Nur noch ein Ass in DLV-Bestenlisten

Triathlet Großkopf liegt über 5000 Meter auf Platz 32 der U 20 in Deutschland – Mehrere Spitzenpositionen in Württemberg

Von Michael Nachreiner Erstellt: 18. Januar 2020
Nur noch ein Ass in DLV-Bestenlisten Julian Großkopf (LAZ Ludwigsburg) ist nicht nur als Triathlet ein herausragender Sportler. Der Oberriexinger steht über 5000 Meter als einziger Athlet aus dem Raum Vaihingen in der Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) – an Position 32 der U 20. Über zehn Kilometer auf der Straße und auf der Halbmarathondistanz führt er die jeweilige U-20-Rangliste des Württembergischen Leichtathletik-Verbands (WLV) sogar an. Foto: Archiv/Nachreiner

Mit seinen bei der EM in Zürich 2014 gelaufenen 48,96 Sekunden über 400 Meter Hürden steht Felix Franz in der ewigen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) immer noch an Position neun. Ein Eintrag in den Wertungslisten des Jahres 2019 fehlt aber von dem Aushängeschild der Region – genauso wie von der Stabhochspringerin Tamara Schaßberger.

Vaihingen. Erst im Frühjahr, obwohl schon wieder von einer Verletzung an der Achillessehne zurückgeworfen, hat sich Felix Franz für eine Fortsetzung seiner sportlichen Laufbahn bei der LG Neckar-Enz entschieden. Doch wieder war es ein Satz mit x – das war wohl nix. Denn auch die Saison 2019 musste der Wahl-Bietigheimer auslassen. Sobald er in die Belastung ging, meldete sich seine Achillessehne mit Schmerzen zu Wort. Zuletzt hatte er 2014 eine Saison komplett ohne gesundheitliche Probleme durchgezogen. Aus diesem Jahr stammt auch seine persönliche Bestleistung, gelaufen bei der EM in Zürich, als er die 400 Meter Hürden in 48,96 Sekunden bewältigte. Damit steht er zwar in der ewigen Bestenliste der Männer des Deutschen Leichtathletik-Verbands (DLV) weiterhin unter den besten zehn. Ein neuer Eintrag im Jahr 2019 kam allerdings nicht hinzu.

Ebenfalls ohne einen Wettkampf blieb auch Tamara Schaßberger (VfL Sindelfingen) in der vergangenen Saison. Die Stabhochspringerin aus Ensingen hat dem Vernehmen nach ihre Leichtathletikschuhe an den Nagel gehängt, nachdem sie einen Bandscheibenvorfall erlitten hat, wie es aus Insiderkreisen hieß. Wäre sie wieder an ihre Bestleistung von 4,15 Metern herangesprungen oder hätte sie diese sogar übertroffen, wäre sie so um Platz zehn in der DLV-Bestenliste der Frauen gelandet. Nicole Hein (MTG Mannheim), die sie Top ten beschließt, hat in der abgelaufenen Saison 4,16 Meter übersprungen.

Damit steht nur noch ein Leichtathlet aus der Region Vaihingen in der DLV-Bestenliste. Julian Großkopf (LAZ Ludwigsburg) schaffte es in der Altersklasse U 20 über 5000 Meter auf den 32. Platz. Der Triathlet aus Oberriexingen benötigte für die Distanz 16:04,89 Minuten. Diese Leistung brachte ihm in der U-20-Bestenliste des Württembergischen Leichtathletik-Verbands (WLV) sogar Platz vier ein. Unangefochten führt der Oberriexinger die Wertung des Halbmarathonlaufs in dieser Altersklasse sogar an. Mit 1:11:17 Stunden für die rund 21 Kilometer war Großkopf, der mit 1:19:12 Stunden bereits 2018 dieses Klassement anführte, mehr als eine Minute schneller als der Zweitschnellste, Kelvin Keim (VfL Waiblingen), der 1:12:31 Stunden lief. Ebenfalls auf Platz eins steht der Triathlet aus Oberriexingen in der WLV-Bestenliste der U 20 mit 31:29 Minuten über zehn Kilometer auf der Straße. Das reichte zu Platz 21 in der Männerwertung.

