Yilmaz tritt als Illinger Trainer ab

Am Saisonende ist Schluss: Nach nur einer Spielzeit muss sich SVI wieder neuen Übungsleiter suchen.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 30. März 2021
Yilmaz tritt als Illinger Trainer ab Sedat Yilmaz hatte nur eine Saison lang die Verantwortung in Illingen. Foto: Archiv/Nachreiner

Illingen. Paukenschlag beim SV Illingen: Sedat Yilmaz, der den Fußball-A.Ligisten erst im vergangenen Sommer als Trainer von Tobias Häfner übernommen hatte, gibt sein Amt zum Saisonende wieder auf. „Die Chemie zwischen einigen Spielern und mir hat nicht gepasst. Einige Spieler waren mit Entscheidungen von mir nicht zufrieden. Das führte zu Problemen, denn ich muss als Trainer einfach Entscheidungen treffen“, berichtet der Übungsleiter. „Da zu befürchten ist, dass sich das nicht bessert, ist so eine Situation gefährlich, zumal der Kader des SVI nicht so groß ist. Deshalb wollte ich für die neue Saison kein Risiko eingehen und habe entschieden, dass ich nicht weitermachen werde.“

Von der Nachricht wurde die SVI-Abteilungsleitung um Christian Gruica überrascht. „Wir hatten uns zwischen den Jahren zu einem Spaziergang getroffen. Das war ein gutes Gespräch, in dem wir übereinkamen, dass wir zusammen weitermachen wollen“, erklärt der Fußballchef. „Anfang des Monats haben wir uns noch einmal zusammengesetzt, um die weitere Zusammenarbeit festzuzurren. Doch da hat uns Sedat mitgeteilt, dass er das Gefühl hat, dass einige Spieler nicht hinter ihm stehen und dass die Chemie nicht stimmt. Er ließ sich auch nicht noch einmal umstimmen.“

Dass es zu Umwälzungen kommen kann, wenn ein neuer Übungsleiter anheuert, ist keine neue Nachricht. „Ein neuer Trainer mischt im ersten Jahr immer erst mal den Laden auf. Da kann es durchaus passieren, dass manche Spieler unzufrieden sind. Aber ich habe gedacht, das ist erledigt“, erzählt Gruica. „Es gab keine Hinweise“, dass es zwischen Coach und Mannschaft kriseln würde. Der Lockdown habe aber auch noch einmal die Situation – ein neuer Trainer, an den sich die Mannschaft gewöhnen muss – verschärft. „Wir konnten nicht zusammenwachsen“, bemängelt der Illinger Abteilungsleiter.

Nun hat erneut die Suche nach einem Übungsleiter im Eichwaldpark begonnen. „Namen sind schon gefallen. Aber wir lassen uns Zeit. Wir werden in den nächsten Tagen einen Trainer nach dem anderen auf unserer Liste ansprechen“, berichtet Gruica. Es eile aber auch nicht so sehr. „Ich gehe davon aus, dass in der nächsten Sitzung des Württembergischen Fußball-Verbands (WFV) nach Ostern die Saison 2020/2021 abgebrochen wird“, sagt Gruica.

Das Anforderungsprofil eines neuen Trainers ist vage gehalten. „Es sollte jemand sein, der die Mannschaft und die Liga kennt“, erklärt Gruica. „Es kann aber auch in eine ganz andere Richtung gehen. Wir sind offen für alles – eventuell auch einen Spielertrainer.“ Wichtig sei zunächst, dass die sich Illinger Verantwortlichen intern auf einen Weg festlegen, den sie mit dem SVI einschlagen wollen. „Die Frage lautet: Wollen wir noch mal den Bezirksliga-Aufstieg in Angriff nehmen? Dann müssten wir einen Trainer verpflichten, dessen Namen so eine Strahlkraft hat, dass er sogar den einen oder anderen Spieler zu uns zieht. Oder reicht uns die A-Klasse? Dann ist der von uns eingeschlagene Weg, auf eigene Spieler zu setzen, genau der richtige“, berichtet der Illinger Fußballchef.

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