Tobias Hellwig hat ihn mächtig beeindruckt

Der Abwehrspieler der SGM Hohenhaslach/Freudental II hat Yannick Rähmer vom TSV Enzweihingen, dessen großes Vorbild der Portugiese Cristiano Ronaldo ist, im Ligaduell der Fußball-Kreisliga B 6 komplett aus dem Spiel genommen.

Erstellt: 13. Januar 2021
Tobias Hellwig hat ihn mächtig beeindruckt Obwohl Yannick Rähmer von Trainer Xhavit Halilaj beim TSV Enzweihingen oft in der Innenverteidigung oder im defensiven Mittelfeld aufgestellt wird, hat er schon neun Tore erzielt. Foto: Küppers

Enzweihingen (nac). Die Sportler aus der Region stehen im öffentlichen Fokus und werden meist nach ihren Leistungen beurteilt. Doch wie ticken sie wirklich? In einer neuen Interviewserie stellt die VKZ-Sportredaktion den Menschen hinter dem Sportler vor. Teil 8: Fußballer Yannick Rähmer (23), Kapitän des B-Ligisten TSV Enzweihingen.

Wie geht es Ihnen?

Mir geht es sehr gut. Danke der Nachfrage.

Jetzt in der trainings- und spielfreien Phase: Wie halten Sie sich fit?

Eigentlich bin ich ganz froh, mal ein bisschen Pause zu erhalten. Momentan halte ich mich durch Stabilisationsübungen für meinen lädierten Rücken fit.

Und wie vertreiben Sie sich Ihre mehr-gewonnene Freizeit?

Ich investiere mehr Zeit in meine Arbeit. Mehr kann man während dieser schweren Zeit nicht machen.

Was fehlt Ihnen aktuell am meisten?

Eindeutig der Fußball. Ich bin fußballverrückt. Ich vermisse den Wettbewerb und vor allem meine Mannschaftskollegen. Mir fehlt momentan der Teil in meinem Leben, der mir am meisten Spaß macht.

Und auf was können Sie generell nicht verzichten?

Ach, ich liebe es, mir abends eine Shisha zu machen und dabei den Tag Revue passieren lassen. So entspanne ich mich und tanke viel Kraft.

Blicken wir auf die bisher in dieser Saison absolvierten Wettkämpfe/auf die bisherige Saison zurück: Wie lief es?

Die Saison lief einigermaßen so, wie wir es uns vorgestellt haben. Durch die Neuzugänge Marc Schwab, Waldemar Grinko und meinen kleinen Bruder Marcel Rähmer haben wir sehr viel Qualität dazu bekommen. Außerdem hat es Dolorjant Imeri auch wieder öfters ins Training und zu Spielen geschafft, so dass wir nicht mehr so berechenbar für unsere Gegner sind.

Was lief nicht so gut?

Das einzige Manko, das wir hatten, war die Niederlage gegen die SGM Hohenhaslach/Freudental II. In dem Spiel haben wir einfach unterirdisch gespielt, die Hohenhaslacher sowie Freudentaler haben gekämpft und am Ende verdient gewonnen. Dafür nochmal Riesen-Anerkennung an die SGM.

Und mit was sind Sie zufrieden?

Ich bin mit meiner Torausbeute in diesem Jahr sehr zufrieden. Falls die Saison weitergehen sollte, hoffe ich, dass mein Torriecher und meine Kaltschnäuzigkeit mir erhalten geblieben sind.

Haben Sie noch die Hoffnung, dass die Saison zu Ende gespielt wird?

Ich hoffe es, aber ich denke nicht. Ich glaube, der Puffer, den der Württembergische Fußball-Verband (WFV) sich selbst gegeben hat, ist bald aufgebraucht. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

Wie sieht für Sie ein optimales Szenario aus, um die Spielzeit zu Ende zu bringen?

Optimal wäre es, die Vorrunde zu Ende zu spielen und danach eine Aufstiegsrunde zwischen den ersten acht Mannschaften zu absolvieren, um einen Aufsteiger zu ermitteln.

Und wenn Sie Ihre bisherige Laufbahn Revue passieren lassen: Was war Ihr schönstes Sport-Erlebnis?

Mein schönstes Sporterlebnis war die Meisterschaft in der Verbandsstaffel Nord mit der A-Jugend der SKV Rutesheim. Das war übrigens auch die Zeit, in der ich am meisten gelernt habe und die mich geprägt hat.

Und welches war das negative Highlight?

Die darauffolgenden Aufstiegsspiele in die EnBW-Oberliga gegen den FV Ravensburg. Die haben wir jeweils mit 1:3 verloren und sind trotz Meisterschaft nicht aufgestiegen.

Wer war der beste Konkurrent, gegen den Sie jemals haben antreten müssen?

Schwer zu sagen, jede Woche gibt es andere Manndecker, die ich kennenlernen darf. Mag jetzt komisch klingen, aber der Spieler, der mich komplett aus dem Spiel genommen hat, war Tobias Hellwig von der SGM Hohenhaslach/Freudental II. Wenn unsere Aufstiegskonkurrenten, die Ensinger und die Horrheimer, sich über dieses Spiel informiert haben und diesen Spieler im Winter nicht verpflichtet haben, sind sie selbst schuld.

Und welches ist Ihr sportliches Vorbild?

Cristiano Ronaldo ist mein größtes sportliches Vorbild. Dieser Mann zeigt einfach, wie man durch einen unglaublichen Willen, durch beeindruckenden Fleiß und faszinierender Selbstdisziplin alles erreichen kann, was man sich vornimmt.

Wenn Sie nicht die Sportart treiben würden, für die Sie sich entschieden haben, welchem Hobby würden Sie nachgehen?

Ich würde höchstwahrscheinlich Tennis spielen. Ich habe nämlich ein ziemlich großes Ego, und beim Tennis kann man es am besten befriedigen.

Wie charakterisiert Sie Ihre Familie oder Freunde?

Sagen wir mal so: Ich darf immer noch Zuhause leben, und mein Vater Hans-Ulrich Rähmer hat mich trotz allem noch gern.

Und was ist Ihre größte Schwäche?

Verlieren kann ich gar nicht. Niederlagen sind immer sehr schwer zu verdauen.

Wenn Sie eine Million Euro zur Verfügung hätten, was würden Sie damit machen?

Das wollen Sie echt nicht wissen. (lacht)

Welchen Prominenten würden Sie gerne einmal kennenlernen?

Den Brasilianier Ronaldinho – ganz klar. Der Typ war der Meister am Ball, einfach eine Augenweide. Außerdem geht er gerne feiern, da wäre ich natürlich auch dabei.

Welche Schlagzeile würden Sie über sich gerne einmal in der VKZ lesen?

Yannick Rähmer schießt den TSV Enzweihingen mit einem Geniestreich in die A-Klasse.

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