SG BBM gewinnt den Supercup zum zweiten Mal

Handballerinnen wiederholen ihren Erfolg aus dem Jahr 2017

Erstellt: 4. September 2019

Ludwigsburg/Bietigheim-Bissingen (red). Der Deutsche Meister und Champions-League-Teilnehmer SG BBM Bietigheim hat den ersten Titel der noch jungen Saison gewonnen. Nach einer spannenden Partie und dem Endergebnis von 27:26 (10:12) sind die Handballerinnen am Wochenende zum zweiten Mal nach 2017 HBF-Supercup-Sieger geworden. In einem packenden Match setzte sich das Team von Cheftrainer Martin Albertsen in Ludwigsburg allerdings nur hauchdünn gegen den Pokalsieger Thüringer HC durch.

Auf Seiten der gastgebenden Bietigheimerinnen fehlten verletzungsbedingt Rückraumspielerinn Anna Loerper sowie Linksaußen Fie Woller. Beide Teams zeigten einen nervösen Beginn dieses ersten Pflichtspiels in der neuen Saison. Der THC ging durch Nationalspielerin Emily Bölk in Führung. Laura van der Heijden egalisierte aus dem Rückraum. Doch die Thüringerinnen legten zwei Treffer 3:1 nach. Nach neun Minuten nahm Albertsen seine erste Auszeit. Seine Truppe erlaubte sich in der Offensive immer noch zu viele Fehler. Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs bekamen die Torhüterinnen auf beiden Seiten reichlich Gelegenheit, sich zu beweisen. Mit 7:4 führte der Pokalsieger, als THC-Coach Herbert Müller in der 19. Minute seinerseits zur Auszeit bat. Fehlwürfe und technische Fehler bestimmten weiter den Verlauf, wobei die Gäste die bessere Chancenverwertung hatten. Die SG BBM lag zur Halbzeit mit 10:12 zurück.

Im zweiten Durchgang war es der THC, der das erste Tor markierte. Auf Seiten der nun besser und fokussierter agierenden SG BBM antwortete die niederländische Nationalspielerin Laura van der Heijden mit drei beeindruckenden Treffern in Folge. 14:16 betrug der Spielstand nach 35 Minuten. Dann gab Bietigheim weiter Gas. Amelie Bergers Treffer zum 15:16 brachte den wichtigen Anschluss für Bietigheim, Antje Lauenroth ließ den Ausgleich folgen – THC-Trainer Herbert Müller musste folgerichtig wieder die Grüne Karte auf den Tisch legen.

Nun stand auch das SG-Bollwerk um die überragende Torhüterin Dinah Eckerle. Kapitänin Kim Naidzinavicius besorgte per Siebenmeter die erste Führung für den Deutschen Meister zum 17:16. Zur Drei-Tore-Führung traf Maura Visser in der 45. Minute ebenfalls per Siebenmeter. Die SG-Fans in der MHP-Arena waren aus dem Häuschen. Thüringen steckte nicht auf und kam zwölf Minuten vor dem Ende noch einmal auf 20:21 heran.

Es war nun der erwartete Schlagabtausch auf Augenhöhe. Anderthalb Minuten vor Abpfiff kam erneute Spannung auf, als der THC den Anschluss zum 25:26 erzielte. Zudem gab es zwei Minuten gegen Kim Naidzinavicius. Bietigheim blieb mit 27:26 vorne – es knisterte in der Arena. Die SG BBM musste nun bis zum Ende in Unterzahl verteidigen. Die letzte Aktion des Spiels gehörte Emily Bölk und damit dem THC. Nach dem Abpfiff gab es noch ein letztes Mal die Chance auf den Ausgleich. Doch ihr Geschoss landete bei einem direkten Freiwurf am Gebälk.

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