Mit Gagsch hat TSV wieder gelernte Torhüterin

Fünf B-Jugendliche stocken Kader der Oberriexinger Frauen auf.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 9. Oktober 2020

Oberriexingen. Es hätte so schön sein können. Aus der B-Jugend rücken mit Bianca Bortel, Mona Schray und Pia Böhringer, die in der vergangenen Saison bereits bei den Frauen des TSV Oberriexingen in der Kreisliga A aufgelaufen sind, sowie Janina Gagsch und Anbiola Berisha gleich fünf Jugendliche zu den Erwachsenen auf, weil die Oberriexinger keine A-Jugend gemeldet haben. Die Personalprobleme der Vergangenheit – der TSV lief oftmals ohne oder nur mit einer Auswechselspielerin auf – schienen vorbei. Und mit Gagsch steht erstmals seit Langem wieder eine gelernte Torhüterin im Kader, so dass Karin Hörer entlastet wird, die bisher das Gehäuse hütete.

Doch die Corona-Pandemie machte den Verantwortlichen des TSV einen Strich durch die Rechnung. „Von den zwölf Spielerinnen im Kader wollen drei nicht spielen, weil sie beispielsweise im Kindergarten arbeiten“ berichtet Trainer Hans Schuster. Dennoch entschieden die TSV-Verantwortlichen, erst einmal eine Mannschaft zum Spielbetrieb zu melden. „Wenn es im Lauf der Saison zu wenige Spielerinnen sind, ziehen wir das Team auch wieder zurück. Wichtig ist, dass wir alle das Jahr gesund überstehen“, erklärt der Übungsleiter.

Deshalb ist auch zweitrangig, wer am Samstag (17 Uhr) zum Saisonauftakt an die Enz kommt – die HSG Marbach/Rielingshausen II. „Wir haben nach der langen Pause erst einmal geschaut, dass die Mädels sich mal wieder an den Ball gewöhnen“, berichtet Schuster. „Ein paar handballspezifische Übungen, ein bisschen Laufen, ein paar Sprints – das waren die Trainingsinhalte.“

 

INFO

Keine Zuschauer erlaubt

Die Sporthalle in Oberriexingen bietet eigentlich beste Voraussetzungen, dass auch in Zeiten der Corona-Pandemie Zuschauer die Handballspiele des TSV Oberriexingen verfolgen können. Die Verantwortlichen des TSV haben sich aber dafür entschieden, dass sie keine Fans in die Halle lassen. „Uns ist das Risiko einer Infektion zu groß“, erklärt Oberriexingens Trainer Hans Schuster. „Außerdem müssten wir ja Abstände zwischen den einzelnen Sitzplätzen einhalten, so dass am Ende vielleicht zehn oder 15 Zuschauer in die Halle dürften. Da stellt sich aber die Frage: Wen lassen wir rein, und wen weisen wir ab?“ Und dann gebe es ja immer die Möglichkeit, dass man sich mit Querulanten rumschlagen muss, die keine Maske tragen wollen. (nac)

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