Im Turnier jeder gegen jeden – es hatten nur vier Mannschaften in der Mixedkonkurrenz der Elf- bis 14-Jährigen gemeldet – gewannen sie gegen Haltern, mussten sich aber Ötisheim und Pivitsheide geschlagen geben. „Alle waren insgesamt aber glücklich. Das war ein Erfolg“, berichtet Kuhnert.

Mit den ersten Fehlern kommt die Verunsicherung

Im ersten Spiel gegen Ötisheim waren die Enzweihinger sofort im Spiel. „Im ersten Satz lief alles ingesamt rund. Die Jungs und Mädels haben gut gespielt, sich die Bälle erkämpft und die Punkte gemacht“, erklärt der Enzweihinger Betreuer. Der erste Satz war gewonnen. Zu Beginn des zweiten Durchgangs schlichen sich dann aber einige Fehler ein. „Es lief nicht mehr. Wir sind nicht mehr richtig ins Spiel reingekommen“, berichtet Kuhnert. „Das führte dann zu einer gewissen Verunsicherung.“ Die Ötisheimer glichen aus. Im Entscheidungssatz konnten die Enzweihinger das Ruder dann nicht mehr rumreißen.

In der Pause vor dem nächsten Spiel nahmen sich die Enzweihinger Trainer und Betreuer ihre Mannschaft noch einmal zur Brust. „Wir haben mit den Jungs und Mädels noch einmal durchgesprochen, was sie anders machen müssen – mehr Stimmung auf dem Feld, mehr Teamgeist und mehr Absprachen“, berichtet Kuhnert. Das haben die Vaihinger dann auch nahezu perfekt umgesetzt. Ganz souverän holten sie sich ihren ersten DM-Sieg mit 2:0. „Bei uns hat fast alles geklappt. Dadurch wurden auch die Gegner verunsichert“, erklärt Kuhnert.

Das Selbstvertrauen nach dem Sieg nahmen die Enzweihinger in die abschließende Partie gegen die Gastgeber mit. „Pivitsheide hat aber einen sehr guten Spieler, der schon 14 Jahre alt ist, also am oberen Alterslimit. Immer wenn er am Netz gespielt hat, hat er uns die Bälle reingehauen. Er kann wirklich Indiaca spielen. Wenn er allerdings hinten war, dann waren wir besser“, erzählt Kuhnert. „Ohne ihn hätten wir eine gute Chance gehabt.“ Doch so mussten sich die Enzweihinger in zwei Sätzen geschlagen geben, obwohl sie in den Durchgängen jeweils geführt hatten.

Sparmann fegt mit Hausdülmen alle Gegner vom Spielfeld

Mit Gold im Gepäck ist sogar Farin Sparmann aus Pivitsheide zurückgekehrt. Da Enzweihingen in seiner Altersklasse 15 bis 18 Jahre keine Mannschaft stellte (Sparmann: „Einige Jungs bei uns hatten keine Lust zu spielen. Und wir hatten nicht genug Mädchen.“), spielte Sparmann als Gastspieler bei Hausdülmen im Mixedwettbewerb mit. „Wir haben schon beim World Cup im letzten Jahr darüber gesprochen. Kurz danach haben die Hausdülmener schon bei mir angefragt“, berichtet Sparmann. Mit den Nordrhein-Westfalen sicherte sich der Vaihinger souverän den DM-Titel.

Lediglich im ersten Spiel gegen Pivitsheide gaben sie einen Satz ab. Sparmann: „Im ersten Durchgang mussten wir uns noch aneinander gewöhnen.“ Nach dem 2:1 gegen Pivitsheide schossen die Hausdülmener und der Vaihinger Malterdingen, Ötisheim, Reichartshausen und Haltern jeweils mit 2:0 aus der Halle.

TSV Enzweihingen: Levi Sonnenberger, Fabio Steinmassl, Fabian Bräuninger, Theo Sparmann, Fabienne Arnoldi, Clara Dasdorf, Paula Glinder.

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