Maisch ist immer für eine Feier zu haben

Die HCME-Rückraumspielerin vermisst neben dem Handball vor allem die Abende mit ihren Teamkameradinnen. Der Lockdown hat aber auch was Gutes: Es fiel ihr leichter, sich ins Studium einzufinden – und sie hat mehr Zeit fürs Motorradfahren.

Erstellt: 18. März 2021
Maisch ist immer für eine Feier zu haben Eine der größten Stärken von Sophie Maisch (rechts): Sie scheut sich nicht, in die Lücken zu stoßen – dorthin, wo es wehtun kann. Foto: Nachreiner

Vaihingen (nac). Die Sportler aus der Region stehen im öffentlichen Fokus und werden meist nach ihren Leistungen beurteilt. Doch wie ticken sie wirklich? In einer Interviewserie stellt die VKZ-Sportredaktion den Menschen hinter dem Sportler vor. Teil 17: Sophie Maisch (19), Rückraumspielerin beim Handball-Bezirksklasse-Vertreter HC Metter-Enz.

Wie geht es Ihnen?

Mir geht es soweit gut, danke.

Jetzt in der trainings- und spielfreien Phase: Wie halten Sie sich fit?

Ich mache mehrmals die Woche Home-Workouts und gehe ab und zu joggen.

Und wie vertreiben Sie sich Ihre mehr-gewonnene Freizeit?

Ich habe im September mit meinem Studium angefangen und konnte die Zeit gut nutzen, um mich zu organisieren und einzufinden. Mittlerweile habe ich Zeit, um Motorrad zu fahren, wenn das Wetter gut ist, abends zu kochen und auch einfach eine Serie zu schauen, um den Tag ausklingen zu lassen.

Was fehlt Ihnen aktuell am meisten?

Aktuell fehlen mir auf jeden Fall die gemeinsame Zeit und Abende mit Freunden und das Training in der Halle. Sehr gerne würde ich wieder mal Essen gehen und einen Kurztrip mit Freunden unternehmen. Vieles, was geplant war, konnte nicht umgesetzt werden, aber das wird nachgeholt.

Und auf was können Sie generell nicht verzichten?

Auf gute Gespräche und Erlebnisse mit Freunden sowie gemeinsame Abende mit der Mannschaft nach einem Spiel.

Blicken wir auf die bisher in dieser Saison absolvierten Wettkämpfe/auf die bisherige Saison zurück: Mit was sind Sie zufrieden? Was lief gut und was nicht?

Da ich mich im Oktober auf mein Studium konzentrieren wollte, habe ich nicht mehr mittrainiert und auch das einzige Spiel der Saison nicht mitgespielt. Die zweite Partie der Spielzeit 2020/2021 wurde vom Gegner abgesagt – und dann wurde der Amateursport auch schon eingeschränkt, so dass keine weiteren Spiele stattgefunden haben. Da ist es schwierig zu sagen, wie es lief und was es eventuell zu verbessern gibt.

Wie stehen Sie zu der Entscheidung des Verbands, die Saison zu annullieren?

Ich halte die Entscheidung für vernünftig. Im Amateurbereich gibt es bisher keine ausreichenden Möglichkeiten, um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten. Mir wäre es nicht wohl, in der aktuellen Zeit auf dem Spielfeld zu stehen und eine Partie gegen eine andere Mannschaft zu spielen. Ich denke, es ist jetzt wichtig, dass sich die Infektionslage entspannt, so dass es möglich ist, im Oktober eventuell die neue Saison spielen zu können.

Und wenn Sie Ihre bisherige Laufbahn Revue passieren lassen: Was war Ihr schönstes Sport-Erlebnis?

Als ich 2013 aufgenommen wurde in die Bezirksauswahl Enz/Murr. Von dem zusätzlichen Training profitiere ich heute noch. Und ich habe viele wichtige Erfahrungen gesammelt – sowohl sportlich als auch für mich persönlich.

Wer war der beste Konkurrent, gegen den Sie jemals haben antreten müssen?

Ich spiele gerne den TV Tamm. Das sind immer sehr faire, schnellere und meist auch ausgeglichene Begegnungen auf Augenhöhe. Da macht es wirklich Spaß, auf dem Spielfeld zu stehen.

Es heißt: Hinter jedem erfolgreichem Mann steht eine starke Frau und hinter jeder erfolgreichen Frau steht ein starker Mann. Wer ist bei Ihnen verantwortlich, dass Sie sportlich so erfolgreich sind?

Ohne meine Schwester hätte ich vielleicht nie mit Handball angefangen. Aber auch meine Eltern waren immer bereit, mich ins Training zu fahren oder sind zu Spielen mitgekommen, soweit es ging. Sie gaben mir einen starken Rückhalt und unterstützen mich immer noch sehr.

Wenn Sie nicht die Sportart treiben würden, für die Sie sich entschieden haben, welchem Hobby würden Sie nachgehen?

Ich würde wahrscheinlich Turnen. Das habe ich als Kind gemacht und bin heute sehr fasziniert von der Komplexität dieser Sportart.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Ich würde eine Kamera mitnehmen, um Bilder zu machen, um Momente festzuhalten. Musik darf auf keinen Fall fehlen, um zu entspannen oder mich zu motivieren. Und dann noch ein Telefon, damit ich mit meiner Familie und Freunden telefonieren kann.

Wie charakterisiert Sie Ihre Familie oder Freunde?

Als zielstrebig, offen und immer für einen Spaß und eine Feier zu haben.

Wenn Sie eine Million Euro zur Verfügung hätten, was würden Sie damit machen?

Zuerst würde ich wahrscheinlich shoppen gehen. Aber ich würde mir auch eine Wohnung kaufen und das Geld anlegen, um später davon profitieren zu können.

Unabhängig von Geld: Welchen Wunsch würden Sie sich gerne einmal erfüllen?

Ich habe eine Liste mit Dingen erstellt, die ich einmal machen möchte, weil es so viel gibt. Aber wenn ich nur einen Wunsch frei hätte, dann würde ich gerne eine Weltreise machen.

Welchen Prominenten würden Sie gerne einmal kennenlernen?

Ich würde gerne Lewis Hamilton kennenlernen. Er ist nicht nur ein unglaublich guter Rennfahrer, sondern setzt sich auch für andere Menschen ein und nutzt seinen Bekanntheitsgrad, um auf Probleme aufmerksam zu machen. Das finde ich sehr bewundernswert.

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