Pasquale Arena macht sich unsterblich

Spielertrainer schießt beim 2:0 gegen Merklingen erstes Bezirksligator für Riet – Riexingen muss in Nachspielzeit Ausgleich hinnehmen

Von Michael Nachreiner Erstellt: 13. August 2018
Pasquale Arena macht sich unsterblich Pasquale Arena (Mitte) hat sich seinen Platz in den Geschichtsbüchern gesichert. Der SVR-Spielertrainer hat den ersten Bezirksligatreffer für den SV Riet überhaupt erzielt. Foto: Nachreiner

Premierensieg im Premierenspiel – der SV Riet ist mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg in die Saison 2018/2019 der Fußball-Bezirksliga gestartet. Premierentorschütze war Pasquale Arena. Die SGM Riexingen musste sich dagegen mit einer Punkteteilung zufrieden geben. In der Nachspielzeit wurde ihnen der Sieg gegen die SKV Rutesheim II noch entrissen – 1:1 (0:0).

SGM Riexingen – SKV Rutesheim II 1:1 (0:0)

Das war ein Schlag ins Genick. Durch einen Treffer von Markus Wellert in der Nachspielzeit entführten die Rutesheimer noch einen Punkt aus Unterriexingen. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Ich hätte auch nie gedacht, dass das Spiel nach unserer Führung noch unentschieden ausgehen würde. In der zweiten Halbzeit war es ein Spiel auf ein Tor, das der Rutesheimer. Die hatten nur eine gute Aktion“, berichtet SGM-Trainer Karl Macionczyk. Die war aber richtig gut. Nach einem Abschlag von Riexingens Torwart Maurice Müllner kam der Ball postwendend wieder zurück. Die Rutesheimer schickten Wellert in die Schnittstelle, der Müllner noch umkurvte und zum 1:1 einschob (90.+3 Minute).

„Wir haben es versäumt, das zweite Tor nachzulegen“, ärgert sich Macionczyk. Zwar hatten die Gastgeber auch nicht eine hundertprozentige Chance nach der anderen. Aber oftmals tauchten sie gefährlich vor dem Kasten von Felix Pohle auf. „Wir hätten es nur cleverer ausspielen müssen. Mal hätten wir einfach querlegen müssen. Ein anderes Mal hätten wir überhaupt den Mitspieler finden müssen.“ Doch so verpufften alle Angriffe. Bis auf einen. In der 73. Minute spielten sich die Riexinger über rechts durch. Devrim Namdar brachte den Ball vors Tor, wo Marco Kolder vollendete.

Die erste Halbzeit war dagegen noch ausgeglichen. „Aufgrund der Hitze war kein hohes Tempo drin. Das Geschehen spielte sich vor allem im Mittelfeld ab“, erklärt Macionczyk. Doch schon in den ersten 45 Minuten hätten die Riexinger in Führung gehen können. Doch Bastian Schaar und Marc Tröger „nahmen sich vor dem Tor gegenseitig den Ball weg“, erklärt der Riexinger Übungsleiter.

Neben der Punkteteilung liegen den Riexingern noch die Verletzungen von Mario Hohn und Yannick Wohlfahrt schwer im Magen. Der linke Außenverteidiger und der offensive Mittelfeldspieler mussten jeweils mit muskulären Problemen vom Feld. Macionczyk: „Bei beiden besteht der Verdacht, dass sie einen Muskelfaserriss haben.“

SGM Riexingen: Maurice Müllner – Lukas Glaser, Christian Mayer, Devrim Namdar, Mario Hohn (26. Danny Decker, 82. Marco Conte), Yannick Wohlfahrt (74. Gabriele de Giuseppe), Felix Hess, Marco Kolder (77. Nils Gutscher), Bastian Schaar, Marc Tröger, Benjamin Langhans.

