Schaßberger springt bei Saisondebüt gleich 4,00 Meter

Stabhochspringerin aus Ensingen ist beste Frau beim Tübinger Sountrack-Meeting – Weller mit Landestitel über 800 Meter

Erstellt: 20. Juni 2018
Schaßberger springt bei Saisondebüt  gleich 4,00 Meter Tamara Schaßberger (oben) hat sich bei ihrem Saisondebüt beim Sountrack-Meeting in blendender Form präsentiert. Christian Streib (unten links) und Paul Jelden liefen beim Wettbewerb in Tübingen die 1500 Meter. Fotos: Görlitz

Tamara Schaßberger hat bei ihrem Saisondebüt 2018 wieder die Vier-Meter-Marke geknackt. Die Stabhochspringerin aus Ensingen sprang beim Tübinger Soundtrack-Meeting 4,00 Meter. Damit war sie beste Frau im Wettbewerb.

Tübingen/Ensingen (mg/nac). Nachdem Tamara Schaßberger im Frühjahr wieder durch Verletzungen und Erkrankungen zurückgeworfen worden war, wählte die 19 Jahre alte Ensingerin beim Tübinger Soundtrack-Meeting die Einstiegshöhe beim Stabhochsprung eher vorsichtig. nur eine Athletin im Feld, die Britin Irie Hill, stieg früher ein als Schaßberger. Die 3,60 Meter meisterte die Athletin des VfL Sindelfingen allerdings ohne Probleme. Auch die 3,80 Meter, die sie als nächstes auflegen ließ, überwand sie im ersten Versuch. Und auch 4,00 Meter machten ihr im Anschluss keine Probleme. Zu diesem Zeitpunkt führte sie den gemischten Wettbewerb an, da Luca Jakob (TSV Dagersheim) und Ruben Fraidel (LG Staufen), die bei 4,00 Meter in die Konkurrenz eingestiegen sind, jeweils ein Mal gerissen hatten.

Doch das änderte sich schnell wieder. Schaßberger riss 4,10 Meter drei Mal, während ihre männlichen Konkurrenten Jakob und Fraidel diese Höhe ausließen, dann aber 4,20 Meter meisterten – ebenso wie Heiko Hinneberg, der diese Höhe für den Einstieg gewählt hatte. An Jakob kam allerdings keiner vorbei, auch wenn Fraidel zwischenzeitlich die Führung mit gesprungenen 4,20 Metern und 4,30 Metern jeweils im ersten Versuch übernommen hatte, während sich Hinneberg mit drei Fehlversuchen über 4,30 Meter schon wieder aus dem Wettbewerb verabschiedete. Jakob meisterte allerdings die 4,40 Meter, an der sich Fraidel die Zähne ausbiss. Als sich der Nachwuchsstabhochspringer mit 4,51 Metern eine persönliche Bestleistung auflegen ließ, war dies allerdings auch für ihn an diesem Tag etwas zu hoch.

Neben Schaßberger waren auch noch zwei weitere Ensinger beim Soundtrack-Meeting im Einsatz: Christian Streib und Paul Jelden (beide TSV Ensingen). Streib wurde über 1500 Meter in 4:20,54 Minuten Zwölfter seines Zeitlaufs – vier Plätze vor seinem Vereinskamerad Jelden, der in 4:45,21 Minuten 16. wurde. Den Sieg in diesem Zeitlauf sicherte sich Yannick Markhof (LAV Stadtwerke Tübingen) in 4:00,42 Minuten. Mit dem Gesamtsieg hatte aber noch nicht einmal Markhof etwas zu tun. Den holte sich der Pole Adam Czerwinski in 3:45,21 Minuten vor dem Iren Thomas Moran in 3:48,10 Minuten. Platz drei ging an Michael Wörnle (LAV Stadtwerke Tübingen) in 3:50,70 Minuten.

Die Athleten der LG Neckar-Enz machten bei den baden-württembergischen Meisterschaften der U 20, die im Rahmen des Soundtrack-Meetings ausgetragen wurden, dort weiter, wo sie zuletzt aufgehört hatten. Allen voran Marie Weller zeigte eine starke Vorstellung und gewann die 800 Meter mit Bestzeit. Zu Bronze reichte es Jonte Fischer ebenfalls über die doppelte Stadionrunde, der dafür allerdings eine neue Bestleistung aufbieten musste. Für einen neuen LG-Rekord sorgte die Sprintstaffel, die ausschließlich mit U-18-Athletinnen einen unerwarteten vierten Platz einfuhr.

Angestachelt von der Stimmung und dem motivierenden Kontakt zu Weltklasseathleten ließen sich auch Weller sowie Fischer anstecken und nutzten das zu starken Leistungen. Beide steigerten ihre Bestzeiten üjeweils über 800 Meter klar. Dabei machte Weller ein taktisch kluges Rennen, was mit 2:10,78 Minuten und dem Landesmeistertitel belohnt wurde. Ähnlich verhielt es sich bei Fischer. Der Nachwuchsläufer der LG Neckar-Enz verbesserte sich auf 1:52,58 Minuten und sicherte sich Bronze.

Nicht so gut lief es dagegen bei Laura Schäfer, die für die 400 Meter 65,10 Sekunden benötigte. Ganz anders ihr Auftritt dann in der 4 x 100-Meter-Staffel als Startläuferin. Nach einigen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfällen trat hier ein ausschließlich aus U-18-Athletinnen bestehendes Quartett für die LG an. Nach einem guten ersten Wechsel übernahm Emma Sieder das Staffelholz. Auch die nächste Übergabe zu Selina Mahl klappte. Schnell waren alle unterwegs, was der Schlussläuferin Tabea Tempel eine gute Ausgangsposition verschaffte. Die nutzte sie und überholte noch die führende Staffel. Mit 49,41 Sekunden gewann die LG Neckar-Enz den Zeitlauf. Die junge Staffel überraschte mit dem vierten Gesamtrang. Noch nie war zuvor eine Jugendstaffel der LG besser.

Angedeutet hatten die Sprinterinnen ihr Leistungsvermögen schon zuvor über 200 Meter, als sich drei der älteren Konkurrenz stellten. Mahl gewann ihren Zeitlauf in Bestzeit von 26,51 Sekunden. Im direkten LG-Duell in einem weiteren Lauf hatte Sieder in 26,34 Sekunden – ebenfalls persönlicher Rekord – knapp die Nase vorn. Tempel kam schlecht in ihr Rennen, holte aber auf der Zielgeraden gewaltig auf. Mit 26,43 Sekunden erreichte sie noch den Bereich ihrer Bestzeit.

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