Ensingen und Riexingen stehen unter besten acht Teams

Sowohl der B-Ligist nach einem 4:2 im Elfmeterschießen gegen Pattonville als auch der A-Ligist durch ein 3:1 in Hemmingen überwintern im Bezirkspokal.

Von Michael Nachreiner Erstellt: 14. Oktober 2021
Ensingen und Riexingen stehen unter besten acht Teams Dominik Urbani (von links) und die Ensinger taten sich lange gegen Eren Sonal und den SV Pattonville schwer, Konstruktives für die Offensive zusammenzubringen. Foto: Leitner

Fußball. Sowohl der B-Ligist TSV Ensingen als auch der A-Ligist SGM Riexingen stehen im Fußball-Bezirkspokal unter den besten acht Mannschaften. Die Ensinger setzten sich gestern Abend gegen den klassenhöheren SV Pattonville mit 4:2 im Elfmeterschießen durch. In der regulären Spielzeit war keinem der Teams ein Treffer gelungen. Die Riexinger gewannen beim B-5-Spitzenreiter GSV Hemmingen mit 3:1.

TSV Ensingen – Pattonville 4:2 (0:0) n.E.

„Unser Torwart Lukas Lihfink war wieder überragend.“ Ensingens Trainer Siegfried Blum war die Freude anzumerken. „Er hat uns in der regulären Spielzeit gegen den schussstarken Daniel Schick, der doch auf der Zehn gespielt hat, dort aber bei Tobias Häfner gut aufgehoben war, im Spiel gehalten. Und im Elfmeterschießen hat er wieder zwei Versuche pariert.“ Gerade von Schick wurde Lohfink mehrmals geprüft. In den 90 Minuten sah sich der Schlussmann der Gastgeber mit sieben oder acht direkt aufs Tor getretenen Freistößen konfrontiert. „Die waren anspruchsvoll zu halten“, erklärt Blum. Dazu kamen noch sechs oder sieben Eckbälle, die die Ensinger aber gut verteidigten, so dass Lohfink nicht eingreifen musste. Das waren aber die einzigen gefährlichen Situationen vor dem Gehäuse des TSV. Denn die Pattonviller hatten zwar viel Ballbesitz. „Wir sind viel hinterhergelaufen“, bemängelt Blum. In der Ensinger Hälfte hatten die Gastgeber aber immer Überzahl, so dass die Gäste praktisch nie gefährlich in den Strafraum des TSV kamen. Selbst brachten die Ensinger aber auch wenig Konstruktives zustande. „Wir waren nervös. Und wenn ein Gegner immer Druck macht und mit Spannung einen angeht, dann ist das halt etwas, was wir aus der Kreisliga B nicht gewohnt sind“, berichtet der TSV-Trainer.

Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. „Wir waren sofort gut im Spiel“, erklärt Blum. Mehrmals kam seine Mannschaft gefährlich in die Nähe des gegnerischen Strafraums. „Es haben aber immer Kleinigkeiten gefehlt. Mal war der letzte Pass zu ungenau, mal der Schuss“, erklärt Blum. So ging es torlos ins Elfmeterschießen. „Das war für uns schon wie ein Sieg. Alles, was danach kam, war nur noch Zugabe“, berichtet der Ensinger Trainer. In der Verlängerung vom Punkt parierte Lohfink direkt den ersten Elfmeter des Gästetorhüters Karl Birkeneder. Tobias Urbani brachte die Ensinger anschließend in Führung. Nach dem Ausgleich für die Pattonviller traf David Carl souverän zum 2:1. Darauf fischte Lohfink wieder einen Versuch eines Gästespielers rechts aus dem Eck. Simon Fink, der erst vor Kurzem vom SV Illingen zum TSV gewechselt und sofort spielberechtigt war, weil er sein letztes Pflichtspiel irgendwann Anfang 2020 absolviert hatte, sorgte mit dem 3:1 fast schon für die Vorentscheidung. Zwar kamen die Pattonviller noch einmal auf 2:3 heran. Doch Steffen Roßmann machte mit dem vierten Elfmeter den Sack bereits zu. Der Rest war Jubel pur.

Hemmingen – SGM Riexingen 1:3 (1:1)

„Wir sind einfach froh, dasss wir weitergekommen sind“, erklärt SGM-Trainer Roman Kasiar. „Denn wir haben keine optimale Leistung gebracht. Irgendwie ist das bei den Jungs in den Köpfen drin, dass man nicht an die Leistungsgrenze gehen muss, wenn man gegen unterklassige Teams ran muss. Wir sind von Anfand an nicht in die Zweikämpfe gekommen, waren irgendwie immer einen Schritt zu spät dran. Außerdem waren wir überhaupt nicht sicher am Ball. Und wir haben wieder schlechte Entscheidungen getroffen.“ Dennoch gingen die Riexinger durch Mike Renier direkt in der 9. Minute in Führung. „Danach haben wir aber nicht nachgelegt“, ärgert sich Kasiar. „Wir haben aber auch selten Angriffe gut herausgespielt.“ Wie es dann oft kommt, kassierten die Gäste den Ausgleich. Mohamed Salhab reagierte nach einem langen Ball an den langen Pfosten schneller als zwei Riexinger, die sich uneins waren, wer nun klären sollte (41. Minute).

Von dem Ausgleich kurz vor dem Seitenwechsel ließen sich die Gäste aber nicht schocken. Direkt sechs Minuten nach Wiederanpfiff brachte Nils Gutscher im Nachschuss die SGM wieder in Führung (51.). „Danach hatte ich eigentlich nicht das Gefühl, dass die Hemminger noch einmal zurückkommen würden, auch wenn sie imer wieder vor unser Tor kamen. Und wenn man nur mit einem Tor Unterschied führt, kann es schnell mal passieren, dass ein Ball irgendwie durchgeht“, berichtet Kasiar. Ein Mal lief ein Spieler der Gastgeber – bedrängt durch einen SGM-Innenverteidiger – auch alleine auf Torwart Manuel Bergamotto zugelaufen – aber ohne Konsequenzen. In der 86. Minute machte dann Devrim Namdar alles klar. Er knallte den Ball im zweiten Nachfassen unter die Latte. „Wir hätten aber eigentlich das 3:1 früher machen müssen“, erklärt Kasiar.

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