SV Riet – TSV Merklingen 2:0 (1:0)

Besser hätte die Saison für den Neu-Bezirksligisten nicht beginnen können. Nach nur vier Minuten staubte Pasquale Arena aus rund 15 Metern zum 1:0 ab, nachdem Merklingens Torwart Sven Reichmann unter dem Ball hindurch gesegelt war. „Der frühe Treffer hat uns natürlich gut getan“, berichtet SVR-Spielertrainer Björn Kachel, der das Team zusammen mit Arena betreut. „Wenn wir uns vorher einen Wunschbeginn hätten ausmalen dürfen, er hätte genau so ausgesehen. Mit dem 1:0 hatten wir noch mehr Rückenwind.“

Die Merklinger nach dem Rückstand etwas unsortiert, auch wenn sie fast postwendend zum Ausgleich gekommen wären. Doch die Richtungsänderung, die Julian Schwarz dem Ball bei einem Schuss der Gäste in der 6. Minute gab, war etwas zu stark. Das Spielgerät ging knapp am langen Pfosten vorbei. Diese Schwächephase der Merklinger hätten die Gastgeber beinahe zum zweiten Tor genutzt. Doch ein Kopfball von Hakan Atalay landete direkt in den Händen von Reichmann (7. Minute).

Doch eigentlich spielte die frühe Führung den Rietern in die Karten. „Wir konnten unsere kompakte Grundordnung noch mehr praktizieren“, erklärt Kachel. Die Gastgeber standen mit zwei Viererketten tief und ließen die Merklinger kommen. Das wäre aber in der Viertelstunde vor dem Seitenwechsel eins ums andere Mal beinahe ins Auge gegangen. Zunächst unterlief Spielertrainer Kachel einen langen Ball. TSV-Mittelstürmer Uwe Eberhard lupfte den Ball nicht nur über den herauseilenden SVR-Torwart Sebastian Prietz, sondern auch weit über das Tor (33.). Nur eine Minute später war Eberhard nach einem Rieter Ballverlust wieder durch, schob den Ball aber am langen Pfosten vorbei (34.). Direkt nach dem Seitenwechsel musste sich Prietz bei einem Schuss von Thomas Babel ganz lang machen, um ihn zur Ecke zu lenken (49.). Nur eine Minute später war der SVR-Schlussmann bereits geschlagen. Doch der Innenpfosten, von dem der Schuss von Kai Woischiski ins Feld zurücksprang, rettete für Prietz (50.). Und ein abgefälschter Freistoß von Thomas Hampel ging nur knapp daneben (59.). Beim anschließenden Eckball war der Kopfball von Schwarz eine leichte Beute für Prietz. „Ende der ersten und zu Beginn der zweiten Halbzeit drückten die Merklinger. Da stand das Spiel Spitz auf Knopf. Da hatten wir auch etwas Glück. Das haben wir uns heute aber auch verdient“, berichtet Kachel.

Denn zu diesem Zeitpunkt hätte das Spiel fast schon entschieden sein können. Doch Samuel Grözingers direkter Freistoß in der 43. Minute lenkte Torwart Reichmann mit den Fingerspitzen an den Außenpfosten. Bei der anschließenden Ecke erreichte er zweite Ball Marko Gazinkovski. Doch der Rieter Offensivmann brauchte zu lange, um den Ball unter Kontrolle zu bringen und schoss Reichmann aus spitzem Winkel an. Besser machtes da Hakan Atalay. Nachdem Erkan Isik einen Pass von Nikola Ristomanov schnell weitergeleitet hatte, war der Rieter Mittelstürmer durch und ließ Riechmann keine Chance – 2:0 (72.). „Das Tor war genial. Danach haben sich die Merklinger fast selbst aus dem Spiel genommen. Haben sie einen Zweikampf verloren, haben sie abgedreht und sich ihrem Schicksal ergeben“, berichtet Kachel.

In der Schlussphase hätten die Rieter noch etwas für ihre Tordifferenz tun können. Doch Ristomanov wurde abgeblockt (77.). Heiko Dieterle setzte einen Freistoß aus dem Halbfeld knapp über das Lattendreieck, als Reichmann zu weit vor seinem Tor stand (82.). Und bei einem Schuss von Maurizio Aprigliano war der Merklinger Schlussmann mit dem Fuß zur Stelle (89.). Doch auch die Gäste wären beinahe noch zum Ehrentreffer gekommen. Bei einem Flankenwechsel von Jakob Wahl auf Woischiski war der linke Mittelfeldspieler frei vor Prietz. Sein Volleyschuss ging aber knapp vorbei (90.+3).

SV Riet: Sebastian Prietz – David Jovanovic (65. Tobias Rehfuß), Björn Kachel, Adam Juhasz, Samuel Grözinger, Maurizio Aprigliano, Nikola Ristomanov, Heiko Dieterle, Marko Ganzinkovski, Pasquale Arena (54. Berkan Isik), Hakan Atalay (84. Claudio Scacchetti).

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