„Man muss sein eigenes Ego zurückstellen“

SGM tritt in Relegation gegen Germania II mit B-7-Team an

Von Michael Nachreiner Erstellt: 15. Juni 2018
„Man muss sein eigenes Ego zurückstellen“ Mario Dierolf (vorne) macht in der Regel viel Alarm auf der linken Außenbahn bei der SGM Hohenhaslach/Freudental – auch gegen den SV Germania Bietigheim II? Foto: Leitner

Gündelbach/Hohenhaslach/Freudental. Als Vizemeister der Fußball-Kreisliga B 8 hat sich eigentlich die SGM Hohenhaslach/Freudental II das Anrecht erworben, um den Aufstieg in die Kreisliga A 3 zu spielen. Doch an diesem Samstag (18 Uhr) in Gündelbach wird der Kader der ersten Mannschaft der Spielgemeinschaft in der zweiten Runde der Relegation gegen den SV Germania Bietigheim II auflaufen. „Wir hätten natürlich gerne gespielt. Aber wir haben innerhalb des Vereins oder der Spielgemeinschaft abgewogen, was das Beste für den SC Hohenhaslach und den SV Freudental ist. Da muss man sein eigenes Ego zurückstellen“, erklärt Marco Kubacki, der Trainer der SGM-Reserve. Und Daniel Nissan, Spielertrainer der ersten Mannschaft, ergänzt: „Wir versuchen, die stärksten Spielern ins Rennen zu schicken.“ Das ist problemlos möglich, da beide Mannschaften der Spielgemeinschaft in der Kreisliga B aktiv waren. Hätte ein Team höher gespielt, wäre dies nicht ohne Weiteres möglich gewesen.

Wer auch immer aufläuft, die Hohenhaslacher und Freudentaler hatten auf jeden Fall den Vorteil, dass sie ihren Gegner am Mittwochabend bereits analysieren konnten. Denn Germania Bietigheim II musste in der ersten Runde gegen den VfB Vaihingen ran – und hat sich im Elfmeterschießen durchgesetzt (wir berichteten). Die SGM Hohenhaslach/Freudental II hatte dagegen ein Freilos. „Die Bietigheimer sind ein sehr diszipliniertes Team, das gut gegen den Gegner arbeitet“, berichtet Nissan. „Sie haben es dem VfB sehr schwer gemacht, auch wenn die Vaihinger in der Anfangsphase drei hochkarätige Chancen hatten, als sie den Ball schnell haben laufen lassen.“

Das soll auch das Credo für die Hohenhaslacher und Freudentaler Fußballer sein: den Ball schnell laufen lassen. „Es kommt aber auf vieles an. Wie kommen wir in die Zweikämpfe. Und wie ziehen wir unser Spiel auf, wenn wir in Ballbesitz sind. Schaffen wir es, die Bälle zu halten und die Fehlpässe zu minimieren. Denn wir sind keine Mannschaft, die gerne dem Ball hinterherrennt“, erklärt Nissan. „Außerdem muss man sich auch vom Kopf auf das Spiel einlassen. Jeder muss die 100er-Marke knacken, also 100 Prozent geben.“

Denn der SGM-Spielertrainer geht erst einmal davon aus, dass sich die Bietigheimer genauso wie gegen den VfB Vaihingen tief reinstellen werden und die Hohenhaslacher sowie Freudentaler kommen lassen werden. „Und es ist erst einmal schwerer, ein tiefstehendes Team zu knacken als eine Mannschaft, die ihr Heil in der Offensive sucht“, berichtet Nissan. Vielleicht überraschen die Bietigheimer allerdings auch den Übungsleiter der SGM Hohenhaslach/Freudental. Nissan: „Es kann natürlich auch anders sein. Wir stellen uns auf beides – ein eher defensiv ausgerichtetes und ein eher offensiv agierendes Team – ein.“

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