Riexingen ist mit taktischen Varianten gewappnet

Macionczyk studiert mit SGM auch Fünfer- und Dreierkette in Abwehr ein – Langzeitverletzte Spieler sind wieder fit

Von Michael Nachreiner Erstellt: 10. August 2018
Riexingen ist mit taktischen Varianten gewappnet Marc Tröger (Mitte) wirbelt nach einem kurzen Ausflug zum TSV Schwieberdingen seit der Winterpause wieder für die SGM Riexingen. Foto: Nachreiner

Der Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga wird in diesem Jahr brutal. Dadurch, dass die Staffel ein Team über der Sollstärke liegt, gibt es einen verschäften Abstieg. Kommt mehr als eine Mannschaft aus der Landesliga in den Bezirk Enz/Murr runter, erhöht sich die Zahl der vier Absteiger weiter. „Nur bis Rang zehn kann man sich sicher fühlen“, erklärt Hansjörg Arnold.

Oberriexingen/Unterriexingen. Der verschärfte Abstieg in der Fußbal-Bezirksliga – mindestens vier Mannschaften trifft es am Ende der Saison 2018/2019 direkt – ist für Karl Macionczyk lange kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. „Die Jungs sind in Form – vor allem körperlich“, erklärt der Trainer der SGM Riexingen. „Ich glaube, dass wir gut aufgestellt sind und gleich voll da sein könnten.“ Dinge, die ihn zuversichtlich stimmen, sind die Vorbereitung und die Situation an der Verletztenfront.

„Konditionell waren die Jungs schon zu Vorbereitungsbeginn gut dabei“, berichtet Macionczyk. Zwar wurde weiter an Grundlagenausdauer und Schnelligkeit gearbeitet. Doch der gute Fitnesszustand ließ Spielraum, auch an anderen Punkten zu feilen. So erarbeitete der SGM-Übungsleiter in den vergangenen Wochen einige taktische Varianten. „In der Regel haben wir in der Abwehr immer mit einer Viererkette gespielt. Doch jetzt haben wir auch mal die Fünfer- und die Dreierkette ausprobiert. Denn ich versuche immer taktisch so aufzustellen, dass die Stärken der Spieler, die zur Verfügung stehen, am besten zur Geltung kommen.“

Und die Fünfer- oder Dreierkette könnte eventuell gleich zu Saisonbeginn zum Einsatz kommen. Denn mit Patrick Schüle laboriert der eine etatmäßige Innenverteidiger schon seit geraumer Zeit an Knieproblemen herum. Und der andere, Christian Mayer, ist zwar am Sonntag, wenn es um 15 Uhr in Unterriexingen gegen die SKV Rutesheim II geht, noch da, geht danach aber für drei Wochen in Urlaub. „Es könnte sein, dass auch etwas anderes als die Viererkette zum Einsatz kommt“, sagt Macionczyk kryptisch und ergänzt: „Eins zu eins kann man Patrick und Christian nicht ersetzen. Aber dafür springen eben andere Spieler ein. Und den Rest machen wir über das Kollektiv.“

Neben Patrick Schüle wird aber voraussichtlich nur Bastian Schaar fehlen. Der offensive Flügelflitzer hat zwar die gesamte Vorbereitung mitgemacht. „Wir versuchen aber, die Intensität noch zu dosieren und ihn behutsam wieder heranzuführen“, berichtet Macionczyk. „Die Saison ist schließlich noch lang.“ Andere Spieler, die ein Trainer im Team aufgrund ihrer technischen Stärke, ihrer Schnelligkeit, ihrer Übersicht oder ihrer Erfahrung nicht missen möchte wie beispielsweise Danny Decker nach seinem Kreuzbandriss oder Marco Kolder, sind dagegen wieder an Bord.

Dennoch bleibt die Stimme im Hinterkopf. „Wo wir wirklich stehen, wird sich erst am Sonntag zeigen“, erklärt der SGM-Trainer. Zumal die SKV Rutesheim II, auch wenn der Umbruch trotz 13 Zu- und Abgängen gemäßigt ausfiel, weil ein Großteil des erweiterten Stammpersonals der Vorsaison dem Verein die Treue gehalten hat, eine Wundertüte ist. Macionczyk: „Gefühlt sind die Rutesheimer auch schon seit 100 Jahren in der Bezirksliga. Und sie haben immer eine gute Jugendarbeit. Es kommen also immer wieder gute Nachwuchsspieler nach. Aber so richtig weiß man nicht, was man zu erwarten hat.“

Aufgrund dieser Ungewissheit, wie sich der Gegner präsentieren wird, vertrauen die Riexinger Verantwortlichen auf das, mit dem sie in der Vergangenheit am besten gefahren sind: Sie konzentrieren sich auf sich selbst. Das übernehmen auf dem Sportplatz aber zurzeit noch die beiden Co-Trainer Tobias Glaser und Dirk Maurer. Denn Macionczyk weilt bis zum Wochenende im Urlaub. Auf einem Bauernhof in Bayern tankt er mit seiner Familie noch einmal Energie. „Abstand habe ich aber eigentlich zwischen Saisonende und Beginn der Vorbereitung genug gehabt. Ich wäre gerne bei der Mannschaft und würde auch eine Liveschaltung zum Training einrichten, wenn es ginge. Da spielt aber meine Frau nicht mit“, berichtet der Übungsleiter. „Ich habe aber auch ein gutes Trainerteam. Und ich kenne die Jungs. Ich weiß, dass sie arbeiten – auch ohne mich gut.“

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