Kampfbetontes Derby endet unentschieden

In der Spitzenbegegnung der Kreisliga B 7 trennen sich Tabellenführer Hohenhaslach/Freudental und Häfnerhaslach 1:1

Von Ralph Küppers Erstellt: 20. März 2017
Kampfbetontes Derby endet unentschieden Kraftpaket Daniel Nissan zieht ab, so dass Valentin Stuber nur noch bleibt, das Genick einzuziehen. Das Kirbachtal-Derby endete 1:1. Foto: Küppers

Feuer im Spiel war schon immer, wenn sich die benachbarten und vielfach befreundeten Fußballer aus dem Kirbachtal zum Derby auf dem Heiligenberg oder wie gestern auf dem Hohenhaslacher Kunstrasen trafen. Auch dieses Mal ging es zur Sache, aber im fairen Rahmen. Das Spiel endete leistungsgerecht 1:1 (0:1).

Hohenhaslach. Am Ende hatten die Hohenhaslacher, die das Kirbachtalderby seit dieser Saison mit Unterstützung aus Freudental bestreiten, die Vorteile auf ihrer Seite. Doch das Abwehrbollwerk des TSV Häfnerhaslach tat seine Schuldigkeit. Dass ein Freistoß aus gut 20 Metern Torentfernung dann elf Minuten vor Spielende nur das Aluminium traf, verbucht Daniel Nissan unter „Manchmal hat uns heute das Quäntchen Glück gefehlt.“ Der Spielertrainer der SGM Hohenhaslach/Freudental war es selbst gewesen, der das Leder beinahe perfekt ins Dreieck gezirkelt hätte. Spätestens ab diesem Zeitpunkt durften die Gastgeber einem möglichen Sieg hinterhertrauern.

Zu Beginn des Derbys ging es noch etwas ruhiger zu. Aber kaum waren die Gäste aus Häfnerhaslach einmal vor dem Tor von SCH-Keeper Philipp Kummer, dann klingelte es auch schon. Mit einem langen Ball war Marco Hirsch über die linke Seite geschickt worden. Der flinke Torjäger ließ sich nicht aufhalten und auch von drei Abwehrspielern in Sichtweite nicht beirren. Sein Schuss saß – die erste echte Chance des Spitzenspiels brachte den Verfolger in der 11. Minute mit 1:0 in Führung. Die Situation an der Tabellenspitze ist allerdings momentan wenig aussagekräftig. Die SGM auf Platz eins hat 39 Punkte, aber auch schon zwei Spiele mehr als der Zweite Häfnerhaslach (38 Punkte) und sogar drei Spiele mehr als der Dritte TSV Kleinsachsenheim (34 Punkte).

Die Hohenhaslacher und Freudentaler ließen sich durch den frühen Rückstand nicht aus dem Konzept bringen, doch ihre nächsten Schüsse gingen entweder übers Tor oder wurden von TSV-Schlussmann Marc Sladkowski gefangen. Allerdings rollte er dabei einmal mit dem gerade bei SCH-Offensivmann Maximilian Walther erbeuteten Ball bis unmittelbar an die Grenze des Strafraums (16. Minute). Mario Dierolf wurde bei seinem nächsten Vorstoß zurückgepfiffen, weil er deutlich im Abseits stand (22.). Vier Minuten später musste Sladkowski weit aus seinem Kasten heraus, um Walther den Ball wegzuspielen. Ansonsten war die Gästeelf rund um Spielertrainer Sedat Yilmaz sehr auf ihrer Hut. Das bekamen die Platzherren vor allem dann zu spüren, wenn Zuspiele nicht blitzsauber waren – irgendein Bein aus der vielfüßigen Abwehr war dann garantiert schneller am Ball als der eigentliche Adressat des Passes. Kurz vor der Pause köpfte Stefan Hellwig eine weite Freistoßflanke übers Gästetor, und auch Dardan Maras verzog einen Schuss, der im Bogen über das Gehäuse des TSV Häfnerhaslach flog.

Nach dem Seitenwechsel nahm Maras erneut Maß, setzte das Leder dieses Mal aber links neben das Tor (48.). Im nächsten Anlauf gab er das Spielgerät an Daniel Nissan weiter, doch dem stand die Abwehr im Weg. Ab 16.14 Uhr leuchtete zusätzlich das Flutlicht den Kunstrasenplatz aus, weil dunkle Wolken aufzogen. Daniel und Dennis Nissan verbuchten in der Folge einige Schüsse aufs Tor, die rechts und links vom Gehäuse einschlugen. Die größten Chancen waren der Aluminiumtreffer des Spielertrainers kurz vor Schluss und ein Freistoß von Dennis Nissan, den er unter der Häfnerhaslacher Mauer hindurchschoss – aber Torwart Sladkowski war auf Zack.

Der Ausgleich zum 1:1 fiel in der 70. Minute. Bei einem Sturmlauf von Maras reklamierten mehrere Häfnerhaslacher schon längst „Hand!“, als Maras sein Solo mit einem platzierten Torschuss erfolgreich abschloss. Während die Gastgeber mit dem Torschützen jubelten, wurde Schiedsrichter Jörn Herrmann von der Abwehr der Gäste bestürmt, ließ den Treffer aber gelten. Nach dieser Situation stand das Spiel endgültig auf der Kippe und es ging dementsprechend noch mehr zur Sache. Häfnerhaslach hatte noch eine Ecke, die aber neben das Tor geköpft wurde. Daniel Nissan wurde einmal im vollen Lauf aufs Tor wegen Abseits zurückgepfiffen. Drei Minuten vor dem Schlusspfiff schoss Yilmaz noch einen Freistoß so platziert aufs Tor, dass SCH-Schlussmann Kummer das Leder nur noch wegfausten konnte. Weil er dabei aber behindert wurde, gab es einen Freistoß.

Unterm Strich war es ein offener Schlagabtausch mit weitestgehend fairen Mitteln und für die Zuschauer ein bis zur letzten Minute spannendes Derby im Kampf um die Vorherrschaft in der Kreisliga B 7.

SGM Hohenhaslach/Freudental: Kummer – Tobias Hellwig (46. Marco Prantl), Benjamin Hellwig, Kurz, Stefan Hellwig, Timo Dierolf (58. Zorn), Dennis Nissan, Daniel Nissan, Maras, Mario Dierolf, Maximilian Walther (74. Kurzenberger).
TSV Häfnerhaslach: Sladkowski – Valentin Stuber (65. Viaes), Pascal Hirsch, Caldas, Knauer (55. Dupper), Marco Hirsch, Kheim, Bartholme, Toetz, Yilmaz, Scholz.
Tore: 1:0 Marco Hirsch (11.), 1:1 Dardan Maras (70.).
Spieler des Tages: Dennis Nissan (SGM Hohenhaslach/Freudental).
Schiedsrichter: Jörn Herrmann (Schwaigern).
Zuschauer: 240.

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