Gerade noch unter die besten 30 bei den Männern in Württemberg hat es Paul Jelden (LAV Stadtwerke Tübingen) über 1500 Meter geschafft. Der Vaihinger lief die Distanz in 4:13,80 Minuten. Außerdem platzierte er sich zusammen mit Theodor Haug und Paul Pascal Scheub in der dritten 3 x 1000-Meter-Staffel der LAV Stadtwerke Tübingen in 8:17,87 Minuten auf dem neunten Platz.

Als Zwölfter in der U 18 rangiert Manuel Gutscher (TSV Ensingen) über 1000 Meter knapp außerhalb der Top ten in Württemberg. Er lief die Strecke in 3:00,86 Minuten.

In der gleichen Altersklasse landete Julian Kristen (TSV Ensingen) in 4:48,24 Minuten über 1500 Meter auf dem 22. Platz in Württemberg. Auf der doppelt so langen Distanz schrammte der 16 Jahre alte Nussdorfer nur um elf Hunderstelsekunden an den Top ten vorbei. Als Elfter der WLV-Bestenliste lief er 10:23,69, der Zehnte Tom Schönfeld (LAZ Ludwigsburg) benötigte 10:23,58 Minuten. Bei seinem ersten Lauf über 5000 Meter überhaupt beim Abendsportfest in Bietigheim absolvierte Kristen die zwölfeinhalb Stadionrunden in 17:53,22 Minuten, was ihn im Klassement auf den sechsten Platz katapultierte. „Langdistanzen liegen mir“, sagte der Nussdorfer damals.

Und auch Anja Tognotti (TV Vaihingen) hat es wieder in die Bestenliste des WFV geschafft. Die Grande Dame der Leichtathletik beim TVV schaffte die 400 Meter beim Sportfest in Flein in 67,03 Sekunden. Dies wurde mit Rang 18 im Klassement belohnt. Die Allrounderin ist auch in der Seniorinnenklasse W 40 zu finden. Ihre 400-Meter-Zeit lässt Tognotti hier auf den ersten Rang springen. Außerdem ist sie in 14,57 Sekunden über 100 Meter und mit 4,54 Metern im Weitsprung jeweils Zweite in Württemberg. Nur einen Platz schlechter rangiert sie mit 1,42 Metern im Hochsprung. Das Paket wird abgerundet durch ihre 7,81 Meter im Kugelstoßen.

Als Bahnläuferin aufgebaut wird Svenja Groß (LG Neckar-Enz), weshalb die in der Region eher von den Volksläufen bekannte Vaihingerin 400-Meter- und 800-Meter-Läufe anging. Doch dies mit beachtlichem Erfolg. In der U 20 landete die Mittel- und Langstrecklerin noch im Trikot des TSV Ensingen über 400 Meter in 62,31 Sekunden auf dem 13. Platz der WLV-Bestenliste. Über 800 Meter steht sie in 2:21,19 Minuten im württembergischen Klassement sogar auf Rang acht.

Ebenfalls in der Alterklasse U 20 belegt Svenja Merita (LG Neckar-Enz) mit dem vier Kilogramm schweren Hammer in 27,91 Metern den fünften Platz in der WLV-Bestenliste.

Ihr zwei Jahre jüngerer Bruder Luca Merita (LG Neckar-Enz) steht ihr aber in nichts nach. Mit dem vier Kilogramm schweren Hammer steht der Horrheimer bei den Jungen M 14 mit 30,56 Metern sogar auf dem dritten Rang im Klassement. Eine Top-ten-Platzierung erreichte er noch mit der ebenfalls vier Kilogramm schweren Kugel, die er auf 11,18 Meter stieß. Damit rangiert er auf Platz acht in der Bestenliste. Nicht ganz so weit vorne landete er mit dem Diskus und dem Speer. Bei Ersterem brachten ihm 23,95 Meter Rang 23 und bei Letzterem 30,31 Meter Platz 21 in seiner Altersklasse M 14 ein.

