„Die Motivation ist, Freunde wieder zu sehen“

Beim Nussdorflauf startet eine deutsch-französische Mannschaft

Von Vera Gergen Erstellt: 27. November 2017
„Die Motivation ist, Freunde  wieder zu sehen“ Die Equipe Ennery/Oberriexingen mit 27 Läufern freut sich auf die Teilnahme am Nussdorflauf. Foto: Gergen

Nussdorf. Als Premiere ist beim elften Nussdorflauf auch eine deutsch-französische Mannschaft an den Start gegangen. Gleich 27 Teilnehmer zwischen elf und 70 Jahren hatten die Freunde der Städtepartnerschaft zwischen Oberriexingen und Ennery gemeldet, darunter vier Franzosen und auf deutscher Seite Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde, des TSV Oberriexingen, Vulkania und Kleintierzuchtverein sowie weitere Neuzugänge. Wie Holger Großkopf als Präsident des Partnerschaftskomitees berichtete, sei nach der gemeinsamen Teilnahme in kleinerer Besetzung beim Paris-Halbmarathon 2017 und beim Oriathlon 2015 und 2016 erneut der Wunsch nach einem gemeinsamen Laufereignis entstanden. Jean Baptiste Cheslet, der mit seinen Sportskollegen nach achtstündiger Fahrt gegen zwei Uhr am Samstagfrüh von den Gastgebern in der Enz-Stadt empfangen worden war, erklärte: „Unsere größte Motivation für die 640-Kilometer-Tour war es, unsere Freunde wieder zu treffen. Auch wenn wir uns erst im Juni in Ennery gesehen haben, ist es immer eine wahre Freude, Zeit miteinander zu verbringen.“ Dieses Jahr gebe es im Herbst keine Jugendbegegnung, deshalb habe sich der Lauftreff dazu entschlossen, mit ein paar Vertretern nach Oberriexingen zu reisen. „Der Runners Ennery Club trifft sich zwei Mal im Monat, um ein paar Runden um unsere Gemeinde zu drehen. Und jetzt sind wir gekommen, um unsere Laufschuhe auch auf deutschen Straßen und Wegen zu nutzen.“

Nach ein paar gemeinsamen Trainingseinheiten in den vergangenen Wochen zusammen mit den Lauffreunden aus Nussdorf starteten nun insgesamt 17 Athleten beim Panoramalauf, fünf beim Einsteigerlauf und zwei auf der Walking-Strecke für die Equipe Ennery/Oberriexingen. Dabei waren weder französische Sprachkenntnisse noch läuferische Spitzenleistung erforderlich – allein der olympische Geist zählte, wie Großkopf betonte.

Nichtsdestotrotz gab die Mannschaft ihr Bestes und sicherte sich drei erste, zwei zweite und einen dritten Platz in der jeweiligen Jahrgangswertung sowie mit den fünf Spitzenläufern Julian Großkopf, Simon Stratemeier, Benjamin Demailly, Michael Bosch und Jean Baptiste Cheslet sogar den Sieg in der Teamwertung der Männer beim Hauptlauf. So hatte man am Ende des Tages noch einige Gründe mehr, in gemütlicher Runde zu feiern und das Erlebte gemeinsam Revue passieren zu lassen. Am Sonntagmittag hieß es dann bereits wieder „Au revoir, chers amis, et bonne route!“ – „Auf Wiedersehen, liebe Freunde, und gute Heimreise!“

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