Die neue Königin von Nussdorf ist die alte

Eva-Maria Lühr gewinnt auf Concrue das S*-Springen mit Siegerrunde vor Tobias Sawatzki – Auf Cretel wird sie zudem Dritte

Von Jan Simecek Erstellt: 27. September 2016
Die neue Königin von Nussdorf ist die alte Eva-Maria Lühr (RFV Pfalzgrafenweiler) auf Concrue hat ihren Titel beim S*-Springen mit Siegerrunde verteidigt. Foto: Simecek

Die Königin des Nussdorfer Reit- und Springturniers heißt weiterhin Eva-Maria Lühr. Bereits zum dritten Mal in Folge gewann die Pfalzgrafenweilerin das S*-Springen mit Siegerrunde. Beinahe hätte sie in diesem Jahr sogar den totalen Triumph eingefahren. Neben ihrem Siegerpferd Concrue landete sie mit Cretel und Quinja noch auf den Plätzen drei und vier.

Nussdorf. Die Siegerrunde wurde zu einer etwas zähen Angelegenheit. Schließlich war Eva-Maria Lühr mit gleich drei Pferden in der Achterrunde vertreten. Und fairerweise musste sie ja genügend Zeit bekommen, um umzusatteln und die Pferde einzureiten. So gab es diverse Verzögerungen. Doch der Spannung tat dies keinen Abbruch. Denn da in umgekehrter Reihenfolge des Ergebnisses des ersten Umlaufs gestartet wurde, hätte Mona Bucher auf Quarterback als Letzte das Ergebnis noch einmal umkrempeln können. Die junge Reiterin vom RFV Berwangen hatte ja schon am Vorabend beim Flutlichtspringen auf sich aufmerksam gemacht (siehe „Talmon nutzt Verzicht von Lühr“) und lieferte nun im ersten Umlauf die schnellste Zeit von insgesamt drei fehlerfrei gebliebenen Reitern. Doch am Ende lief bei ihr gar nichts mehr zusammen. Nach mehreren Abwürfen verweigerte Quarterback gleich zweimal am Schlusssprung. Bucher musste aufgeben, wurde nur Achte.

Viel schlimmer erwischte es aber den Vorjahreszweiten, Fritz Pape (RFV Herrenberg) auf Skyros. Der Senior des Feldes gab schon im ersten Umlauf nach mehreren Abwürfen ohne Aussicht auf die Siegerrunde auf. Insgesamt fünf weiteren Reitern erging es ebenso. Nahezu perfekt lief dagegen der zweite Umlauf für die Seriensiegerin Eva-Maria Lühr. Sie hatte mit Concrue zwar im ersten Umlauf nur die drittschnellste Zeit aller Finalteilnehmer abgeliefert, hatte aber einmal abgeworfen. Mit Cretel war sie etwas langsamer, dafür fehlerfrei. Mit Quinja lag sie in der Zeit dazwischen, hatte aber auch einen Abwurf. Ideal waren die Voraussetzungen nicht für sie. Sie ging als Dritte, Vierte und Sechste auf die finale Runde, musste also trotz aller Zeit, die man ihr zugestand, eine gewisse Hektik an den Tag legen. Aber gerade das schien ihr zu liegen. Denn mit Concrue und Quinja legte sie nicht nur zwei Zeiten deutlich jenseits der Konkurrenz hin, sie blieb mit Concrue auch als Einzige in der Siegerrunde ohne Abwurf. Tobias Sawatzki (LRZFV Göbrichen), der schon 2014 ihr schärfster Konkurrent gewesen war, hatte auch in diesem Jahr knapp das Nachsehen. Schon nach dem ersten Umlauf war er Zweiter gewesen – mit einem fehlerfreien Ritt. Doch im zweiten Durchgang leistete er sich einen Abwurf und fast vier Sekunden mehr für den Parcours als Lühr. Er verdrängte aber die Pfalzgrafenweilerin auf Cretel auf den dritten Platz. Denn auch auf diesem Pferd leistete sich die Schwarzwälderin einen Abwurf nach fehlerfreier erster Runde, war aber sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang langsamer als Sawatzki.

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