Die besten Platzierungen in den WLV-Bestenlisten haben die Senioren aus dem Raum Vaihingen erreicht. Ganz vorne sind neben Tognotti vor allem Angelika Grißmer (LG Neckar-Enz), Nicole Benning (EK Schwaikheim) sowie Heiko Merita (TV Sersheim) zu finden. Letzterer führt das Klassement in der M 55 im Diskuswurf mit 39,40 Metern und im Gewichtwurf mit 13,67 Metern an. Außerdem liegt der Horrheimer im Kugelstoßen mit 11,71 Metern, im Hammerwurf mit 35,35 Metern sowie im Wurf-Fünfkampf mit 2815 Punkten jeweils auf dem zweiten Platz. Darüber hinaus ist er auch noch mit 40,85 Metern Dritter im Speerwurf.

Auf dem Platz an der Sonne in der WLV-Bestenliste ist auch Benning zu finden. Die Kleinglattbacherin führt in 41:19 Minuten die Wertung der W 45 über zehn Kilometer auf der Straße an. Beim Halbmarathon in 1:36:30 Stunden und beim Marathon in 3:42:03 Stunden liegt sie jeweils auf dem dritten Rang.

Mit dem zweithöchsten Treppchen in Württemberg muss sich Grißmer zufrieden geben. Über 100 Meter in 15,43 Sekunden sowie über 200 Meter in 32,51 Sekunden landete die Kleinglattbacherin jeweils auf Platz zwei in der W 55.

In die WLV-Bestenliste haben es auch Martin Weiss und Klaus Rathmann (beide TSV Ensingen) durch ihren couragierten Lauf über 5000 Meter beim Abendsportfest in Bietigheim geschafft. Weiss kam nach 21:03,78 Minuten, Rathmann nach 21:18,64 Minuten über die Ziellinie, was die Plätze sechs und sieben im Klassement der M 45 bedeuteten. Ihr Vereinskamerad Rainer Kienzle (TSV Ensingen) rangiert in der M 50 mit 22:19,89 Minuten ebenfalls über 5000 Meter auf dem siebten Platz. Manfred Späth (TSV Nussdorf) schaffte es mit einer Zeit von 4:04:17 Stunden über 42,195 Kilometer auf Rang zwölf in der WLV-Bestenliste der M 55. Und auch der ehemalige Vaihinger Uwe Schwiederek (LG Freiberg) ist gelistet. Er kam in der M 50 in 13,39 Sekunden über 100 Meter auf Platz acht in Württemberg, in 61,78 Sekunden über 400 Meter auf Rang vier, in 2:39,62 Minuten über 800 Meter auf Platz 15 sowie in 6:19,1 Minuten über 1500 Meter ebenfalls auf Rang 15.

In den Bestenlisten des Kreises Ludwigsburg finden sich darüber hinaus noch einige Athleten. In der U 18 sprintete Jonas Gaißer (TSV Ensingen) die 200 Meter in 25,03 Sekunden, was ihm Platz sechs einbrachte. In der gleichen Altersklasse belegen Alexander Kopf (TSV Ensingen) in 42:28 Minuten und Leon Weiss (TSV Ensingen) in 1:01:23 Stunden über zehn Kilometer auf der Straße die Ränge vier und sechs. Jule Methner (TSV Ensingen) landete mit 30,33 Sekunden über 200 Meter auf dem achten Platz der U 18. Ebenfalls Achte ist Helena Rathmann (TSV Ensingen) durch ihre 2:43,03 Minuten über 800 Meter in der W 14. Über die gleiche Distanz, allerdings in der U 18, wird Luana Lenz (TV Vaihingen) auf dem fünften Rang geführt. Sie benötigte für die 800 Meter 2:50,20 Minuten. Und Maren Schlossarek (TV Vaihingen) sprintete in 15,37 Sekunden über 100 Meter in der W 14 auf den zehnten Platz im Klassement. Darüber hinaus brachten ihr 3,62 Meter im Weitsprung den siebten Rang ein. Im gleichen Wettbewerb wurde ihre Vereinskameradin Konstantina Stalika mit 3,25 Metern Neunte. Die Top ten beschloss mit 11,27 Sekunden über 75 Meter Leni Weber (TV Vaihingen) in der W 13. Die gleiche Platzierung erreichte sie mit 21,50 Metern beim Ballwurf.

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