Ansturm auf dritten Mühlacker Triathlon

Schwimmen in der Enz, Radfahren durch den Plattenwald und ein Stadtlauf locken beinahe 600 Sportler auf die drei Distanzen

Von Ralph Küppers Erstellt: 23. Juli 2019
Ansturm auf dritten Mühlacker Triathlon Thomas Fritsch überrundet beim Mühlacker Triathlon Dieter Nollert und erkämpft sich mit einer starken Leistung den fünften Platz. Foto: Küppers

„Es ist nicht gerade meine Strecke“, sagt Langdistanz-Spezialist Thomas Fritsch über die Olympische Distanz beim Triathlon. „Da muss man sich so beeilen.“ Der Illinger hat bei dem Wettbewerb in Mühlacker den fünften Platz in der Gesamtwertung erreicht. „Damit bin ich zufrieden, wirklich zufrieden.“ Mit ihm konkurrierten 130 weitere Athleten. Insgesamt gab es 567 Finisher.

Mühlacker. Zum dritten Mal hat es am Sonntag den Mühlacker Triathlon gegeben. Die Teilnehmer waren auf drei verschiedenen Distanzen am Start, nochmal untergliedert in Einzel- und Staffelwettbewerbe. Für Thomas Fritsch war die längste in der Senderstadt angebotene Distanz gerade richtig. „Meine Priorität lag auf der Langdistanz in Frankfurt, wo ich vor drei Wochen gestartet bin“, berichtet der Illinger. „Aber weil es ein lokaler Wettbewerb ist, bin ich jetzt auch in Mühlacker angetreten. Darauf habe ich mich aber nicht gezielt vorbereitet.“

Dass die EM in Frankfurt noch nicht lange her war und ein weiterer Triathlon am Schluchsee gerade erst vor einer Woche in den Knochen steckte, machte Fritsch in Mühlacker vor allem am Schluss etwas zu schaffen. „Das merkt man hintenraus beim Laufen“, sagt er. Dennoch ist seine Leistung im Zehn-Kilometer-Lauf nichts, woran der Illinger zweifeln müsste. Die Zeit von 39:20 Minuten bedeutet, dass nur acht Athleten schneller waren als er. Beim Radfahren über 40 Kilometer waren es sogar nur vier. „Das war bombastisch“, schwärmt Fritsch. „Kein Defekt, die Beine waren gut – das war richtig gut. Aber auch anstrengend, von Mühlacker den Plattenwald nach Pinache hoch.“ Warum es nicht noch besser für ihn lief, lag gleich an der ersten Disziplin, dem Schwimmen. „Da bin ich Quereinsteiger“, sagt Fritsch. „Und für meine Verhältnisse hat es gut geklappt.“ Für die anderthalb Kilometer in der Enz benötigte er 27:16 Minuten. Isoliert betrachtet war das Platz 28. Doch weil die anderen Spitzenathleten nur im Schwimmen stärker waren, holte Fritsch im Lauf des Wettbewerbs immer weiter auf. „Nach dem guten Radfahren bin ich richtig motiviert auf die Laufstrecke gegangen“, sagt er. „Und weil es ein Heimwettkampf war und viele Zuschauer da waren, hat es wirklich super gepasst.“ Allerdings ginge jetzt jede weitere Anstrengung an die Substanz. „Die zwei kleinen Triathlons sind beide gut gelaufen. Damit sind sie jetzt auch abgeschlossen“, sagt Fritsch. Ab sofort richtet sich seine Trainingsplanung ganz auf die 70.3-Weltmeisterschaft in Nizza am 8. September.

In Mühlacker, wo für das sportliche Großereignis weiträumige Umleitungen eingerichtet waren, triumphierte über die Olympische Distanz Vorjahressieger Thomas Heuschmidt (TV Forst), der in allen drei Disziplinen unter den vier besten war und nach 2:04:53 Stunden ins Ziel kam. Die Zeit von Fritsch, der dieses Mal für das Tri-Team Stadtwerke Mühlacker startete, lag bei 2:22:16 Stunden. Schnellste Frau in diesem Wettbewerb war Überraschungssiegerin Claudia Richter (Tri-Team Stadtwerke Mühlacker) in 2:52:58 Stunden.

Im Sprint hatten Duncan Frey in 1:05:39 Stunden und Sabrina Fleig (beide TRT Remchingen) in 1:17:15 Stunden die Nase vorn. Der Sprint bedeutete in Mühlacker 750 Meter Enzschwimmen, 20 Kilometer Radfahren und schließlich 5,4 Kilometer Laufen. Den Jedermann-Triathlon gewannen Jan-Philipp Gnad (Tri-Team Wettersbach) in 44:22 Minuten und Enya Frey (TRT Remchingen) in 46:39 Minuten. Im Gegensatz zu den größeren Distanzen begannen die Jedermänner mit 400 Metern Schwimmen im Freibad, gefolgt von zehn Kilometern Radfahren und 3,2 Kilometern Laufen.

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