Rennvorbereitung auf der Uferpromenade

Für die Triathlon-WM in Nizza trainiert der Illinger Thomas Fritsch direkt vor Ort – Wettkampf am Sonntag wird zur Massenveranstaltung

Von Ralph Küppers Erstellt: 6. September 2019
Rennvorbereitung auf der Uferpromenade Thomas Fritsch, hier beim Mühlacker Triathlon, nimmt in Nizza die Herausforderung über 1,9 Kilometer schwimmen, 91,3 Kilometer Fahrrad fahren und 21,1 Kilometer laufen an. Foto: Küppers

Nizza/Illingen. Wenn an diesem Wochenende in Nizza die Ironman-70.3-Weltmeisterschaften ausgetragen werden, ist mit Thomas Fritsch auch ein Illinger mitten im Geschehen. Der Triathlet geht in der Altersklasse 45 bis 49 Jahre an den Start. Von den insgesamt rund 5500 Teilnehmern starten immerhin 540 in seiner Klasse. „Ich fühle mich gut“, sagt Fritsch kurz vor dem Wettbewerb. Der Samstag gehört bei der WM den Konkurrenzen der Frauen, am Sonntag sind die Männer an der Reihe.

Der Illinger verbringt gerade seinen Urlaub samt Frau und Sohn direkt an der Côte d’Azur, um in diesen Wochen das Seele baumeln lassen mit dem Training für die Weltmeisterschaft zu verbinden. „Es waren immer wieder unterschiedliche Leute dabei“, sagt Fritsch. „Unter anderem ist auch der Trainer von Markus Rolli dabei, der bei den Profis an den Start geht.“ Die Einheiten, die der Illinger absolviert hat, waren anspruchsvoll. Vor allem zu Beginn des Urlaubs, als noch einige Tage zwischen Training und Wettkampf lagen.

„Seit Mitte letzter Woche war ich viel auf der Radstrecke und beim Laufen auf der Uferpromenade“, berichtet Fritsch. Bei dem 70.3-Triathlon müssen die Teilnehmer zunächst 1,9 Kilometer schwimmen, dann 91,3 Kilometer Fahrrad fahren und schließlich einen Halbmarathon über 21,1 Kilometer absolvieren. „Auf dem Rad geht es durchs Hinterland von Nizza“, sagt der Illinger. „Das ist eine sehr anspruchsvolle Strecke. Das merkt man vor allem am Col de Vence mit dem höchsten Punkt bei 942 Metern. Es geht von null Metern Meereshöhe auf fast tausend Meter rauf und dann wieder auf null runter.“ Die vielen Höhenmeter haben es in sich. „Gefühlt geht es 50 Kilometer rauf und 40 wieder runter. Die Strecke bin ich jetzt schon fünf, sechs Mal abgefahren. Teileweise auch mit unterschiedlichen Segmenten, so dass ich auch mal Sprints und Intervalle mit einbauen konnte.“

Bevor es überhaupt zu der Herausforderung am Berg kommt, müssen die Triathleten erst einmal die Schwimmstrecke überstanden haben. „Das ist direkt im Mittelmeer“, sagt Fritsch. „Man schwimmt von der Uferpromenade aus raus, quer rüber und wieder rein. Das ist alles durch Bojen gekennzeichnet.“ Immerhin eine Disziplin meint es gnädig mit den Athleten – zumindest vordergründig. „Die Laufstrecke führt immer an der Promenade entlang“, berichtet der Illinger. „Die ist eben, Gott sei Dank. Man hat immer rechts oder links Wasser. Und es ist sehr zuschauerfreundlich, direkt vor der Altstadt von Nizza.“ Zwei Schleifen sind zu rennen, ehe endlich das Ziel erreicht ist.

Während Fritsch die Anforderungen mittlerweile aus eigener Erfahrung kennt und bei seinen Trainingseinheiten auch schon sehr vielen Mitstreitern vom Wochenende begegnet ist, hat er die Intensität in den letzten Tagen vor dem Wettkampf runtergefahren. „Seit Montag sind die Trainingsumfänge erheblich reduziert“, sagt er. „Wenn ich noch etwas mache, dann intensiver, aber kürzer. Und zwischendurch lege ich auch mal die Beine hoch. Denn wer jetzt nicht fit ist, schafft es bis zum Wochenende eh nicht mehr.“ Dabei achtet er darauf, den Körper nicht komplett in Ruhe verfallen zu lassen. „Die Anspannung soll natürlich erhalten bleiben“, sagt er.

Und der Illinger Ausdauersportler ist zuversichtlich, für die Weltmeisterschaft gut vorbereitet zu sein. „Ich fühle mich ganz gut“, sagt Fritsch. „Die Vorfreude auf den Wettkampf ist auf jeden Fall schon da. Und die Beine sind gut.“

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