Euphorie sieht anders aus

Stengel und Kern sehen Mühlacker Fußball-Hallenstadtpokal mit gemischten Gefühlen entgegen, sehen ihre Teams aber gut aufgestellt

Von Michael Nachreiner Erstellt: 11. Januar 2019
Euphorie sieht anders aus Lange ist es her, dass sich die SGM Roßwag/Mühlhausen und der TSV Großglattbach im Mühlacker Hallenstadtpokal direkt gegenüberstanden. Im Jahr 2014 macht sich der damalige TSV-Trainer Ralph Augenstein (Mitte) im Kasten der Großglattbacher breit, wird aber von einem Mühlhausener verladen. Foto: Archiv/Küppers

Die Losfee hat es mit dem TSV Großglattbach und der SGM Roßwag/Mühlhausen gut gemeint. Beim Fußball-Hallenstadtpokal treffen die beiden Vertreter aus dem Bezirk Enz/Murr in der Vorrunde jeweils nur auf Vereine aus dem Bezirk Pforzheim. „In der Halle ist es mir aber egal. Auf dem Großfeld im Sommer spiele ich jedoch lieber gegen die Teams, die nicht bei uns in der Staffel sind“, sagt Martin Kern.

Mühlacker. Euphorie für Hallenfußball sieht anders aus. „Für mich ist das Stadtpokalturnier zweit- oder sogar drittrangig – zumal, da wir seit rund vier Wochen nichts mehr gemacht haben. Da wird der Wettbewerb schon körperlich an unsere Grenzen bringen“, sagt Ulli Stengel, Trainer des Fußball-B-Ligisten SGM Roßwag/Mühlhausen. Ins gleiche Horn stößt Martin Kern. „Ich bin kein Freund von Hallenfußball“, erklärt der Übungsleiter des Ligakonkurrenten TSV Großglattbach. Am wichtigsten ist den beiden, dass sich keine Spieler verletzen. Stengel hat besonders schmerzliche Erfahrungen mit dem Mühlacker Stadtpokal: „Im Sommer hat sich Yassin Uddin verletzt und hat deshalb die gesamte Hinrunde nicht gespielt.“

Dennoch hoffen beide Trainer, dass es ihre jeweiligen Mannschaften an diesem Sonntag vielleicht doch in die K.o.-Spiele schaffen. Zum Einzug ins Halbfinale müssten die SGM Roßwag/Mühlhausen, die es in der Vorrunde mit dem TSV Ötisheim (10.48 Uhr), mit der FVgg 08 Mühlacker (11.42 Uhr), mit dem Türk. SV Mühlacker (12.54 Uhr) und dem TSV Phönix Lomersheim (13.48 Uhr) zu tun bekommt, sowie der TSV Großglattbach, der gegen die SF Mühlacker (11.06 Uhr), gegen den FV Lienzingen (12 Uhr) sowie gegen den FC Viktoria Enzberg (13.12 Uhr) ran muss, jeweils mindestens Gruppenzweiter werden. „Wenn wir etwas reißen können, wollen wir es auch versuchen“, gibt sich Stengel kämpferisch. Die Halbfinalpartien werden ab 15.52 Uhr ausgetragen. Das Spiel um den dritten Platz ist auf 17 Uhr angesetzt, das Finale auf 17.34 Uhr terminiert.

Beide Übungsleiter setzen vor allem auf die jungen Spieler in ihren Kadern. Bei der SGM werden Manuel Gayer, Tim Zipperle und Felix Dieterich, aber auch der Noch-A-Junior Luca Fuchs auflaufen. „Ich nehme acht Feldspieler und einen Torwart mit – jeweils aufgeteilt in Pärchen à zwei Spielern“, berichtet Stengel. „Das vereinfacht die Wechsel. Die Jungs wissen sofort, wer auf welcher Position spielt.“

Auch Kern sieht die Großglattbacher gut aufgestellt. „Unter anderem mit Marvin Prohaska, Lukas Werner, Nathanael Wenzler, Marcus Kugler, Tobias Baisch und Jonathan Gayer habe ich auf jeden Fall eine Top-Truppe“, erklärt der TSV-Trainer. Auf Jakob Nabrotzki muss er allerdings verzichten. Den hätte er ebenso gerne dabei gehabt wie Stengel Marcel Bauer. „Jakob spielt aber nicht in der Halle. Er ist zu verletzungsanfällig“, berichtet Kern. Und Bauer laboriert noch an dem einen oder anderen Wehwehchen.

Die Antwort auf die Frage nach einem Favoriten fällt beiden Übungsleitern schwer. Stengel: „Fünf, sechs technisch versierte Spieler hat jedes Team. Jetzt kommt es darauf an, wer wirklich aufläuft. Bei Lomersheim fehlt zum Beispiel Sebastian Fischer, so wie ich gehört habe.“

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