Wie in alten Zeiten – beinahe

Erstellt: 10. November 2018
Wie in alten Zeiten – beinahe Wie in alten Zeiten – beinahe

Wie in alten Zeiten – beinahe

Dass die Vaihinger Faustballer in der 1. Bundesliga Süd von Fünf-Satz-Sieg zu Fünf-Satz-Sieg eilen, war vor vielen Jahren mal nicht ungewöhnlich, zuletzt allerdings doch eher die Ausnahme. Darum werden bei dem bisher ohne Makel verlaufenen Start in die Hallensaison Erinnerungen an alte Zeiten wach. Zum Beispiel an den 20. Februar 2010. Vor dem letzten Spiel der Südstaffel hatte der TVV dermaßen erfolgreich gespielt, dass er nur noch einen Sieg zum Gewinn der Südmeisterschaft brauchte. Und die TSG Tiefenthal war beim Gastspiel der Vaihinger völlig überfordert – das Ergebnis waren ein Fünf-Satz-Sieg und die Staffelmeisterschaft. Allerdings war das 5:0 in Tiefenthal nicht irgendein Sieg, sondern der schnellste, an den sich die Vaihinger Faustballer erinnern konnten. Sie hatten gerade einmal 30 Minuten gebraucht, und das trotz Pause nach dem dritten Satz. Ganz so schnell ging es zwar am Samstag nicht, als sie den TV Waldrennach mit ebenfalls 5:0 schlugen, doch immerhin – in den ersten drei Sätzen ließen die Vaihinger nur insgesamt zehn Gegenpunkte zu. Auch der Blick auf die Aufstellung erscheint vertraut. 2010 waren Michael Krauß, Marco Lochmahr, Daniel Wörsinger mit dabei, und Kolja Meyer fehlte, weil er parallel zum Spiel die C-Jugend bei der süddeutschen Meisterschaft coachte. Fast neun Jahre später waren mit Tobias Rommel und Jacob Jungclaussen am Samstag gegen Waldrennach lediglich zwei neue Spieler hinzugekommen. Dass sie 60 Minuten brauchten, ehe der Sieg unter Dach und Fach war, hatte mehrere Gründe. Eine kleine Schwächephase im vierten Satz zum Beispiel. Und zahlreiche Wechsel und Umstellungen. So etwas hatte es 2010 nicht gegeben. „Wechseln hätte zu viel Zeit gekostet“, gab damals Kapitän Lochmahr mit einem Augenzwinkern zu Protokoll. Ansonsten hat sich nicht viel geändert. Nur dass Kolja Meyer mittlerweile die A-Jugend betreut. Und dass Michael Krauß bei der Angabe von hellen Kinderstimmen angefeuert wird. „Das machen die öfter“, sagt der Angreifer, der mittlerweile Familienvater ist. Die spannende Frage ist allerdings, wie sich der TV Vaihingen nach dem Traumstart im weiteren Saisonverlauf schlägt. Beim Spiel in Offenburg heute Abend werden die Weichen gestellt. (rkü)

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